Erst jetzt entdeckt. Verdammt. Kontextgemäß sind zu der Serie nicht viele Worte möglich bzw. niederschreibbar.
(Danke an Bateman für den Tipp und die “Übermittlung”)
Erst jetzt entdeckt. Verdammt. Kontextgemäß sind zu der Serie nicht viele Worte möglich bzw. niederschreibbar.
(Danke an Bateman für den Tipp und die “Übermittlung”)
Omega Interventions macht öffentlich auf das Burnout-Syndrom aufmerksam:
In unserer heutigen Ergebnisgesellschaft wird man von kleinauf zur Leistung erzogen. In der Hoffnung sich möglichst gut finanziell und gesellschaftlich zu positionieren, zwingen wir uns selbst zu unmenschlichen Leistungen. Wir verzichten auf Schlaf und Urlaub um es immer jünger immer weiter zu bringen. Doch wohin führt unser Streben? Was bringt uns das ganze Geld wenn wir als emotionale Krüppel einer entmenschlichenden Wirtschaft dienen?
OMEGA INTERVENTIONS hat es sich zur Aufgabe gemacht gegen diese Einstellung anzuarbeiten. [...]
Gestern hat sich einmal gezeigt, dass das ganze Web 2.0 auch unerträglich sein kann. Auf Facebook, Twitter und in anderen Blogs habe ich Sachen gelesen, gegen die meine eigene Entgleisung (für die ich mich hoffentlich gut genug entschuldigt habe) wie ein Sandkastenkuchen aussah. Auch heute noch handelt gefühlt jede fünfte Meldung in meiner Twitter-Timeline von dieser “Sache in Duisburg”.
Ich kann mich an kein Ereignis erinnern, bei dem die Gemüter so dermaßen hochgekocht sind. Ich habs dann ausgemacht, das Internet. Bin rausgegangen und habe noch eine wirklich gute und lange Unterhaltung gehabt.
Erstmal Abstand gewinnen. Dann können wir drüber reden.
Weitermachen.
Gestern ist mir, glaube ich, erstmals etwas ganz Dummes im Internet unterlaufen, und zwar via Twitter. Ich befand mich auf einer Demo, die die Bielefelder Subkultur wegen drohender Raumknappheit (insbesondere das Kulturkombinat Kamp e.V., deren aktuelle Situation der Auslöser für die Initiative war) unterstützen sollte, mit mehreren Live-Bands und einem Umzug “um den Block” (siehe Blogeintrag bei der NW).
Während der Demo roch es in der Luft eher nach Salzstangen statt nach Knüppeln und die paar abgestellten Polizisten hätten sich wahrscheinlich am liebsten selbst zu uns gesellt, anstatt Autos wegdirigieren zu müssen. Das war kein Gorleben, das war eine Präsentation von Kreativität, die sich aufbäumt.
Tja, und in all dieser Friedseligkeit ist mir dann das Folgende passiert:
Mit dem Handy online gegangen, um eben über diese Friedseligkeit kurz etwas zu twittern. Im Vorüberlesen der Timeline bemerkt, dass es bei der Duisburger Loveparade offenbar ein paar Tote gab.
Mein Tweet darauf: “Bei der Kulturkombinats-Demo. Keine Toten bisher.”
Jetzt bekomme ich erstmals Hassmails und Missgunstbekundungen wie ein Lobo. Vielleicht hätte ich noch ein hashtag “#friedlich” oder so etwas hinzufügen sollen. Egal.
Halten wir fest: Ich lese gerade eben erst, welche Ausmaße diese Massenpanik in Duisburg gehabt haben soll und bin darüber mit den Nerven am Ende.
Der Tag war bisher so toll. Und dann sowas. Mein Beileid allen Angehörigen.
Hammer-Clip: Broken Social Scenes “Meet Me In The Basement”, eine Reflektion auf den letzten G20-Gipfel, der in ihrer Heimat Kanada stattfand.