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Meine Grillen

Meine Mutter war früher (und ist es wahrscheinlich auch heute noch) schnell für das Grillen zu begeistern, wenn das Wetter einmal mitspielte und in meinem Vater urzeitliche Essenszubereitungsinstinkte wachgerufen wurden. Ihr Hauptargument dafür schien sie auch tatsächlich zu glauben: Es würde nicht soviel Arbeit machen wie das Kochen. Letztendlich war sie es dann, die das Fleisch marinierte, Salate und Saucen zauberte, Geschirr auftrug und später wieder abwusch. Mein Vater stand lediglich vor der Glut, wendete und aß mit.
Ich habe absolut nichts gegen Fleisch einzuwenden und mache hin und wieder gerne Witzchen über Vegetarier. Aber genau dieser Aufwand ist es, der mich Grillabenden gegenüber eher kaltlässt. Vor allem dann, wenn dieses im Sommer beinahe dreimal die Woche stattzufinden scheint und man so etwas auch gar nicht für sich alleine planen kann. Sollte man einen gemütlichen Abend – vielleicht zu zweit – bei knisternder Holzkohle, einem Glas Rotwein und Dämmerung geplant haben, irgendein Nachbar schaut immer vorbei. Auch wenn derjenige ansonsten nett sein sollte, bei solchen Gelegenheiten wäre er dann doch fehl am Platze. Aber wer Ruhe am Grill wünscht, ist selbst schuld, denn wer ein Feuer im Freien entfacht, um darauf Fleisch zu braten, der lädt stillschweigend alle anderen zum Mitmachen ein.
Nein, ich bin kein typischer Grillmensch.

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