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Reibekuchen-Normandie

Gestern abend stand ich mal wieder erneut vor einem mir fast unlösbaren Problem. Es galt, plötzlich entstehenden Hunger entgegenzuwirken. Aber das ist noch nicht der eigentliche, schwerwiegende Knackpunkt. Da trägt man eben den Ständer mit der frisch gewaschenen Wäsche aus der Küche und brutzelt sich flugs ein paar Reibekuchen.
Doch in der Regel brät man sich ja nicht nur zwei, damit sie schön nebeneinander auf dem Teller liegen können und darüber hinaus noch Platz für Apfelmus ist. Der Magen würde nur sehr kurz zufrieden sein. Nein, man lässt zunächst drei davon in der Pfanne schwitzen, schichtet diese übereinander auf dem Teller, und da die Kochplatte gerade an ist, erledigt man noch eine Lage, bis schließlich derer sechs Schichten auf ihre Verzehrung harren.
So setzt man sich, freudig in Erwartung auf Aufnahme einer Menge Stärke mit Fruchtzuckerzusatz, an den Esstisch und sieht sich mit einer vorher nicht bedachten Frage konfrontiert: Welchen esse ich zuerst?
Die Abkühlung, die die Reibekuchen erfahren, lässt Grund zu der Annahme entstehen, dass der oberste am heißesten und der unterste am kühlsten ist. Um also über die gesamte Dauer der Nahrungsaufnahme in etwa ähnliche Temperaturen im Mund zu erfahren, müsste man logischerweise den untersten zuerst essen.
Jetzt versuchen sie aber mal, die Dinger Stück für Stück untereinander hervorzubekommen! Ein in diesem Moment hinzustoßender Beobachter hätte vermuten können, ich stellte auf meinem Teller die Landung der alliierten Truppen in der Normandie nach (vor einer Apfelmus-Küste).
Die wahre Herkunft des Wortes Reibekuchen liegt nämlich an den zwischen diesen herrschenden Kräften. Ich wäre an Erfahrungsberichten interessiert, wie man diese Reibungskräfte verringern könnte bzw. über andere, erfolgreichere Techniken.

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