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Meine eigentliche Bestimmung

Bestimmt (Hoffentlich) bin ich ein adoptierter Prinz oder so. Bald nämlich wird so ein Alm-Öhi mit großer Kapuze zu mir hereingeschneit kommen und erzählt mir von meiner wahren Bestimmung: „Rouven, lang genug hast du dich herumgequält zwischen den Sterblichen. Ich muss dir etwas mitteilen, setz dich!“
Dann muss ich mich allerdings mal setzen, auf einen von den WG-Küchenstühlen, die hier überall herumstehen (Tod durch Genickbruch beim Kippeln!) und ihm mit weit geöffneten Augen anstarren. Klar, bis zu dem Zeitpunkt dachte ich, ich gehörte auch zu den Sterblichen, das merke ich schließlich ab und zu an einem Wochenendmorgen. Der Alm-Öhi beugt sich jetzt zu mir herunter , sieht mir ins Auge und spricht: „Du bist nämlich der Thronfolger derer von Dallmayr-Prodomo (oder so ähnlich). Tja, da guckst du, was? Fortan sollen deine Sorgen nur noch eine dumpfe Erinnerung an Zeiten voller Hunger und Entbehrungen sein. Komm einfach mit mir mit. Deine Feuerprobe hast du übrigens gut durchgestanden mit der Komparativlinguistik und wie das alles hieß. Was ist das eigentlich?“
Ich versuch’s ihm – immer noch ungläubig – zu erklären, aber er verdreht nur die Augen. „Komm“, sagt er und reicht mir seine Hand, „dorthin, wo wir hingehen, zeige ich dir ein paar richtige Zaubertricks, nich’ so’n halbwissenschaftlichen Kram.“
Er blickt mich an und grinst durch seinen Rauschebart. „Damit kann man prima Prinzessinen rumkriegen.“
Dann werde ich erfreut aufstehen und ihn begleiten…Ja, so wird’s sein. Vielleicht nicht morgen, vielleicht nicht übermorgen, aber demnächst.
Es muss auch nicht ganz genau so stattfinden, aber zu einigen Abstrichen bin ich bereit. Da bin ich gnädig mit meinen Erwartungen.

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