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Lockungen

Neulich abends gab es in der Uni ein Treffen des el§a. Dabei handelt es sich um so einen gruseligen Jura-Verband, der immer unter ganz fadenscheinigen Anlässen naives Volk in seine Reihen lockt. Das Motto dieses Meetings lautete anscheinend „Liebe“, da alle Anwesenden Herzchen mit ihrem Namen auf der Brust trugen und der Bereich, in dem sie sich über erfolgsverheißende Formulierungen in Klageschriften unterhielten, mit eben solchen geschmückt war. Ich stand ein wenig abseits und schaute diesem bunten Treiben ein paar Minuten zu, da bemerkte ich auch eine Tafel, auf der Mitwirkende des Abends ihre Sehnsüchte auf einer „In-and-Out“-Liste notieren konnten. Das Einzige, was ich aus meiner Distanz heraus erkennen konnte, war folgender Eintrag auf der „In“-Seite:
Rührei zum Frühstück
Ich beschloss natürlich, das einmal am nächsten Morgen auszuprobieren und kurz, nachdem ich mir den Schlaftalg vom Leib geduscht hatte, ließ ich zum üblichen Kaisermahl einem Ei in der Pfanne keine Ruhe. Danach setzte ich mich an den Esstisch und wartete.
Doch die Liebe klopfte nicht an die Wohnungstür. „Vielleicht findet sie auch einfach den Weg nicht“, dachte ich. Nach ungefähr einer Stunde vergeblichen Wartens musste ich mir dann doch eingestehen, dass derlei Lockungen wohl nur bei Juristen ziehen. Ich muss mir etwas anderes ausdenken. Morgen versuch’ ich’s mit Spiegelei.

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