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Hängen gegen’s Alleinsein

Begriffe, über deren Bedeutung meine Meinung der von anderen Leuten anscheinend entgegensteht, sind die der Einsamkeit und des Alleinseins. Wobei man allerdings noch unterscheiden müsste zwischen dem einsam sein und allein fühlen bzw. einsam fühlen und allein sein.
Ich behaupte für mich, dass ich eigentlich recht selten alleine bin. Das liegt daran, dass ich nunmal aus irgendeinem Grunde jede Menge Menschen kenne, sei es durch das WG-Leben, die Uni oder die mittlerweile doch recht holprig anmutende Vita. Das bedeutet aber nicht, dass ich mich nicht einsam fühlen könnte. Denn es gibt ja auch einige Leute, die sich zwar gerne über Trends in allerlei Gestalt äußern, aber nie am Seelenleben der Person Anteil nehmen wollen. Wenn ich mich zwischen Personen letzteren Schlags wiederfinde, ist das Einsamkeitsgefühl plötzlich ganz schnell vorhanden.
Aber ich kenne inzwischen viele, die diese beiden Begriffe genau umgekehrt benutzen. Liegt das Manko in meinem Sprachgefühl verborgen oder in deren? Und welche ist die korrekte Verwendungsweise? Hm.
Zwischen den beiden Gefühlen/Zuständen gibt es aber viele Nuancen und Abtönungen oder, wie man in den Geisteswissenschaften so oft zu Ohren bekommt, „die Grenzen sind da eher fließend“. Berühmt aus Film und Fernsehen ist zum Beispiel der Satz, es sei doch schön, „wenn man mal zusammen schweigen kann“. Da ist durchaus etwas dran.
Eine andere Variante ist die, wenn man gewisse, ansonsten nicht ausgesprochene Feststellungen über sein Gegenüber kundtut, ohne gleich mit Sanktionsmaßnahmen rechnen zu müssen. Das Beispiel par excellence hierzu:

Du, dir hängt da was!

Gut, dass es nette Mitbewohner gibt ;-)

Und da wir gerade das WG-Leben thematisch leicht angeschnitten haben: Fabelhaft sind die Erfindungen, die nach dem Verlassen der Toilette die dort nötige Frische für die Nachkommenden wieder herstellen. Ebenso wunderbar wären einige Neuheiten, die dafür sorgten, dass die bei der Entstehung dieser Gerüche manchmal mit einhergehenden Geräusche unterdrückt werden. Aber, wie gesagt, wir sind nicht alleine, auch außerhalb unserer vier Wände. Und es ist schön, wenn wir mal zusammen einfach nur dasitzen können und nichts sagen müssen.

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