Sichtweisen/Konnotationen
Geschrieben am 26 Mai 2005
Eine Bekannte (keine Namen hier) fühlte sich wegen einer kürzlich vorangegangenen Trennung emotional beansprucht und suchte Ausgleich für ihre Libido.
Sie rief daher einen Freund an, der ihr in dieser Situation offensichtlich gerne aushalf. Ihr Anliegen umschrieb sie am Telefon mit folgenden Worten:
„Magst du mich sehen?“
mit deutlicher (und wiederholter) Betonung des Verbs „sehen“. Eine nette Variante, Direktheit zu vermeiden, indem man einen anderen als den eigentlich gemeinten der fünf Sinne heranzieht. Das Auge isst nicht nur mit, es isst. Visuelles Verschlingen.
Vielleicht findet die Kirche daran gefallen, wenn wir bald zurück in bible-speech im Sinne von „Und Lot erkannte seine Frau und sie gebar ihm…“ verfallen *g*.
P.S.: Sprechen nicht auch gewisse Menschen aus Prüderie predigenden Religionen beim männlichen Glied von der „einäugigen Schlange“, wenn sich Geschlechtsverkehr vor der Ehe anbahnt?


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