Interkulturelle Kommunikation
Geschrieben am 22 Juni 2005
(neue Anekdote)
Ich empfand die verteilten Übungsaufgaben für die Studenten des Seminars „Kommunikationsanalyse“ bislang recht einfach. Manchmal sogar zu einfach. Was die Fremdsprachler betrifft, muss ich diese meine Meinung wohl einmal mehr revidieren.
Eine einfache Frage wie „Wie lautet die Definition von organisationeller Kommunikation nach Müller“ [Name geändert] stieß bei den Chinesinnen meines Tutoriums auf völliges Unverständnis.
Ich wies sie auf die Definitionen der Sekundärliteratur hin, das, was ich im dazugehörigen Blog geschrieben hatte, dennoch ließ sich kein Licht am Horizont der Einsicht blicken.
Letztlich – und es dauerte ca. fünf Minuten, bis ich es herausfand - haperte alles an einer formelhaften und einem deutschen Muttersprachler viel zu gewohnten Wendung. Komprimiert darstellen lässt sich die Irritation der Asiaten, wenn man das Verständnisproblem auf folgende Fragen reduzierte:
„Warum denn die Definition nach Müller? Wie heißt sie denn jetzt?“

