Selten bis einmalig
Geschrieben am 21 Juli 2005
Irgend etwas muss gestern passiert sein.
Zunächst waren die Beiträge beim gestrigen Poetry Slam allesamt erstklassig, hochrangig und ich habe mich einfach nur gefreut über ein solches geballtes Ausmaß an Kreativität. Und nicht nur, dass ich - noch völlig überwältigt von diesen Sinneseindrücken - mich dann aufgrund eines leider drohenden Abschieds von einer netten Person auf die Tanzfläche zerren ließ (was man – wer mich kennt, wird es bestätigen – in einem immerwährenden Kalender dick und rot eintragen kann), nein, im Anschluss daran soviel Bier trank, dass ich heute total neben mir stand.
Daraufhin bemerkte ich beim Rauchen auf dem Balkon, nachdem die Tür hinter mir in’s Schloss geschnappt war, dass ich ja gar keinen Schlüssel in der Tasche hatte. Auch dies war eine Premiere, ist mir diese Situation doch in den drei Jahren, die ich hier wohne, bislang erspart geblieben. Aber ausgerechnet heute musste ich natürlich auch ohne Handy dort stehen, konnte also nicht einmal die entfernten Mitbewohner um Hilfe antelefonieren. Ich hätte mir ja andernorts die Zeit vertreiben können, aber ich wollte auch kein Geld ausgeben, um mir erstmal bei Deichmann Schuhe zu besorgen.
Seltenes, Einmaliges, es liegt etwas in der Luft. Mal gucken, was als Nächstes kommt. Ich bin schon ganz neugierig.


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