Lost In Translation
Geschrieben am 28 August 2005
Ich hab’ mir gerade eine Erklärung zurechtgebastelt, warum es eigentlich so einfach ist, in der vorlesungsfreien Zeit an japanische Musik zu gelangen: Die Jungs (und selbstverständlich auch Mädels) da hinten haben einfach dann Feierabend, wenn ich wach werde und online gehe.
Neulich wurde mir der Hinweis zur Music-Map gegeben und ich habe natürlich sofort ein wenig damit herumgespielt, halt ein paar Dinge eingegeben, die ich mag. Darunter befanden sich auch Namen wie Pizzicato Five oder Cornelius, also Künstlernamen, mit denen unser indoeuropäisch geprägtes Sprachvermögen noch ganz gut klar kommt.
Die Ergebnisse, die man aber dann geliefert bekommt, sind die wahre Vokalholperpracht. Seitdem teile ich mir Suchen nach Musik von Menschen wie Yoshinura Sunahara oder meiner neuen Liebe Takako Minekawa, deren - eindeutig hörbar - Cornelius-inspiriertes Album „Fun 9“ hier nur noch in einer permanenten Schleife läuft. Insbesondere der Song Plash hat’s mir angetan. Gott („gibt’s dich doch?“), ist das gut!
[Hmm, wenn das für unsere/ meine Hörgewohnheiten so außergewöhnlich ist, frag’ ich mich: Wo hört man wohl deutsche Musik gerne wegen ihres exotisch anmutenden Klangs? Tja, analog zur Zeitverschiebung Deutschland-Japan vermutlich in Tonga oder Tuvalu. Interessanter Gedanke eigentlich…]

