Unruhig am siebten Tag
Geschrieben am 30 Oktober 2005
Verkaufsoffene Sonntage sind ziemlich anstrengend, wenn das Wetter dazu auch noch gut ist. Lauter merkwürdige Menschen bevölkern die Fußgängerzone und es ist interessant zu beobachten, wie die Leute mit ihrem vermeintlichen Hang zur Individualität sich alle mehr oder weniger bewusst gegenseitig kopieren. Die Mitbloggerin und ich beobachten schon seit Tagen den aufgepoppten Trend, dass Frauen ihre Jeanshosen in fast kniehohe Stiefel stecken. Hätten wir eine Strichliste geführt, wie oft sich das Phänomen vor unseren Augen in immer anderer Form realisiert, besäßen wir nun Papiere voll mit Lattenzäunen.
Interessant ist übrigens nebenbei bemerkt, dass z.B. Burda der Hose weniger Bedeutung beimisst als der Fußbekleidung, indem sie dort die „Stiefel-Jeans“ anbieten.
Ein weiterer Nachteil der verkaufsoffenen Sonntage: Zu den vielen Leuten gesellen sich auch zuviele „cruisende“ Idioten mit ihren Autos, die dem Volk in der Sonne nur zu gerne ihre Boliden vorführen möchten. Dass sich das nicht verträgt, durften wir über dem an der Frischluft genossenen Essen bemerken, als ein Kind angefahren wurde, was ein heilloses Durcheinander an einer schlecht zu überblickenden Straße nach sich zog.
Etwas später, zuhause angekommen, hörte ich dann, wie die Nachbarin von einem Auto vom Fahrrad geholt wurde. Momentan höre ich wirklich etwas oft von Verkehrsunfällen in meinem Umfeld.


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