Zeitunglesen beim Theekochen

Geschrieben am 7 Januar 2006

Frühmorgens lese ich
in der Zeitung
von epochalen Plänen

Des Papstes und der Könige,
der Bankiers und
der Ölbarone.

Mit dem anderen Auge bewach ich
Den Topf mit dem Theewasser

Wie es sich trübt und
zu brodeln beginnt
und sich wieder klärt

Und den Topf überflutend
das Feuer erstickt.

(Bertolt Brecht)

Tja, und nichts anderes habe ich heute den halben Tag lang getan: Zeitung gelesen, mich über die Meldungen darin aufgeregt und Teewasser kochen lassen. Geschlagene fünf bis sechs Stunden lang.
Klingt nach der genau richtigen Beschäftigung für einen Start in den Tag, nachdem man mit der Kommilitonin wenige Stunden zuvor noch die Nacht zu einem eben solchen gemacht hat. Sollte man meinen.
Das ist es aber nicht, wenn man sich dazu bereit erklärt hat, einem Freund bei der filmischen Interpretation dieses Gedichts als Protagonist zugesagt hat, als Einziger vor der Kamera steht und den Anweisungen und Ideen von fünf weiteren Menschen dahinter gehorchen will. Nun gut, es war schon sehr spaßig, aber ich selbst soo unheimlich übermüdet ["Du hättest es besser wissen müssen!" - Ja ja *g*]?
Stolz bin ich im Nachhinein nicht auf die schauspielerische Nullnummer, zumal es mir schlecht möglich war, Aufregung und Wut mimisch und gestisch darzustellen (der Ton war wohl nachrangig). Dann hoffe ich mal auf die Schnittkunst der Ausführenden. Der Freund eröffnete mir dann nämlich noch, dass er den Kurzfilm beim UniVideomagazin im Ringlokschuppen unterbringen will. Und ob er beim Publikum dann wohl neben Reizüberflutungs-Projekten wie der BA-Arbeit von Marc bestehen wird?
Oha.

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  1. backgrounds wallpaper Juli 18, 2006 7:36

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