Sprache = Physik, Bio etc. pp.
Geschrieben am 10 Januar 2006
Ich find’s ganz fürchterlich, Sprach- als Naturwissenschaft hinzustellen, damit man bessere Chancen hat, an mehr Forschungsgelder zu kommen (nur, weil man öffentlich dann darin mehr Sinn zu sehen scheint).
Ist ja schon erstaunlich, bei uns an der Fakultät messen zu können, dass bei Rezipienten unterschiedliche Gehirnregionen “feuern”, wenn man sie in einem Fall beim Vornamen, im anderen mit Appellativen anspricht. Und zwar bei unterschiedlichen Muttersprachlern in wiederum deren Sprachen. Schön. Einmal mehr wurde bewiesen, dass man kognitiv selbst beim Hören etwas leisten muss. Und sonst? Kopf aufschneiden und nachlesen geht bekanntlich nicht.
Aber ja, natürlich. Sprachen sind naturwissenschaftlich zu untersuchen. Und Glück ist bloß eine höhere Ausschüttung von Serotonin…
(vorübergehendes Auskotz-Gefühl, ist hoffentlich gleich wieder verschwunden)


das war aber ne grosse Laus, die Dir da über die Leber gelaufen ist, hm ?
Ach, klingt schlimmer, als es ist
sprache kann man ja sehr wohl AUCH naturwissenschaftlich untersuchen. schall ist ja wohl physik und somit NW. ebenso elektrische spannung. auch NW. fraglich ist lediglich, ob das ausreicht. ansonsten kannste gleich die ganze psycho- und neurolinguistik (mit den entsprechenden MPI’s in leipzig und nijmegen) in die tonne treten.
du schreibst das doch hier nur um mich zu ärgern, du schuft!
Na klar
Nein, man kann Sprache nicht naturwissenschaftlich untersuchen, man kann sich nur gewisser Methoden anderer Disziplinen bedienen (soziologischer, mathematischer usw. usf.), um gewisse Aspekte von Sprache näher zu beleuchten…
P.S.: Bloßer Schall besteht aus Phonen, in die noch kein Geist eine Bedeutung hineininterpretiert hat!
na gut, dann erklär das demnächst mal nem geisteswissenschaftler.