Übrigens: mein Mobil-Anbieter hat mir ja - beinahe vorzeitig, ohne es zu wissen - ein kleines Geburtstagsgeschenk bereitet (natürlich nicht ganz selbstlos, wo kämen wir denn da hin?).
In Konkurrenz zu anderen Anbietern, die mittlerweile mit Homezones und dergleichen auf den Markt drängen, fühlte er sich offensichtlich unter Druck gesetzt und wollte nachziehen.
Die Folge davon ist u.a., dass ich nunmehr das schmucke Sony Ericsson V600i in der Hand halte, das anscheinend, so wie es sich mir gerade darstellt, unglaublich viel kann (!).
Vielleicht hätte ich vorab dazusagen sollen, dass ich von derzeitigen Standards keine Ahnung habe, aber wenn mir für den gleichen monatlichen Tarif wie bisher ein Ding angeboten wird, mit dem ich telefonieren, Musik hören, Photos machen, zwischenzeitig bei EBay meine meine An- und Verkäufe tätigen kann, sogar E-Mails empfangen und schreiben möglich ist, dann…ja dann bin ich in meiner Begeisterung wohl auf dem besten Weg zu “Johnny Mnemonic” (für Leute, die den Film nicht kennen, sei hier kurz darauf hingewiesen, dass er heute, Samstag, 01.04, um 22 Uhr auf Kabel1 zu sehen ist).
Ich hatte tatsächlich auch mit dem Gedanken gespielt, zu “mobloggen”, aber nach Durchsicht sämtlicher Foren zum Thema scheint mir das nicht so ganz einfach zu konfigurieren zu sein. Wo bitte ist bzw. gibt’s die sogenannte mms.php-Datei usw. usf.?
Wenn mir also kein anderer mobloggender und b2evo-versierter Mensch weiterhilft, wird’s wohl beim normalen Textblog bleiben (mit dann und wann mal ‘nem Foto aus der Kamera).
Ich bin ein stiller Rebell. Leise halte ich mich unter dem Volk auf, doch niemand darf mir Einblicke in sein intimstes gewähren.
Denn ich bin eine Plaudertasche und verrate sofort geheimgehaltene Riten z.B. über die Geschlechtergrenzen hinaus.
Frau fragt sich vielleicht manchmal, was so auf Männertoiletten an öffentlich zugänglichen Orten geschieht, und weiß auch oftmals nicht, was über sie gesprochen wird, wenn sie in der Not kurz dort war und nur Pfiffe geerntet hat und dümmste Sprüche.
Vor kurzem kehrte ich in eine Gaststätte ein, die ausnahmsweise eine Lesung für einen Abend beherbergte. Ansonsten sind dort wohl eher Fußball-Events zu erwarten. Das schloss ich dann aus diesem unappetitlichen Anblick:

P.S.:
Ein von einer Bekannten aufgeschnapptes Gespräch wird von mir natürlich auch sofort in die Welt gelassen.
A: “Ach so, du bist also immer freitags auf der Jagd. Und? Erlegst du denn immer dein Ziel?”
B: “Nee, das nicht. Aber irgend’ne Sau trifft man ja immer…”
Nach der heutigen Frühjahrsputz-Aktion hätte ich dem Selbstbelohnungs-Croque beinahe einen Namen gegeben, so sehr mochte ich ihn.
Ganz selbstlos gab er mir wieder Kraft. Liebe geht eben doch durch den Magen.
Hach, ich hatte ihn zum Fressen gern…
Kann sich noch jemand erinnern, wie ich mich hier einmal über die fiesen Call-Center ausgelassen hatte?
Der damalige Ärger beruhte auf konkreten Erfahrungen, die ich kurz zuvor mit einem dieser Betriebe der fiesen Variante gemacht hatte. Mit Lotterielos-Aufdrängung am Telefon und so.
Für mich selbst war aber der finanzielle Schaden, oder besser gesagt, die finanzielle Nullnummer nicht so dramatisch wie z.B. für meinen Bruder, der dort echt lange gearbeitet hatte, während man ihn auf die Fertigstellung der Arbeitsverträge vertröstete.
So konnte man ihm dann auch recht leicht mitteilen, dass er nicht mehr kommen brauchte, weil er keine gute Quote erreichte. Jedenfalls keine so guten Verkaufszahlen wie andere, die dort teilweise Omis am Telefon bedrohten, jetzt mal die Kontonummer herauszurücken (habe ich live miterlebt).
Er hatte natürlich den vorab mündlich vereinbarten Stundenlohn nie erhalten, tat aber ein Internet-Forum der Firma auf, in dem er seinem Ärger Ausdruck verlieh.
Ich gebe mal die Diskussion hier anonym wieder, weise aber einmal mit Nachdruck auf den zweiten Kommentar eines “Gastes” hin, der sich tatsächlich dort so und ohne weitere Erkennungsmöglichkeit angemeldet hat.
Der Herr Bruder meinte, ich sollte den Namen der Firma mal lieber nicht nennen (bzw. das Forum verlinken), sonst gäb’s noch Rufmord-Geschichten, oder so.
O.K., hier der Inhalt des Threads:
Titel: Verbesserungsvorschlag
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Gast 16.03.
Guten Tag,
mein Verbesserungsvorschlag für (Firma X) wäre, daß sie ihre ehemaligen Mitarbeiter auch mal ausbezahlen, anstatt nur leere Versprechungen zu machen. Wenn dies bald nicht passieren sollte, kann sich die Firma X auf einen extra Aufschlag in Form von Anwaltskosten plus Zinsen des verbleibenden Betrages vorbereiten.
Hochachtungsvoll,
(Name des Bruders)
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Gast 23.03.
Ich würde sagen - SELBER SCHULD wenn man so doof ist!!!
Da hat man in keinem Unternehmen eine Chance wenn man so dämlich ist und sich keinen Arbeitsvertrag aushändigen läßt und schön vom Arbeitsamt kassiert und den Staat beischeißen will - da hat man bei solchen Unternehmen natürlich die Arschkarte gezogen da mußt Du inne Pommesbude arbeiten.
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Ein Nickname (Gast) 24.03.
… mmmmm interessant und vieleicht hast du auch recht, aber er hat mindenstens der Mut gehabt der richtige name zu schreiben was von dir nich sagen kann … einen konstruktivere Antwort mit einen user name wäre einfach serioser und wilkommener …
Prinzipile einen “anonymen” angriff ist einfach forum SPAM, also bitte lass es.
Auserdem wen der arme keinen Geld gekriegt hat ist doch normal sauer zu sein oder??
bin gespant auf einen discussion (sonst ist der forum “etwas” leer )
schoene Wochenende
“Nickname”
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Gast 26.03.
Ich empfinde die Antwort auf meinen Eintrag als eine dreißte Unterstellung, die nicht der Realität entspricht.
MFG,
(Name des Bruders)
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THREAD-ENDE BIS DATO
Seid gewarnt, meidet kommerzielle Call-Center, erzählt es lieber allen und tragt Euch in die Robinson-Listen ein, damit man Euch von dort nicht anrufen darf.
Wo sind die Simpsons?
Was ist das da für’n riesengroßer Sch*?
*auf-den-Boden-stampf*
…wollen wohlüberlegt sein!

Ich guck ja nicht oft bei Amazon rein und stöbere dort herum, und dementsprechend karg ist auch mein dortiger Wunschzettel ausgestattet.
Noch besser gestalten sich dann aber die Empfehlungen, die der Laden mir gegenüber zum Kauf ausspricht.
“Sakrileg” von Dan Brown interessiert mich zum Beispiel nicht die Bohne, und was bitte soll ich mit dem “Bürgerlichen Gesetzbuch”? Ich kann mir angenehmere Bettlektüre vorstellen.
Sophie Kinsellas “Göttin in Gummistiefeln” klingt auch nicht gerade spannend. Amazon verkennt meinen Geschmack offenbar völlig.
Dabei ist mir aber aufgefallen, dass es dort neben der Funktion, Titel auf seinen Wunschzettel zu setzen, mittlerweile eine neue gibt:
Nun gut, ich glaube ja nicht, dass dieses Ereignis in naher oder überhaupt irgendeiner Zukunft auf mich zukommen wird, aber ich könnte mir ja einfach spaßeshalber mal eine anlegen.
Damit ich, wenn ich gar nicht mehr damit rechne, womöglich von meinem andersdenkenden Ich aus der Vergangenheit mit merkwürdigen Geschenken überrascht werde.
Wie war das doch gleich?
§ 1297 Abs.1 BGB: “Aus einem Verlöbnis kann nicht auf Eingehung der Ehe geklagt werden.”
Puh, gut zu wissen (für den Fall, dass).
Neulich hat doch Natalie Licard auf Nachfrage von Harald Schmidt von einer französischen Redensart berichtet, die man sich so sagt, wenn man sich viel Erfolg wünscht, also, gebraucht wird im Sinne vom deutschen “Ich drück’ dir die Daumen” o.ä.
Bei der gleich darauf - von Herrn Schmidt improvisierten - folgenden Übersetzung musste ich aber derart in mich hineinschmunzeln, dass ich mich kaum auf die restliche Sendung konzentrieren konnte.
Leider konnte ich nicht gut verstehen, was sie dort auf Französisch von sich gab. Seit dem letzten Unterrichtstag in dieser Sprache sind mittlerweile dreizehn Jahre in’s Land gegangen, lesen und vorlesen kann ich es immerhin noch ganz gut, bloß mit dem auditiven Verstehen einer schnell sprechenden Muttersprachlerin hapert es immens.
Zum Glück kenne ich aber mehrere Menschen, die dieser Sprache mächtig sind.
L. aus Toulouse gewährte mir gestern einen erhellenden Einblick. Auf direkte Anfrage hin, was man denn in seiner Heimat in diesem Fall zueinander wünscht, wurde mir exakt die Redewendung aus eben besagter Sendung geliefert, die ich mir sofort aufschreiben ließ:
Auch die situations- und sinngemäße Übersetzung seitens Harald Schmidts wurde von allen Befragten befürwortet (und diese wird hier jetzt wahrscheinlich von größerem Interesse sein).
Sie lautet: “Mir zieht’s die Haut vom Arsch!”
Interessant, nicht wahr? Das stelle man sich mal im Deutschen vor.
“Viel Glück bei der morgigen Prüfung, toi, toi, toi, und übrigens…mir zieht’s die Haut vom Arsch!”
Wie das bei Redewendungen so ist, lässt sich irgendwann einmal, je fortgeschrittener der Gang der Zeit und je konventionalisierter sie ist, deren Ursprung nicht mehr so recht festmachen. Aber die Vermutungen gingen in die Richtung, dass der Franzose dieses wohl ironisch meint, wenn er auf das Phänomen des Sonnenbrandes im Urlaub hinweist.
Nun ja, eindeutig werden wir das wohl nicht mehr herausbekommen. Aber mit dem “Daumen drücken” ist das schließlich auch nicht anders.
Die Drei von Puddingsatt reden im Podcast über den Boom von Partnerbörsen und deren ungeheure Umsätze, dass es mittlerweile ganz normal zu sein scheint, diese Dienste in Anspruch zu nehmen, sogar bekannte und vernunftbegabte Wesen dort zu finden seien.
Zugegeben, auf Anregung einer in diesen Breiten ebenfalls auffindbaren und bestimmt nicht näher genannt werden wollenden Person hab’ ich mich auch mal spaßeshalber mit einem Pseudonym ausgestattet auf etwas in derart eingelassen. Dabei drehte es sich aber um die Umsonstklitsche von EinsLive, dort wurde eigentlich nur geflirtet und die Dates, die darauf folgten, waren die schiere Katastrophe.
Worüber Puddingsatt reden, sind aber – glaub’ ich zumindest – die Bezahlvarianten à la NEU.DE, bei denen man vorab Profile („Raucher“, „Schlafe bei offenem Fenster“ u.ä.) anlegen muss, woraufhin irgendein dubioses Programm vermutlich Wahrscheinlichkeiten errechnet und Idealpartner vorschlägt.
Bislang erschien mir das alles ziemlich entwürdigend und ich konnte mir nur mit sehr viel Phantasie ausgestattet vorstellen, dass man sich auf diese berechnende Weise verlieben konnte, insbesondere wenn man sich dann das erste Mal gegenüber steht und in die Augen sieht.
Eben gerade lief aber ein Beitrag zum Thema bei der ARD-Sendung Polylux, in dem Menschen interviewt wurden, die über eben besagte Börsen ihren Lebenspartner gefunden hatten. Sie berichteten davon, dass es ihnen auf den Verliebtheitsmoment gar nicht ankomme, sondern sie lieber nach der Vernunft aussuchen würden. Das „Verliebtsein“ stünde der Partnerschaft sogar im Wege.
*schreck*
Polylux sieht darin eine mögliche Tendenz zurück zur Vernunftbeziehung, die (nicht nur) in unseren abendländischen Breiten schon vor Industrialisierungszeiten vorherrschte und die zwischenzeitig – u.a. durch Romantik, Emanzipation usw. - unterbrochen wurde.
Die neuen Medien würden es ermöglichen, wieder eine Art „Arrangierung“ von Beziehungen zuzulassen.
Oder überhaupt eine freiwillige Aufgabe der Selbstbestimmung, sage ich. Vielleicht sogar hin zur Institutionalisierung von Partnersuchen.
Ich glaube, ich selbst bin in dieser Hinsicht zu sehr Romantiker, als dass mich damit anfreunden könnte.
(P.S.: Tutoriumsteilnehmerinnen von mir haben mich angequengelt, mal bei yooliety.de teilzunehmen, einer ganz fürchterlich abstoßend aufgemachten Flirtbasis, ins Leben gerufen von ekligen Großraumdiskotheken. Das müsst ihr euch mal ansehen. Ich vermute mal, dass sich dahinter nichts weiter verbirgt als die Absicht, dass die Teenies, die sich dort herumtollen und quatschen, während ihrer virtuellen Hochgefühle ein positives Image der Betreiberdiscos miteinprägen sollen. Oder so.)
EDIT: Na toll. Jetzt werde ich in den Kommentaren sowas von zugespamt von eben diesen Partneradressen, dass ich fast nicht mehr dagegen ankomme…
Wieder ein Google-Referrer zum Bemitleiden. Ein Mensch, der Antwort auf die Frage
nach wie vielen tagen erscheinen die jungen zum ersten mal vor dem bau ?
suchte, erhielt hier auf dieser Seite keine erhellenden Einblicke.
Aber ich gebe mein Bestes und schaffe Inhalte.
Nun denn, wann verlassen die Jungen also zum ersten Mal den Bau? Das variiert teilweise von Spezies zu Spezies sehr stark.
Beim Homo sapiens sapiens soll sich der Zeitpunkt soziologischen Berichten zufolge immer weiter nach hinten verlagern, und gerade unter den Studenten erfreut sich das Hotel Mama größter Beliebtheit.
Das mag mit der Erhebung von Studiengebühren zusammenhängen, womöglich auch mit der Einführung von Bachelor-Studiengängen. In letzteren ist es den Studenten nämlich ganz und gar unmöglich, neben dem vielen Auswendiglernen Zeit für Dinge wie Kochen, Wäsche waschen oder sogar Liebesleben aufzubringen.
Geschweige denn einen Gedanken für eigene vier Wände…


