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Das Frühjahr nervt

Oha, es wird wärmer und es rattert und rumort in den Rabatten. Was sollen die Sorgen der Familienpolitik?

Der Frühling kommt mit aller Wucht und permanent wird man damit konfrontiert, dass allerorten Hormonschübe für neue, traute Zweisamkeiten sorgen. Nirgends kann das Auge ruhen, ohne auf grünes Gras mit Blumen drauf und Herzchen usw. in der Werbung zu stoßen. Die Leute rennen in die Fitnesscenter, weil dort mit Slogans wie „Nackt besser aussehen!“ geworben wird, in der Hoffnung, dass jetzt bald mal was passiert. Andere beginnen wieder damit, ihre Schmalspur-Boliden in Endlosschleifen durch die Straßen zu bugsieren, um dabei mit überlautem Itze-itze-itze-Techno auf sich aufmerksam zu machen („Ja, ich muss doch die Fenster runterkurbeln, sonst fällt die Heckscheibe von dem Druck raus!“).

Was dabei meist außer Acht gelassen wird ist, dass eben das Mehr an Sonnenlicht und Wärme, die dadurch hervorgerufene Botenstoffflut zu mancherlei zwischenmenschlichen Irrungen, Wirrungen führt, die sich gar nicht so rosig darstellen wie der allgemein herrschende Eindruck über diese Jahreszeit.
In meinem seit geraumer Zeit rapide anwachsenden Bekannten- und Freundeskreis gibt es allerlei Negativbeispiele für Beziehungsstress. Schnell werden bestehende Partnerschaften auf’s Spiel gesetzt, und die Affäre hält dann auch nicht lange („Ach weißt du, irgendwie bist du mir doch nicht attraktiv genug.!!!).
Fazit: Alle sind unzufrieden. Und ich als Freund muss mir den Schmarrn hinterher anhören (aber ich Depp frag’ ja auch immer nach).

Ich bin für eine Entzauberung des Frühlings. Arbeitet lieber alle. Oder seid kreativ. Wie nannte man das doch gleich? „Triebsublimierung“, glaub’ ich…

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