Zurüruck zum Inhalt

Black Hole Blank Canvas

Wieder einmal muss ich fluchen. Ich betrachtete mich bislang als einen ziemlich großen Fan der Gruppe Motorpsycho, kenne sie seit 1994 und seitdem ist mir eigentlich keine Veröffentlichung ihrerseits entgangen und ich habe mehrere Konzerte von ihnen gesehen, scheute mich manchmal auch nicht, dafür längere Fahrten auf mich zu nehmen (Nun gut, die Zeiten mit mobiler Flexibilität sind vorbei). Ganze 15 Alben inkl. einiger EPs reihen sich in meinem Regal aneinander. Ja, die Jungs sind unwahrscheinlich produktiv, mal abgesehen von den letzten drei Jahren, in denen man nichts mehr von ihnen hörte.

Letzte Woche erschrak ich dann aber, als Nachbar Jupp (a.k.a. Michael) mir erzählte, er fahre auf ein Konzert nach Münster. Er wolle sich Motorpsycho ansehen und -hören, da sie ihr neues Album auf einer Tour präsentierten.
Da war’s dann vorbei mit meiner Jugend. Wenn ich das alles nicht mehr mitbekommen hab’, was mag sonst noch an mir vorbeigegangen sein?

Immerhin läuft jetzt das aktuelle Doppelalbum “Black Hole/ Blank Canvas” seit geraumer Zeit in meiner Hütte, und es werden Erinnerungen an die alten Zeiten dieser Band in mir wachgerufen: Hier wird gebraten, was das Zeug hält, Reminiszenzen an Led Zeppelin, Black Sabbath, Kiss usw. am laufenden Band geliefert (insbesondere auf CD1). Schön, dass das heutzutage noch jemand im modernen Geräuschgewand wagt.

[An dieser Stelle ein kurzer Einschub: Oft spricht man, ich auch, von einem Sound-“Wall” oder einer Sound-“Wand”, wenn man förmlich erschlagen wurde von dem, was aus den Lautsprechern da auf einen zukommt. Aber Wände und Wälle sind ja eigentlich recht statische Dinge, die ja gerade dafür geschaffen wurden, voneinander zu trennen oder Widerstand zu leisten. Der Effekt, der meistens beschrieben werden soll, ist aber der der Ohnmacht gegenüber den Sinneseindrücken. Ich werde mir ab nun vornehmen, das genaue Gegenteil zu verwenden, nämlich die Sound-“Flut”]

Immer wieder wurde im Fan-Umkreis über das Hippie-Wischiwaschi oder den entsetzlichen Pop der letzten Alben gewettert, ich konnte mich dennoch mit dieser Art Musik anfreunden. Man will ja nicht ewig auf der gleichen Stelle herumtreten. Die aktuelle 2. CD liefert auch für Freunde diesen Stils ein paar Beispiele, wie meinem – bis jetzt – vermuteten Lieblingsstück “You Lose”.

Mal sehen, vielleicht kann ich mich noch mehr dafür begeistern, bis jetzt schildere ich nur einen allerersten Eindruck. Und…aus purem Fandome, dass es für mich persönlich das bestimmende Album für das Jahr 2006 sein könnte.

Einen Kommentar schreiben

Ihre Email wird NIE veröffentlicht oder weitergegeben. Benötigte Felder sind markiert *
*
*


Fatal error: Call to a member function return_links() on null in /www/htdocs/w009b2a2/blog/wp-content/themes/veryplaintxt4/veryplaintxt4/footer.php on line 29