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Rather Ripped

Seit einigen Tagen höre ich nun andauernd im Hintergrund viele, viele Dinge von Sonic Youth. Ursache dafür ist das Erscheinen des Albums “Rather Ripped”, das mich hinsichtlich seiner Melodiösität regelrecht überrascht.
Dass ich ein Sonic Youth-Album einmal für charttauglich befinden würde, daran hätte ich damals, als wir im Ur-Freundeskreis erstmals durch “Teen Age Riot” und “Youth Against Fascism” mit ihnen bekannt wurden, nie im Leben gedacht. Dabei waren das noch Vertreter für eingängigere Stücke dieser Konstellation.
Doch nun das hier: Der funky Sound von “Rats”, die elegischen Klänge bei “Turquoise Boy”. Werden hier noch die selbstauferlegten Regeln eingehalten, die einem künstlerischen Manifest (nachzulesen im entsprechenden Wikipedia-Artikel) gleichen?

Der Autor dieses Artikels beschreibt dann übrigens auch einige Zeilen darunter, was den eigentlichen, eigentümlichem Klang der Band ausmacht:

Der Sound von Sonic Youth sprengt die Grenzen und widersetzt sich der Logik konventioneller Rocksongs. Viele Werke ähneln daher in ihrem Aufbau eher klassischer Musik, […]

Nun ja, einige Unlogik ist auf der neuen Platte noch zu vernehmen, aber auch hier ist – wie neulich bei Blumfeld – eindeutig eine Weiterentwicklung bemerkbar. Und ich und meine Ohren können damit sogar ganz hervorragend leben.
Weit über 20 Alben, 25 Jahre Bandgeschichte, machen selbst vor graduierten Künstlern nicht Halt. Der Namensbestandteil “Youth” will neu semantifiziert werden. Und während der kleinen Online-Recherche ergibt sich dann, dass der weibliche Part der Band, Kim Gordon, nur ein Jahr jünger ist als meine Mutter.

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