Chaos und Codes

Geschrieben am 13 September 2006

Man wird schon ziemlich argwöhnisch beobachtet, wenn man als studentische Brillenschlange in Bereiche eindringt, in denen sich Leute aus allen Gesellschaftslagen einfinden, um etwas mehr Geld zu bekommen, als es ihnen die Arbeitsagentur böte. Noch dazu, wenn man von einer Fremdfirma kommt, und den Arbeitgeber teurer zu stehen kommt.
Aber was tut man nicht alles, um an die einem selbst verbleibenden 8 Euro pro Stunde zu gelangen. Konspirative und - teilweise - recht restringierte Kodes herrschen dort vor, und wie wir aus den Linguistikseminaren wissen, hat man meistens dann mehr Erfolg, wenn man in der Lage ist, in diese hineinzuswitchen und mit ihnen zu kommunizieren.

Ein Kollege dort meinte zu mir, nachdem ich ihm meinen Studiengang erläuterte: “Ach, dann triffst du hier bestimmt auf allerhand Interessantes zum Hören. Schon ‘nen Tonbandgerät besorgt?”
Gute Idee eigentlich, aber ich glaube nicht, dass ich so weit gehen würde. Vielleicht taucht aber hier und da mal ein Bericht auf.

Ein Tonbandgerät würde jedenfalls nur stören. Das Chaos, dass dort herrscht, ist nämlich enorm und es heißt, Augen auf zu halten. Ab und an fühlte ich mich bereits an den alten Kurzfilm “Gabelstapler Klaus” erinnert:


(obwohl, in diesem Lager dort im Video sieht es wesentlich ordentlicher aus als in dem, in dem ich z. Zt. arbeite)

Wohlan, ich muss dann mal wieder los. Bis später.

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3 Kommentare bis jetzt
  1. b. September 13, 2006 10:42

    mal abgesehen davon, dass einfach so tonband-mitlaufen verboten ist.

    aber da fällt mir was ein… lass uns mal kaffee trinken (talk-at-work studies klingeln in meinem kopf).

    bald?

  2. Rouven September 16, 2006 11:51

    Ja, bald. Dienstag inner Uni, würde ich sagen.

  3. [...] ich auch selbst einmal einen kurzen Einblick in haarsträubende Arbeitsbedingungen (siehe hier und hier). Die Berichterstattung Wallraffs dient vor allem dazu, denjenigen, die davon überhaupt keine [...]


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