By The Rivers Of Babylon
Posted on Oktober 7, 2006
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Wer immer noch bedauert, dass Deutschland nie eine große Kolonialmacht gewesen ist, der sei beruhigt: Frank Farian arbeitet noch
Bin ich denn allwissend?
Posted on Oktober 6, 2006
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Ob ich wüsste, dass man, wenn man beabsichtigt, in den Ostmannturm (der ja bekanntlich der Freimaurerstiftung gehört) einzuziehen, “irgendwie missioniert” werden würde.
“Ja, klar,” hätte ich sagen müssen, “Aber auch nur, weil ich Freimaurer bin. Ich erzähl dir alles über die, pass mal auf…”
Und dann hätte ich mir ein paar schöne Geschichten aus der Nase ziehen können. Ach, Mist. Beim nächsten Mal.
Bin ich ein typischer Blogger?
Posted on Oktober 6, 2006
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Das ist eine Frage, die ich mal ganz klar verneinen würde, denn es ist ja eher die Seltenheit, dass ich im Web über das Web schreibe, so wie es die meisten Blogger immer wieder gerne tun.
Dennoch, was ich beinahe wieder völlig verdrängt hatte, der WDR will offensichtlich jetzt einen Beitrag über Blogger drehen. Ausgerechnet mit mir als Hauptperson.
In memoriam
Posted on Oktober 5, 2006
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Oskar Pastior ist gestern gestorben.
Na, na, na!
Posted on Oktober 5, 2006
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Das hier ist aber nicht die feine, seriöse Art, sich bei den Abstimmungen nach vorne zu katapultieren. Da wird die selbst angepriesene, “hohe Glaubwürdigkeit” doch glatt ausgehöhlt.
Mal davon ab: Dieser Award hat ja ganz schön viele Sponsoren. Und ich kenne keinen einzigen davon. Und als Schirmherren Edmund Stoiber? Oha. Will man so einen Preis tatsächlich von so ‘nem Spalter entgegennehmen?
title_10
Posted on Oktober 5, 2006
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Ginge es nach den Naturalisten (der radikalen Variante der der Realisten) dann müsse die Kunst sich der Natur stark annähern, oder, wie Arno Holz es einmal mit seiner Formel „Kunst = Natur – X“ darstellen wollte: Das X müsse möglichst klein ausfallen, um die Wirklichkeit möglichst exakt abzubilden.
Was diesen Unbekannten X dabei im besonderen ausmacht, mag uns hier nicht interessieren, denn seien wir ehrlich: Wären die Resultate, wenn sich alle Künstler danach richteten, nicht sterbenslangweilig? Richtig.
Ob Expressionalismus, Surrealismus, Kubismus, bereits in der Folge möchte man meinen, die Kunstobjekte beinhalten eher die Formel „Kunst = Natur + X“, als hätte die Künstler der Realität noch etwas hinzugefügt, und sei es ihre eigene Sicht der Dinge. Besonders spannend gestalten sich gerade die Stile, die die Kunsthaftigkeit ihrer Objekte selbst thematisieren, geradzu offensichtlich machen. Eine Vorreiterrolle nimmt in dieser Hinsicht mit Sicherheit die Schule des Bauhaus ein, das 1919 in Weimar gegründet wurde, und dessen Vertreter nach Stationen in Dessau und Berlin 1933 aufgrund ihrer „entarteten“, nicht natürlichen Kunst endgültig emigrieren mussten.
Ursprünglich mit der Idee der Architektur als Gesamtkunstwerk gegründet (s. Manifest), entwickelte sich die Schule schnell zu einem Innovationsmotor für sämtliche Bereiche, insbesondere dem des Designs.
Wer noch die letzten verbleibenden Tage der Ausstellung in der Bielefelder Kunsthalle nutzen möchte, bekommt einen Einblick in die Arbeiten zweier Vertreter des Bauhauses, namentlich Josef Albers und László Moholy-Nagy. Schnell wird man erkennen, dass viele der Stile heute immer noch in Werbung, Architektur, sogar Schriftbildern auftauchen.
Albers, seinerzeit Formmeister der Glasmalerei im Bauhaus, arbeitete akribisch an Studien, bevor er seine Werke umsetzte. Dies verdeutlichen viele Skizzen und Notizen auf Millimeterpapier, z.B. zum Werk „3 und 6“ (leider kein Bild im I-Net habhaft).
Leider wirken fotografische Darstellungen wie das nebenstehende Objekt nicht sehr gut, da es sich um eine Vinylgravur handelt. Der Lichtreflex auf dem glänzenden Schwarz, ebenso der durch Sandtrahl bewirkte Mattheit an anderen Stellen bewirken ihr Übriges zu manchen optischen Täuschungen, wegen derer Albers auch als einer der Mitbegründer der Op-Art gilt.
Mit Licht und Farben experimentiert auch László Moholy-Nagy, wenn auch weniger das Gewicht auf der Form liegt. Auf seinen gemalten „Kompositionen“ spielen die Verhältnisse zwischen idealen Formen noch eine Rolle, treten aber später eher in den Hintergrund, da er sich den Dokumentationsmöglichkeiten von Licht widmet. So ist er einer der ersten, der das Fotopapier selbst belichtet, ohne dabei Objekte in den Fokus zu nehmen (sogenannte Photogramme).
In anderen Arbeiten benutzt er abgelichtete Dinge und stellt sie in Kollagen in andere, gezeichnete Kontexte.
Zentral ist Moholy-Nagys „Licht-Raum-Modulator“, einer Art motorisiertem Mobilé, mit dessen Hilfe Licht- und Bewegungserscheinungen demonstriert werden.
Binnenalster
Posted on Oktober 5, 2006
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-trockengelegt und zum Parkplatz umgebaut-

Erwischt!
Posted on Oktober 4, 2006
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Egal, was man im filmischen Bereich anstellt: Der Tönsing bekommt alles mit.
Alles ‘ne Sache der Definition
Posted on Oktober 4, 2006
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So. Jetzt werde ich nicht mehr zur Lagerarbeit bestellt. Entweder deshalb, weil dort - wie mir bescheinigt wurde - zur Zeit wenig zu tun ist, oder weil man mich dort nicht arbeiten lassen will.
“Jetzt fang’ bloß nicht wieder an zu diskutieren.” ist ein so ein Spruch, der mir zu Ohren gekommen ist, als ich mal wieder am Funktionieren des dortigen logistischen Systems Zweifel hegte.
Nicht selten kam es vor, dass ich in den Regalen nach einem Produkt suchte, unter der auf einem Bestellschein angegebenen Artikelnummer aber zwei verschiedene Dinge vorfand. Dahinter stand dann meistens noch eine Beschreibung, sagen wir mal beispielsweise “Adapter”.
Damit rennt man dann zu einem alteingesessenen, ausgemergelten Mitarbeiter, dessen Blick den Gedanken “Der nervige Student schon wieder” verrät und erläutert ihm die Malaise:
“Guck mal hier, ich hab’ unter dieser Artikelnummer erstens das hier [eine Hand hochhebend] gefunden, was wohl ein USB-Adapter ist, aber auch das hier [andere Hand hochhebend]. Das ist ‘ne Netzwerkkarte und auf der Verpackung steht was von “Netzwerkadapter”. Stimmt ja auch, als Schnittstelle zwischen Motherboard und einem weiteren Gerät kann man das durchaus als Adapter verstehen. Is’ aber ‘ne Definitionssache…”
Worauf man unterbrochen wird und der Mitarbeiter mit einem Blick, der zum Töten imstande ist, auf das erste Gerät weist:
“DAS ist der Adapter!”
Diskussion beendet. Man hat’s schon nicht einfach, sich als Geisteswissenschaftler eine Existenzberechtigung zu erarbeiten.
Jedenfalls kann ich auch recht froh darüber sein, dass man mich nicht mehr anruft. So entgehe ich den endlosen Pausengesprächen über die Lottozahlen und was man nicht alles mit dem Jackpot anstellen würde.
Und wenn der Laden aufgrund seiner chaotischen Organisation vor die Hunde geht, stehe ich da und reibe mir die Hände vor Freude. Ich frage mich bloß, wie die es geschafft haben, mit chinesischen Firmen Verträge abzuschließen.
Dennoch, von irgendwoher müssen die Finanzen hereinfließen. Und so begebe ich mich auf die weitere Suche. Das mangelnde Jobangebot erkläre ich mir seit Längerem daher, dass neuerdings fast nur noch Zeitarbeitsfirmen für so etwas genommen werden und bei einem Blick in die gelben Seiten stellt man fest: Siehe da, in Bielefeld existieren sage und schreibe 41 (!!!) dieser Firmen.
Die Hölle boomt.
Traum und Wirklichkeit
Posted on Oktober 3, 2006
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Romantik und Träumerei schließen sich nicht aus, sondern bedingen sich sogar. In seinem neuen Film “The Science of Sleep” verdeutlicht Michel Gondry (”Vergiss mein nicht!”) diesen Zusammenhang auf hochgradig kreativ-spielerische Art.
Stéphane ist ein mexikanischer Künstler, der von seiner Mutter mit einem Jobangebot nach Frankreich gelockt wird. Doch die Arbeit ist frustrierend und er flüchtet sich zunehmend in seine Traumwelten. Lediglich die attraktive Nachbarin Stéphanie hat es ihm angetan, beweist sie doch auch wie er einen überraschend einfallsreichen Geist.
Doch es will ihm nicht so recht gelingen, sie von ihm zu überzeugen, und er droht, Realität und die Fiktion seiner Traumwelten durcheinanderzubringen (”Ich hab diese Brille erfunden. Mit ihr kann man die Wirklichkeit in 3D sehen.” - “Aber die Wirklichkeit ist doch in 3D.”).
Fern von modernen Medien hat das Animationsteam ganze Bastelarbeit geleistet. Die Virtualität wird nicht digital erzeugt, sondern gelingt einzig und allein mit Materialien wie Pappmaché und Zellophan. Das bewirkt, dass Stéphanes Fluchtwelten an Bastelstunden erinnern und ihn dadurch besonders kindlich naiv erscheinen lassen (siehe: “Dieses ist meine Ein-Sekunden-Zeitmaschine [...] man muss nur auf den Knopf drücken…man muss nur auf den Knopf drücken…man muss nur auf den Knopf drücken…”).
Sehenswert ist es allemal, bekommt der Betrachter plötzlich selbst Lust, Schere und Kleber herauszuholen. Ob und wie es dem “Helden” noch gelingt, Stéphanie für sich zu gewinnen, kann in Bielefeld in den Kinos Kamera und Astoria verfolgt werden.
Mehr dazu:
- Offizielle, deutsche Homepage zum Film (mit Trailern, Clips usw.)
- “The Science of Sleep” bei IMDb
- Kritik bei Spiegel Online (inkl. Trailer auf Deutsch)
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- Keine Telefonwählstifte bei Tiffany’s
- Spiegelzaun
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- Mein Hamster hat die Hausaufgaben geschreddert
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- Schlimm 2008: Carpendale - Yes, we can
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