Verlieben lassen

Posted on Januar 12, 2007
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Ich habe keine Ahnung, wie ich im Newsletter von Tchibo gelandet bin. Aus diversen Gründen meide ich den Datenaustausch mit diesem Unternehmen.

Jetzt erreicht mich ein Newsletter von dort, der mich für eine anscheinend hauseigene Singlebörse namens ElitePartner werben will. Bedarf herrscht dafür bei mir zwar nicht, aber ich finde die Betreffzeile der E-Mail aus sprachlichen Gründen ziemlich bemerkenswert. Sie lautet:

“Lassen Sie sich verlieben.”

Interessant. Bislang war ich immer der Ansicht, dass das Verb “verlieben” keinen zweiten Agens benötigt, aber offenbar kann man es auch im Kuppelkontext so verwenden.
Dann könnte man vielleicht auch in Zukunft sagen: “Pass auf, ich verliebe dich.”

Spannend an der Wendung ist auch, dass damit die Erkenntnis zum Ausdruck gebracht wird, dass immer mehr Menschen die Beziehungsanbahnung aus der Hand geben möchten. Denn letztendlich steckt darin nichts weiter als die Aussage: “Hey, lass’ doch das ganze Gefühlschaos sein, wir kümmern uns für dich darum.”

EDIT: Kurz gegoogelt, gibt’s auch hier bereits.

Säue

Posted on Januar 11, 2007
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Arme Sau: Antonia, 23, putzte für 1,92 Euro netto die Stunde (siehe hier). Ob man ihr das Missverständnis hinsichtlich des vertraglich vereinbarten Akkords als eigene Schuld zuschreiben kann, bleibt mal dahingestellt und spekulativ. Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass man es ihr bei Abschluss einfach verschwiegen hat und sie sich in freudiger Erwartung auf einen Job nicht genau durchlas, was sie unterschrieb. (Foto: Bild-Online)

Reiche Sau: David Beckham, 31, geht für den Rest seiner Karriere in’s sonnige Kalifornien zum Verein L.A. Galaxy und verdient die kommenden 5 Jahre ca. 4.338 Euro. Pro Stunde. Rund um die Uhr. Auch im Schlaf. (Foto: david-beckham.info)

Verd*, die Stunde!!!
Mit ungefähr ‘nem Viertel davon wäre ich im Monat vollauf zufrieden. Aber Fußball spielen oder einfach nur rumstehen und gut aussehen kann ich ja nicht.

Kundenbindung mit neuen Tarifen - oder auch nicht

Posted on Januar 10, 2007
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Es ist schon erstaunlich, wie wenig sich manche Unternehmen für ihre Kunden krumm machen. Zum Beispiel bei den Festnetz- und Internetanbietern: Da sieht man im Laufe seiner Vertragszeit, wie die neuen Tarife immer günstiger und günstiger werden, und wenn dann der Vertrag kurz vor dem Auslaufen ist, denkt man: “Jetzt schlägt meine große Stunde.”

Darauf mailt und telefoniert man dem Betreiber (dem mit dem Pseudo-Superhelden mit dem großen “V” auf der Brust) hinterher, und was ist? Die neuen Tarife erhalten nur die Neukunden, Bestandskunden dürfen weiterhin die alten, teuren bezahlen. Selbst dann, wenn sie nach Ablaufen einfach zu den gleichen Konditionen verlängern würden. Sehr freundlich.
Irgendwas läuft da mit dem Verständnis des Prinzips “Kundenbindung” schief.

Geh’ ich eben woanders hin.

Blow Up

Posted on Januar 10, 2007
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Antonionis “Blow Up” ist aus und spielt in London im Jahr 1966.
Der Modefotograf Thomas ist von seinem Beruf sichtlich genervt und lässt dies seine Models auch spüren, verhält er sich ihnen geneüber alles andere als ein Gentleman. Dennoch besitzt er ein gut ausgeprägtes Gespür für Motive und hält seine Kamera auf Schritt und Tritt bereit, so auch im Park, als er aus der Ferne ein Pärchen knippst.
Die Frau des Paares bittet ihn inständigst um Herausgabe des Films, doch Thomas willigt nicht ein. Erst später meint er, nach Entwicklung und akribischer Vergrößerungen, einem Mord fotografiert zu haben.

Das Verschwinden von Dingen und Personen spielt in diesem Film eine zentrale Rolle, ebenso wie die subjektive Interpretation: Das, was der Betrachter meint, auf einem Foto zu sehen, muss nicht unbedingt der Realität entsprechen. Und so spielt Antonioni auch mit dem Betrachter seines Films, dem er immer eindrucksvolle, mit fotografischem Auge aufgenommene Bilder liefert. Dabei müssen diese nicht unbedingt relevant sein. Einsicht darin erlangt Thomas durch eine Gruppe Pantomimen, die er beim vorgegebenen Tennisspiel beobachtet.
Für die große Bedeutungslosigkeit werden bereits hier, in der Londoner Szene von 1966, allerhand Beispiele geliefert. Den Beziehungen untereinander wird kein hohes Gewicht beigemessen.

Für Freunde verstörender Dialoge, Fototechnik und Darstellungen der 60er Jahre-Modestile sowie der Musik (Soundtrack Herbie Hancock, ein Auftritt der Yardbirds) sei dieser FIlm empfohlen.

Es existiert ein englischsprachiger Trailer bei YouTube, der aber eine höhere Dynamik durch schnellere Schnitte suggeriert als der Film dann wirklich besitzt:

EDIT: Erst später, im Laufe des Tages, erfuhr ich, dass der ehrwürdige Produzent dieses Films, Carlo Ponti, gestern Nacht im Alter von 94 Jahren gestorben ist.

Call me Nostradamus

Posted on Januar 8, 2007
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Schön ist, wenn man mit seinen eigens gemutmaßten Prognosen Recht behält.
Erschreckend aber, wenn es Voraussagen wie diese hier betrifft.

Diese Weisheit besitze ich aber auch nur deshalb, weil ich seinerzeit im Bio-Unterricht aufgepasst hatte und daher weiß, dass Anopheles vor Urzeiten schon einmal in Deutschland beheimatet war.

Tokio Hotel-Fans in eigenem Interesse schonen

Posted on Januar 8, 2007
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Ansonsten blüht uns Saures. Das wollen wir doch auch nicht, oder?

via LeSven

Interessante Frage

Posted on Januar 8, 2007
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“Gibt es noch etwas zum Abschalten im Fernsehen?”

Kann man immer bejahen…

Helge vs. Bruno

Posted on Januar 6, 2007
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Und da läuft schon wieder ein Männchen mit Oberlippenbärtchen über den Bildschirm und ich denke: “Oh, Helge Schneider in einem Ausschnitt aus “Mein Führer”. Ob’s wohl lustig wird?”

Dann sehe ich, upps, es ist Bruno Ganz in “Der Untergang”. Wird wohl doch nichts mit Lachen, das hier ist die ernsthafte Darstellung.
Es ist schon ein hartes Los im Umgang mit der Geschichte heutzutage.

Vom Regisseur des erstgenannten Films, Dani Levy, gibt es gleich auch “Alles auf Zucker” (21 Uhr, 3Sat) zu sehen. Der ist meines Wissens nach recht unterhaltsam und charmant.

Lawinen im Bad

Posted on Januar 6, 2007
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Rubrik “Angeberwissen für Parties”

Ketchup und Zahnpasta erfreuen sich großer Beliebtheit in der Forschung. Wissenschaftler verwenden beide Substanzen, um damit Gerölllawinen zu simulieren. Sie besitzen die gleiche Konsistenz wie die Lawinen aus Erde, Wasser und Gestein. Für die Simulationen festerer sogenannter Murgänge wird dabei Zahnpasta verwendet, Ketchup für die flüssigeren.

Vorsicht ist also geboten bei größeren Mengen davon in Küche und Bad.

Herrenlos schwärmen und verfolgen

Posted on Januar 6, 2007
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Rubrik “Angeberwissen für Parties”

Nach deutschem Recht wird ein Bienenschwarm herrenlos, wenn nicht der Eigentümer ihn unverzüglich verfolgt oder wenn der Eigentümer die Verfolgung aufgibt. Verfolgt ein Eigentümer seinen Bienenschwarm, so darf er bei der Verfolgung fremde Grundstücke betreten.

Will man also unbedingt neugierigerweise mal in Nachbars Garten schauen, empfiehlt es sich, sich einen Bienenschwarm zur Verfolgung anzuschaffen. Oder vorzugeben, diesen verfolgt zu haben.
Eine Gesetzeslücke, die es zu schließen gilt, wie ich meine.

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