Alter Tag, neuer Tag
Posted on Februar 10, 2007
Filed Under Allgemein | Leave a Comment
Gestern war mal wieder so ein Tag doof deluxe. Mit dem wohl falschen Fuß aufgestanden und in merkwürdige Stimmungen hineingeschliddert sollte man am liebsten die Finger aus den Tasten lassen und den Mund halten.
Heute wird hoffentlich alles wieder gut. Einkaufen, lecker Essen kochen und mit der Freundin Filmchen gucken, dann soll’s wohl wieder was werden. Zum Glück ist Wochenende und es stehen keinerlei terminliche Verpflichtungen an.
Am besten, man beginnt das mit einem Schuss aufhellender Musik. Aber da ich während des Schreibprozesses keine Musik hören kann, weiß ich gerade gar nicht, womit. Hat jemand eine Idee?
(ich beginne derweil mit einem Motown-Sampler…)
Lenierung
Posted on Februar 9, 2007
Filed Under Allgemein | 1 Comment
Schade. Gerade dachte ich, als Johanna Klum als Co-Moderatorin des Bundesvision Song Contests das Land Sachsen anmoderierte, ihr wäre ein wahrer Schmunzler für Linguisten unterlaufen.
“Weißt du eigentlich, warum die Sachsen immer “Gömma” statt “Komm mal” sagen? Das ist wegen der Lenierung, hab ich gerade gelernt.”
Der Linguist, der das noch nie gehört hat und nur die Lenisierung kennt, guckt vorsichtshalber noch einmal nach. Und was muss er sehen? Offenbar kann man Lenierung daneben gleichwertig für den dahinter wirkenden Prozess verwenden. Mist, und ich hatte mich schon gefreut, dass ich etwas zum Haarespalten hätte.
Aber wer weiß, vielleicht ist “Tätowation” u.ä. ebenfalls korrekt, wird nur nicht so häufig gebraucht.
Ungeschriebene Gesetze
Posted on Februar 9, 2007
Filed Under Allgemein | Leave a Comment
Es gibt so viele merkwürdige Verhaltensregeln und überflüssige, ungeschriebene Gesetze, dass man meinethalber gerne einige davon abschaffen könnte. Nicht einmal mit kulturellen Traditionen ließe sich noch rechtfertigen, weshalb man Fisch nur mit einer dafür geformten Gabel verzehren sollte. Für diese Tätigkeit funktionieren besipielsweise auch andere Gabeln, und ich könnte - ehrlich gesagt - die Dinger auch nicht voneinander unterscheiden.
Dann existieren wieder ganz sonderbare Regeln, die auf Hierarchien aufbauen, z.B. diejenige von dem ungeschriebenen Verbot für Bankangestellte, kein größeres Auto als der Chef zu fahren. What an archaic Überbleibsel.
Was wäre es doch für ein Heidenspaß, als Filialleiter der Sparkasse eines Tages mit einem Smart vorzufahren und die Gesichter der Bediensteten zu sehen?
Schon wieder neu!
Posted on Februar 8, 2007
Filed Under Allgemein | Leave a Comment
So. Mit dieser neuen Ansicht hier ist jetzt hoffentlich auch jeder verfl* Internet Explorer zufrieden.
(für die Leute, die einen gescheiten Browser benutzen: Der IE hatte vorher mal wieder alles zerschreddert)
Abteilung Kunst und Musik an der Uni bedroht
Posted on Februar 7, 2007
Filed Under Allgemein | Leave a Comment
(Holla, jetzt hat Jan vom buntundlaut.de auch dieses, mein privates Blog zum Thema verlinkt. Dann übernehme und kopiere ich kurzerhand einmal den Artikel aus’m Sparrenblog. Evtl. erhält das Problem dann noch ein paar mehr Klicker Aufmerksamkeit…)
Seitdem die NW am 03.02. von den Kürzungsplänen des Rektorats der Uni Bielefeld berichtete, geht ein Aufschrei durch die LiLi-Abteilung für Kunst und Musik. Offenbar sei diese besonders hart betroffen von den anstehenden Stellenstreichungen, was beinahe einem Einstampfen der gesamten Abteilung gleichkäme.
Ein klaffendes Finanzdefizit von 2,25 Mio. Euro habe sich aufgetan und dieses soll nunmehr durch Einbußen beim Personal ausgeglichen werden: Insgesamt 59 Stellen uniweit sollen das Loch im Budget wieder ausgleichen. Vor dem Hintergrund der jüngst eingeführten Studienbeiträge erscheint das wie ein Hohn, sollen diese doch “zweckgebunden insbesondere für die Verbesserung der Lehre und der Studienbedingungen” verwendet werden.
Eine Verbesserung von Lehre und Forschung kann so natürlich nicht möglich sein.
Stellt sich die Frage, wie ist das Finanzloch überhaupt entstanden?
“Hintergrund der Sparmaßnahme ist der sogenannte Globalhaushalt. Die Universität verfügt über ein Personalkostenbudget, verwaltet ihren Haushalt – ähnlich wie bei einem Unternehmen – eigenständig. Das Land hat die Höhe dieses Budget um einige Prozentpunkte gekürzt, weil nicht alle Stellen besetzt sind, erklärte Pressesprecher Ingo Lohuis” der NW.
Das Land hat das Budget gekürzt, weil nicht alle Stellen besetzt sind. Daraufhin muss die Uni nun Stellen kürzen. Daraus soll mal einer schlau werden.
Das Rektorat hat nun im Rahmen des Hochschulfreiheitsgesetzes Klausurtagungen vorgenommen und 59 Stellenstreichungen vorgeschlagen, 11,5 davon an der LiLi (siehe NW). Man könnte beinahe zu der Ansicht gelangen, dass dies ausgerechnet dort geschieht, weil kein Rektoratsmitglied einem geistes- oder sozialwissenschaftlichen Fach entstammt und demnach auch keine sonderliche Affinität dorthin besitzt. Doch der Verdacht lässt sich natürlich sofort entkräften, denn, so KuMu-Fachbereichsleiter Kahrmann:
“[Es gehe] generell um die strategische Ausrichtung der Universität. Deshalb sei es nicht möglich, “einen Schwerpunkt zu schwächen” – also nicht in den Fakultäten, die Forschungsschwerpunkte sind oder in Rankinglisten eine gute Platzierung vorweisen. Die sollen eher noch gestärkt werden. Weitere Argumente für oder wider Stellenstreichungen seien die Zahl der Studenten, die Kooperation mit anderen Fächern oder ob es Drittmittel für die Abteilung gibt. Und da kann Musik und Kunst laut Kehrmann nicht gegenhalten. “Wir kosten nur.”
Der dortige JProf. Bernd Clausen bloggt auch, und zwar im KuMu-Blog. Aus naheliegenden Gründen gefällt es ihm nicht, dass beim Auftreten finanzieller Nöte als erstes der kulturelle Bildungsbereich den Sparzwängen anheim fällt. So zitiert er auch den Ex-Bundespräsident Johannes Rau:
Wir müssen darauf achten, dass der ganze Mensch gebildet wird. Dieser ganze Mensch hat andere Gaben als der Nebenmann. Da gibt es Musische und weniger Musische. Da gibt es Menschen, bei denen ist es schwer, ihr Talent zu entdecken. Und andere, bei denen ist es schwer, es zu entfalten. Aber sie alle haben Anspruch darauf, dass die Schule, dass das Elternhaus, dass wir alle sie in Kontakt bringen mit den Fähigkeiten, die über das Intellektuelle hinausgehen… Aber das gelingt nur, wenn wieder ein starkes Bewusstsein dafür entsteht, wie unverzichtbar Kunst und Kultur für unsere Gesellschaft sind. Was würde denn eine Stadt eigentlich sein, außer ein in Beton umgesetzter Flächennutzungsplan, wenn es kein Theater gäbe, keine Oper, kein Konzert, keine Bibliothek? Nein, das müssen wir gerade in Deutschland noch lernen, auch in Zeiten des Sparens: Kunst und Kultur sind nicht die Sahne auf dem Kuchen, sondern sie sind die Hefe im Teig. Wenn diese Hefe fehlt, fällt der Kuchen zusammen. (auf der Internationalen Musikmesse Frankfurt, 2004)
Oder anders ausgedrückt: Kunst und Kultur sind existentielle Güter. Wenn wir eines Tages allesamt nur noch wirtschaftlichem Fortschritt hinterherhecheln und unsere Bildung lediglich als bei Günter Jauch für lukrativ erachten, werden wir nicht mehr wissen, wozu und wofür wir überhaupt arbeiten, forschen. Kunst, Literatur, Kultur sind Lebensdeutungsangebote, deren Annahme sich vielleicht nicht kurzfristig auszahlen muss, die aber langfristig enorme Einbußen fordert.
Die Studierendenschaft protestiert mit zahlreichen Aktionen, die bis Mitte Mai zur endgültigen Entscheidung durchgeführt werden sollen. Dafür wurde das eigene Blog buntundlaut.de gestartet, in dem ständig über das Aktuellste berichtet wird.
Und Grand Slam Audio will ebenfalls mitmischen…
———————
siehe auch: Artikel bei MarcTV
Eigentlich irgendwie
Posted on Februar 6, 2007
Filed Under Allgemein | 2 Comments
Nein, es ist kein Zeichen mangelnder sprachlicher Kompetenz, wenn hier die Worte “irgendwie”, “eigentlich” oder auch “so” oft in Erscheinung treten.
Aber irgendwie kann ich sie mir nicht so gut abgewöhnen. Eigentlich.
Nebenwohnsitz
Posted on Februar 3, 2007
Filed Under Allgemein | 3 Comments
Jetzt war ich eigentlich davon überzeugt, ich hätte mich komplett aus meiner Ur-Heimat Lügde abgemeldet. Doch anscheinend verlief das seinerzeit doch nicht ganz glatt, denn nun trudelt mit meiner Post ein “Fragebogen zur Feststellung der Hauptwohnung” ein. Das riecht mir verdächtig nach einem Versuch herauszufinden, ob man von mir nicht eine Zweitwohnsitzsteuer erheben kann. Aber nicht mit mir.
Kurz nachdem ich Minden gezogen bin, um dort das Kolleg zu besuchen, bin ich noch oft nach Lügde gefahren, weil dort meine Freunde lebten. Aber im Laufe der Zeit hat sich das auch stark ausgedünnt und nun wohnen viele von diesen auch hier in Bielefeld. Mittlerweile halte ich mich fast nur noch an Ostern und Weihnachten in Lügde auf. Darum werde ich auch unter “Zweck des Aufenthaltes in Lügde?” lediglich “Besuch der Eltern” schreiben.
Und mir eventuell unter “Wo haben Sie den Schwerpunkt Ihrer Lebensbeziehungen? (Bitte ausführlich schildern)” den Scherz erlauben, neben der Aufzählung “Studium, Arbeit, Lebensgefährtin, Freunde. Was wollt Ihr noch hören?” die Schilderung zu beenden mit einem “Außerdem sagen sich in Lügde doch Fuchs und Hase Gute Nacht!”.
Das wird bestimmt ein Spaß für die Ex-Kollegen in der dortigen Verwaltung.
Ommawörter
Posted on Februar 2, 2007
Filed Under Allgemein | Leave a Comment
Neulich hab’ ich mal einige Westfalismen angesprochen. Heute hat dann jemand wohl nach dem Wort “Pölter” recherchiert und ist hier auf dieser Seite gelandet. Als ich nachträglich geschaut habe, was sich unter dem Suchbegriff bei Google so alles findet, stieß ich auf ein nettes Sammelsurium an Ommawörtern, wozu jedermann auch gerne Wörter vorschlagen kann.
Wie musste ich doch lächeln, als ich zum Beispiel die “Jucht” wiederentdeckte (”Warte, Junge, jetzt kriechste ‘ne Jucht”!) .
Mehr zu sehen gibt es bei Ommawoerter.de
Fundsachen
Posted on Februar 1, 2007
Filed Under Allgemein | Leave a Comment
Was man nicht alles findet, wenn man Kleidungsstücke anzieht, die man seit Ewigkeiten nicht mehr getragen hat. So trug ich doch gerade ein Sacko und fand in den Taschen einen Strafzettel der Stadt Minden (wo ich seit 2002 nicht mehr wohne, mein Auto hatte ich in 2003 verkauft) und einen Schulferienkalender aus dem Jahr 2001 (na gut, damals für mich als seinerzeit Kollegiat noch relevant).
Vielleicht sollte ich alle meine Klamotten mal nach Geld durchforsten. Aber bei meinem Glück stoße ich dann lediglich auf D-Mark.
Wundersucher - Nachtrag
Posted on Februar 1, 2007
Filed Under Allgemein | Leave a Comment
Die Kirche hat momentan immer noch mit einem enormen Mitgliederschwund zu kämpfen. Das macht sich auch finanziell bemerkbar und dort ist man hinsichtlich seiner Aufgaben oft eingeschränkt. Den Austritten aus den Gemeinden ist nicht einfach beizukommen. Eine Möglichkeit wäre eventuell eine Erneuerung des Images in der Öffentlichkeit, wobei ich nicht nur an inhaltliche Novitäten denke.
Allein mit formalen Mitteln wäre durchaus einiges zu erreichen. Ich stelle mir z.B. in Analogie zum StudiVZ ein Portal für die gläubigen Kirchgänger vor, Kirche- oder GlaubeVZ wäre doch etwas nettes. Und modernes obendrein.
Schöne neue, sprachliche Wendungen wären plötzlich beim Kontakteknüpfen denkbar:
“Anna-Christine hat Dich gesegnet.”
Nein, nein. Viiiieel besser noch noch:
“Du wurdest getauft.“
« go backRecently
- Techno Tuesday
- Zitat des Tages - Die GEZ-Begründung
- Varini - Trompe l’oeil
- Zensurkunst
- Keine Telefonwählstifte bei Tiffany’s
- Spiegelzaun
- Cyberpunk - Literaturwettbewerb
- Mein Hamster hat die Hausaufgaben geschreddert
- General Audiences
- Photographic Dictionary
Categories
Archives
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- Mai 2008
- April 2008
- März 2008
- Februar 2008
- Januar 2008
- Dezember 2007
- November 2007
- Oktober 2007
- September 2007
- August 2007
- Juli 2007
- Juni 2007
- Mai 2007
- April 2007
- März 2007
- Februar 2007
- Januar 2007
- Dezember 2006
- November 2006
- Oktober 2006
- September 2006
- August 2006
- Juli 2006
- Juni 2006
- Mai 2006
- April 2006
- März 2006
- Februar 2006
- Januar 2006
- Dezember 2005
- November 2005
- Oktober 2005
- September 2005
- August 2005
- Juli 2005
- Juni 2005
- Mai 2005
- April 2005
- März 2005
- Februar 2005
- Januar 2005
- Dezember 2004
- September 2004
- August 2004
- Juli 2004