Was kümmert mich der Duden?
Geschrieben am 27 April 2007
Was muss ich da in einem Dokument entdecken? Eine 41-jährige Frau schreibt handschriftlich einwandfrei und den Rechtschreibregeln entsprechend, in komplizierten, aber korrekten Sätzen. Sie macht nur eine orthographische Ausnahme, nämlich beim “ß”.
Quer über das gesamte Schriftstück notiert sie zwei Grapheme statt des einen, das “ß” wird dort, wo es auch hingehört, ausgespart, und an seiner statt das “s”, daneben gleich das “z” gesetzt. Das nenne ich mal individuell. So etwas kann man doch nicht einfach vor zirka dreiszig Jahren, in einer schrulligen Schule erlernt und bis heute durchgehalten haben. Das zeugt von Stil, Erhabenheit und Grösze.
Und wie ich das so vor mich hinschreibe, gefällt es mir immer mehr:
Grösze, Grösze, Grösze…


mich nervt das. da schummelt mein kleiner vorleser im kopf nämlich immer den “t”-laut vor das “z”. und das hört/liest sich dann so: “gröstze”. blöd.
es grüstzt. das b.