Ach, ja

Geschrieben am 3 Mai 2007

Bebilderte Bücher sind nicht zu verachten, wenn Kinder das Lesen lernen. Insbesondere den so oft geschmähten Comics kommt dabei eine tragende Rolle zu und hochgelobt sei Erika Fuchs, die Übersetzerin der Disney-Comics in’s Deutsche.

Auch ich habe anhand von Comics (zunächst war’s ein Knax-Heft, O.K.) die ersten Leseschritte gemacht. Die lagen ja sowieso im Kinderzimmer herum, auch, wenn man sich anfangs die Geschichte dazudenken musste. Hochgradig lustig fand ich immer die Onomatoposien der Frau Fuchs, z.B. “holterdipolter”,  während Micky Maus und Kater Karlo beim Kampf die Treppe herunterpurzelten.

Bei einem kleinen Wörtchen (rückblickend stellte sich heraus, dass es ein Inflektiv war, wie er in E-Mails oder beim Chat auftaucht) wurden mir aber erst spät die Augen geöffnet. Konnte ich etwa als sechsjähriger ahnen, dass sich hinter “seufz” realiter ein “Ach!” verbirgt?

Zugegeben, es hatte mich schon gereizt, herauszufinden, weshalb sich bei allen anwesenden Enten, von Donald über Daisy usw., die dieses “Seufz” äußerten, niemals der Schnabel öffnete.

Immerhin gelang esmir, meine Neugierde dahingehend zu unterdrücken. Sämtliche Enten meiner Kindheit blieben ungequetscht und unversehrt .

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