Walli is back

Geschrieben am 25 Mai 2007

Günter Wallraff ist zurück und ich stelle mir die Frage, weshalb er so große Angst davor hat, erkannt zu werden und bei jeder seiner Enthüllungsaktionen inkognito ermitteln muss.

ICH würde DEN nie auf offener Straße erkennen. Wann habe ich ihn denn das letzte Mal im Fernsehen gesehen? Ich weiß es nicht mehr. Aber selbst bei einem zufälligen Treffen mit einer äußerst bekannten Persönlichkeit wie zum Beispiel der Bundeskanzlerin geriete ich in Zweifel, ob sie es tatsächlich sei oder bloß jemand, der ihr verblüffend ähnlich sieht. Und dann würde ich - so wie ich mich kenne - meine Frage höchstwahrscheinlich für mich behalten, damit’s zu keiner peinlichen Situation kommt.

Und da es nicht nur mir so geht, sondern einer ganzen Menge Leute, bräuchte Herr Wallraff in dieser Hinsicht keine große Angst verspüren: Die Menschen halten die Klappe, wenn sie sich unsicher fühlen, aus reinem Selbstschutz. Eventuell ist er eine Spur zu paranoid, aber bei den Themen und Firmen, mit denen er sich beschäftigt und die er untersucht, würde ich das auf die Dauer vermutlich ebenfalls werden. Eine andere Identität hätte meiner Meinung nach vollauf genügt.

Nichtsdestotrotz spricht er in seiner neuen Enthüllungsstory ein Thema an, das mich als Studenten, der unbedingt Geld organisieren muss, aber körperlich nicht sehr belastbar ist, unmittelbar betrifft. Zwar habe ich nie derlei krasse Beispiele kennengelernt, wie sie dort beschrieben werden, aber man darf gerne ein Augenmerk darauf richten, so dass die Bedingungen nicht überall einreißen.

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1 Kommentar bis jetzt
  1. mischa Mai 27, 2007 11:35

    Großartiger Bericht von Walle! Muss man sagen!


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