Nur noch im Bett liegen können, weil man den ganzen Tag hin und her gerannt ist, Kartons geschleppt hat usw. Mittlerweile fühlen, dass man seine Augenlider nicht mehr lange geöffnet halten kann. What “so richtig alle sein” is all about.

Heftiger Sonntag, kann man nicht anders sagen. Es gehört nicht zu meinen besonders geschätzten Gewohnheiten, bereits um 8 Uhr am siebten Wochentag aufzustehen, nur damit man ein viel zu großes Gefährt abholen kann/muss. Nun ja, zunächst dachte ich zwar, dass ein Maxi-Sprinter größer sei als benötigt, habe ihn dennoch genommen, weil nichts anderes mehr zu haben war. Doch ich täuschte mich: Innerhalb von zweieinhalb Stunden bekam ich das Ding (mit Unterstützung meines Bruders und meines Vaters) tatsächlich voll.

Vorsicht! Der hat einen Wendekreis wie ein Ozeandampfer,” sagte der nette Verleiher noch warnend zu mir und nachdem ich ein paar Meter mit dem Ungetüm gefahren bin, wusste ich was er meint: Ich kam damit kaum wieder von unserem Hof. Es lässt sich aber schlecht rangieren, wenn die beiden Anweiser sich widersprechen oder in’s Wort fallen, jeder von ihnen eine bessere Idee zu haben glaubt.

Immerhin zog sich das Einzug am neuen Wohnort nicht ganz so lange hin, was aber nicht allein nur an der Mithilfe des neuen Mitbewohners gelegen haben kann. Wir waren einfach deutlich schneller. In zirka einer Stunde war die Sache am Ziel erledigt, warum auch immer. Es scheint mir nunmal so ein Mysterium der Umzieherei zu sein. Doch, eine Erklärung könnte ich für das unausgewogene Verhältnis zwischen Auszugs- und Einzugszeit liefern: Ich bin während des ersten Vorgangs permanent herumgerannt und habe überlegt, ob ich nicht noch irgendetwas vergessen habe und so den weiteren Fortschritt verhindert. So geht es bestimmt allen Umziehenden.

Schrank aufbauen, zurück in die alte Bude (zwischendurch das Ungetüm wieder vollgetankt abliefern. “vollgetankt”, haha. das wäre ‘ne Story für sich wert) und die Überreste des alten Kleiderschranks meinem Dad zum Verfeuern mitgeben. So sah die vorerst letzte Aktion um 19:30 Uhr aus, bevor ich meinem Bruder zum Dank den Kinoeintritt für “Die Simpsons” spendierte. Netter und lustiger Ausklang jedenfalls, ich konnte mich sogar auf den Film konzentrieren.

Aber jetzt, jetzt konzentriere ich mich auf gar nichts mehr.

Der Traum der ersten Nacht in der neuen Bleibe soll doch angeblich irgendetwas zu bedeuten haben. Oder in Erfüllung gehen. Oder aber auch am nächsten Morgen wieder vergessen worden sein. Wir werden sehen.

In vielerlei Hinsicht bin ich ein Spätzünder, auch, was Trends im Fernsehen betrifft. In diesem Punkt liegt das einfach daran, dass das Medium für mich zu wenig interessante Dinge bietet.

Viel zu spät bemerkte ich daher auch die Serie “Dr. House“, auf die mich Mischa erst durch einen Beitrag im Sparrenblog hinwies und seitdem ich mir die Hauptfigur einige Folgen lang betrachtete, muss ich gestehen, dass ich eine neue Leidenschaft habe: Dr. House, den selbst körperlich eingeschränkten, genialen Diagnostiker, dabei zu beobachten, wie seine Langeweile gegenüber gewöhnlichen Krankheitsbildern zum Ausdruck kommt oder aber im Gegenzug, wie er auflebt, wenn es für ihn einmal richtig interessant wird.

Die Macher der Serie haben hier einen modernen Misanthropen entworfen, eine beinahe klassisch-tragische Figur, sich aufreibend an seinem eigenen Schicksal und dennoch zugleich der Heilende sein zu müssen. In der gegenwärtig oft im Medium Fernsehen anzutreffenden und beliebten Konstellation “Arzt im Krankenhaus” muss House einfach auffallen. Und als würde er diese Aufmerksamkeit ahnen, ist sie ihm unangenehm. Er meidet den Kittel und die typische Arzt-Patienten-Situation, begegnet der normalen Sprechstunde nur widerwillig und voller Zynismus:

Kann man noch rotziger sein? In realen Arztpraxen wohl kaum, doch ich habe mittlerweile auf der Mattscheibe Dialoge vernommen, in denen er seinen Patienten mit noch viel größerer Ignoranz und auch Schlagfertigkeit entgegen tritt. Ich kann nicht leugnen, dass ich seine Wortgewandtheit und seine plötzlichen, unerwarteten Reaktionen als ungemein unterhaltsam empfinde. Es finden sich natürlich - wie bei allen TV-Nerds auch hierfür - Leute, die die Dialoge mitschreiben und der Öffentlichkeit zugänglich machen (z.B. zitate.drhousefans.de). Doch das ist nur die eine Seite. Der “Scrubs“-Doktor (er entspricht meiner Ansicht nach dem dortigen Dr. Cox) besitzt nämlich noch eine detektivische Seite, die den Handlungsstrang jeder Folge ausmacht: Ein Krankheitsbild, das auf den ersten Blick unerklärlich scheint oder nicht den gängigen Lehrbüchern entspricht. Ist Dr. House an einen solchen Fall herangeführt, ist es erst einmal vorbei mit seinen eigenen Schmerzen oder dem Verhältnis zu seiner Verwaltungschefin. Dann wird medizinisch fachgesimpelt, dass man mit einem Großen Latinum auch nicht mehr gut mitkommt. Nennen wir ihn meinethalber einen ambivalenten Umkipp-Charakter, vom besten Experten seines Metiers hin zum launischen Zyniker. Er macht seinen Job, und zwar top, stellt seine Fähigkeiten in jeder Folge unter Beweis. Aber er weiß, dass “alle Patienten lügen” und dass er mit Diagnostik und Grundlagenforschung ein für Bilanzen ungern gesehenes Mimosendasein innerhalb der Klinik führt.Dabei muss man ja etwas verschroben und verschlagen sein. Und heimst sich nebenbei die Symphatien des Publikums ein, inklusive der Grammys. Volltreffer, Fox Network.

Ich werde zusehen, dass ich mehr davon bekommen kann. Schließlich wurde ich erst bei den Wiederholungen darauf aufmerksam.

Und auf den vorletzten Drücker, sozusagen 89. Minute, findet sich dann doch noch eine Nachmieterin für dieses Zimmer. Zwar erst ab dem 15.08., aber ich zeige mich dennoch erfreut, nicht noch eine komplette Monatsmiete extra zahlen zu müssen.

Inzwischen mache ich eine Art Expedition durch meine Habseligkeiten. Himmelherrgottnocheins, habe ich diese Orange Goblin-CD jemals vollständig gehört? Und dieses eine Buch da ist einfach so hinter das Regal gerutscht. Und ich dachte, ich hätte es XYZ geliehen und argwöhnte schon gegen ihn. So schnell kann sich so etwas in Wohlgefallen auflösen.

Und was ist das da unten? OH MEIN GOTT, WAS IST DAS?

Zettel und Stift her, ich bekomme bestimmt eine Veröffentlichung in der “Nature” ;-)

Herrjemineh, was ist denn da draußen los? Na, das scheint ja ein lustiger Umzug zu werden: Die Wetterprognosen sagen für morgen den gleichen Mist voraus. Ob ich nun wohl einen Festivalumzug mit gelben Säcken über den Klamotten andenken muss? Nun ja, zumindest bei den elektrischen bzw. elektronischen Geräten muss ich mir etwas einfallen lassen.

Aber der frühe Vogel muss nun zunächst einmal zur Bank und dann zum Autoverleiher des örtlichen Vertrauens, dort seine Sprintermiete + Kaution hinterlegen (~200 Euro)…

EDIT: O.K., waren doch nur 100 Euro vorab.

Nachdem man am Arbeitsplatz beschlossen hatte, eine dieser Nespresso-Maschinen aufzustellen, die dazugehörigen Tabs für 4 Euro/10 Stück verkaufte, die Maschine aber hin und wieder dazu neigt, eines dieser Tabs zu verschlucken, ohne auch nur ein bisschen von seinen üblichen “Crema”-Pfützen zu liefern, beschließe ich nunmehr, mir wieder löslichen Kaffee mitzubringen.

Geht sowieso fünf Mal schneller als das Ding für seinen Schnöselschaum benötigt und kostet nur einen Bruchteil dessen. Seitdem ich entdeckt hatte, dass der Aufbau und die Schriftart des Logos der Firma Hansewappen eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem von Star Wars aufweist, ist die Marke eh’ für mich die dunkle Seite der Macht…

Ein wenig Bammel habe ich schon vor dem Umzug am Wochenende. Umzüge selbst mag ich nämlich gar nicht bzw. den Stress, der damit verbunden ist oder den man sich einfach vorab schon damit macht. Soll ja Leute geben, die solche Aktionen gerne in Angriff nehmen, ich gehöre definitiv nicht dazu.

Immerhin ging man heute erfreulicherweise am Arbeitsplatz herum und befragte Leute, ob sie nicht Lust empfänden, bezahlten Urlaub zu nehmen, da es offensichtlich weniger zu tun gab als ursprünglich prognostiziert. Darauf hatte ich angesichts der zu zahlenden Studiengebühr keinen Bedarf, da “bezahlter Urlaub” nie bedeutete, dass es sich um dieselben Beträge wie die tatsächlich erwirtschafteten handelt. Aber für Freitag habe ich dann doch einen Tag erbeten. Dann ist die Umzugsplanung etwas entspannter.

Einen großen Vorteil, dem ich bislang keine große Beachtung geschenkt hatte, bringt die Wochenendsmission allerdings mit sich: Ich kann die bei mir derzeit herrschende Unordnung in Kartons packen (wovon ich mit Sicherheit noch einige besorgen müsste), diese in den Sprinter verladen, um dieses Chaos dann wieder am Zielort geordnet aufzubauen. Hoffentlich etwas anders, aber vielleicht hält der Zustand dann erst einmal eine Weile vor.

Hm, eventuell könnte ich dann noch ein paar Helfershelfer gebrauchen. Also, wenn jemand Zeit hat und zufällig zu den Leuten zählt, denen derlei Arbeiten Spaß bereiten, kann gerne bei mir vorbeischauen. Es geht von der alten Bude in der August-Bebel-Str. in Richtung Siggi zur neu zu gründenden Sparrenblog-Redaktions-WG.

Für Groupies halte ich gerne ein paar schwere Gegenstände zum Schleppen bereit, z.B. meine Schreibtischplatte, auf der ich bereits so viel Schweiß gelassen habe. Meine Wäsche trage ich dann lieber selbst.

Gestern Abend hatte es Sally Wood im ZDF dann doch geschafft, die intrigante Lisa davon abzuhalten, das Herrenhaus von Lord Kerrymore in ein Golfhotel zu verwandeln. Himmel, hab ich mitgefiebert. Und wie froh ich doch war, dass sie am Ende den “attraktiven” Landarzt Tom Winter quasi als Belohnung obendrauf bekam. Es ist aber auch jedes Mal auf’s neue kaum zum Aushalten, was der Sender einem Sonntagsabend an ausgefeilten Spannungsbögen bietet.

Und wie interessant es doch ist, wie unvorhersehbar diese Dialoge gestaltet sind. Beinahe könnte man nicht mitsprechen.

Erst kurz zuvor stieß ich in der Wortwarte, einer Tübinger Sammlung von Neologismen, auf ein Zitat des Wilsberg-Darstellers Leonard Lansink, in dem er sich über die Tendenz seiner Fernsehserie beklagte, ständig braver zu werden. Er sagte, die Serie würde “verpilchert“.

Wie kuhl klingt das denn, mal bitte?

“Schatz, mein Tag war heute so stressig. Hättest du Lust, ihn mir ein wenig zu verpilchern?”

Ein wenig überraschend fand ich es ja doch, dass mich der Herr von der T-Com soeben auf dem Handy anrief und fragte, ob er vorbei kommen dürfe, war der (achte!!!) Anschlusstermin doch für gestern vorgesehen. Ich habe sein Gesuch daraufhin selbstverständlich nicht abgewiesen und zu mir eingeladen, wir sprachen ein wenig über die derzeitige Situation und darüber, dass er nunmehr für eine andere Firma im Firmennetzwerk des Konzerns arbeiten “darf”.

Nun ja, vielleicht hätte ich ihm (es war sein letzter Besuch heute) nicht gleich auf die Nase binden sollen, dass ich extra diesen Anbieter wählte, weil die Verträge dort monatlich kündbar seien und ich in einer Woche aus dieser Wohnstatt ausziehen werde. Wie tragisch…

Mensch, es ist ja noch mitten in der Nacht und ich muss gleich zur Arbeit. Autsch.

Schön war’s gestern, hat einen Riesenspaß gemacht auf dem Höhepunkt der Bielefelder Slam-Saison. Verdient gewonnen hat ihn dann Sulaiman vor Andy Strauß, letzterer darf die Stadt in Berlin vertreten. Naja, schade finde ich es schon bisschen, aber ich glaube, ich fahre trotzdem als Besucher dort hin.

Jedenfalls veröffentliche ich jetzt auf Nachfrage einmal hier den Text vom letzten Monat (meiner Meinung nach mit eigenen Augen unlesbar), obendrein noch den, den ich gestern vortrug.

Und da wir gerade dabei sind, die anderen beiden, die ich noch gerne vorgetragen hätte (hier und hier). Dann gibt’s mit letzteren eben schon genug Material für künftige Veranstaltungen…

Draußen ist’s heiß und ich wage mich nicht an die Sonne. Alle Freunde drängen in’s überfüllte Freibad, lassen sich von herumplanschenden Teenies nerven, ich hingegen sitze im abgedunkelten Waschkeller. Hier ist es auch schön kühl.

Buntwäsche, 60°, wenn’s nicht mehr passt, noch’n Meter, die kleine Kugel mit dem Waschmittel in’s „Herz der Wäsche“. Und kurzes Staunen darüber, dass Wäsche ein Herz besitzt. Mein Wäscheherz. 

Ich setze mich in die Ecke, habe ein Buch mitgenommen, und versuche, darin zu lesen. Die Zeilen verwischen aber mit dem stoßhaften, ersten Schwingungen der Trommel. Ich sehe, wie das bunte Gewusel der Stoffe das Nass schnell hineingluckernd aufsaugt wie beinahe verdurstende Kamele in der Oase, und ich meine, meine Wäsche zuweilen sogar dabei beobachtet zu haben, wie sie sich auch langsam auf’s Wasser zu bewegt. Kein Buch könnte mich so fesseln wie das Durchschleudern meiner Sachen, das Umkrempeln eines Teils meiner Biographie, dessen Befreiung von Bakterien: Mein ganz persönlicher Kampf der Kulturen,…der Kulturen,…der Kulturen. 

Spannender als ein Krimi ist das Spiel hinter dem Glas. Mein Lieblings-T-Shirt huscht an der Glasscheibe vorbei und kämpft mit der Sauberkeit, als würde der Schriftzug auf ihm und die Eindrücke, die es mit mir im Laufe der letzten Zeit gesammelt hat, plötzlich völlig weggewischt. Wie es sich aufbäumt. 

Yin, Yang, Yin, Yang.  Jetzt wird geschleudert. Gerade flutschte doch die Unterhose vorbei, die ich vorgestern noch bei Vanessa anhatte. Mein Gott, was hatten wir bei ihr alles zusammen erlebt? Und ich wasche ihr die Erinnerung so einfach wieder davon. Fast ist es ein wenig so, als wenn ich gewaltsam meinen Hund kastrierte.Selbst wenn er damit vor seinen Kumpels in der Schublade prahlen wollte, wird der Schlüpfer keine Beweise mehr an sich haben. Zwischen meinen Unterhosen würde ich ja sowieso gerne einmal Mäuschen spielen. Was die sich wohl alles so zu erzählen haben? 

Die Maschine rotiert weiter:Yin Yang, Yin Yang….

und je mehr ich die Drehungen beobachte, desto müder werde ich. Ich werde von meiner Dreckswäsche hypnotisiert. Nein, ich schlummere doch einfach nur ein. 

Schlummer nicht nur, schrumpfe. Finde mich bald in einer dunklen, für mich unbekannten Umgebung wieder. Ich taste mich voran, mit Händen und Füßen zwischen weichem Untergrund. Jemand unter schreit „Autsch!“, neben mir brüllt etwas: „Pass doch auf, Mann!“

Nach und nach weiten sich meine Pupillen und lassen mich mehr erkennen, eine böse Ahnung bestätigt sich: Ich bin tatsächlich in meiner Unterhosen-Schublade gelandet!!!Leider werde ich sofort entdeckt, schon grunzt mich die bequeme, graue, mit den weißen Längsstreifen an der Seite, durch ihren Eingriff laut und düster an:
„Hey Du. Weißt du überhaupt, dass ich viel zu schlecht an dir sitze?“
Ich schüttele den Kopf. Da melden sich die blauen Shorts auch zu Wort:„Und ich sehe auch total scheiße an dir aus. Ich labbere doch nur an deinen schmalen Hüften herum.“ Und als wäre das nicht schon entwürdigend genug: „Zieh mich bitte nicht so an!“ 

Das ertrage ich beim besten Willen nicht. Die Erkenntnis ist bitter, wenn man es seinen Schlüpfern nicht Recht machen kann. Selbst die, die man liebt, verletzt man. Auch hier ist es also wie im wahren Leben.Ich schlüpfe tastend weiter zwischen meinen Unterhosen hindurch. Irgendwo muss es doch hier wieder herausgehen? Immer in eine Richtung, bloß nicht versehentlich im Kreis und wieder zurück zu diesen Jammerlappen. Dort drüben ist es hell. Ein Ausgang? „Ja, genau. Geh doch zu den Spaltern!“ höre ich noch von hinten. Spalter? Was meinen die denn? Ich bewege mich schneller vorwärts, doch bald kann ich leider mehr erkennen: Ich bin offenbar in’s Reich der von Mama geschenkten großen, bösen Feinripp-Unterhösen gestolpert. Und die sind vielleicht sauer, weil ich sie niemals trage.

„Ach nee, sieh mal einer an, wen es da zu uns treibt?“ werde ich sofort von einer angesprochen und ich kann mich nicht erinnern, sie jemals gesehen zu haben. Sie muss ein Geschenk von vor X Weihnachten gewesen sein.

„Ich bin hier die Stammesälteste,“ sagt sie auch sodann. „Du verweigerst uns konsequent unsere Daseinsberechtigung. Weißt du überhaupt, wie sich das anfühlt?“

„Genau, ich will auch mal an seiner Kimme sitzen,“ meint eine kleine vom letzten Geburtstag. „Nicht so vorlaut, Neuling,“ heischt die Alte sie an. „Nein, er soll auf Ewigkeiten hier bei uns festsitzen, soll sich auch so nutzlos fühlen. Fesselt ihn!“ 

Und dann werde ich überfallen von den weißen Feinrippstoffen. Ich wehre mich mit Händen und Füßen, schüttele mich, denn es könnte noch so oft „Calvin Klein“ auf ihnen stehen, ich würde sie trotzdem nicht anziehen !!! Ich werde doch kein Gefangener meiner Klamotten !!! Schon gar nicht meiner Unterhosen !!!

Doch etwas fasst mich an der Schulter, zieht mich zurück aus der Schublade.

 „Hey, Mann, wach auf. Deine Wäsche ist längst fertig,“ sagt der Nachbar von einem Stockwerk über mir.

„Mir doch egal. Das kranke Zeug kannste gerne mitnehmen, bei Ebay verkaufen oder meinetwegen: Anziehen!“ 

Und ich, ich packe jetzt meine Sachen und gehe in’s Freibad, flüchte vor einem Waschtrommel-Trauma. Und wehe dem, der mich vom Schwimmen abhalten will, weil ich keine Badehose trage…