Richtig alle sein

Geschrieben am 30 Juli 2007

Nur noch im Bett liegen können, weil man den ganzen Tag hin und her gerannt ist, Kartons geschleppt hat usw. Mittlerweile fühlen, dass man seine Augenlider nicht mehr lange geöffnet halten kann. What “so richtig alle sein” is all about.

Heftiger Sonntag, kann man nicht anders sagen. Es gehört nicht zu meinen besonders geschätzten Gewohnheiten, bereits um 8 Uhr am siebten Wochentag aufzustehen, nur damit man ein viel zu großes Gefährt abholen kann/muss. Nun ja, zunächst dachte ich zwar, dass ein Maxi-Sprinter größer sei als benötigt, habe ihn dennoch genommen, weil nichts anderes mehr zu haben war. Doch ich täuschte mich: Innerhalb von zweieinhalb Stunden bekam ich das Ding (mit Unterstützung meines Bruders und meines Vaters) tatsächlich voll.

Vorsicht! Der hat einen Wendekreis wie ein Ozeandampfer,” sagte der nette Verleiher noch warnend zu mir und nachdem ich ein paar Meter mit dem Ungetüm gefahren bin, wusste ich was er meint: Ich kam damit kaum wieder von unserem Hof. Es lässt sich aber schlecht rangieren, wenn die beiden Anweiser sich widersprechen oder in’s Wort fallen, jeder von ihnen eine bessere Idee zu haben glaubt.

Immerhin zog sich das Einzug am neuen Wohnort nicht ganz so lange hin, was aber nicht allein nur an der Mithilfe des neuen Mitbewohners gelegen haben kann. Wir waren einfach deutlich schneller. In zirka einer Stunde war die Sache am Ziel erledigt, warum auch immer. Es scheint mir nunmal so ein Mysterium der Umzieherei zu sein. Doch, eine Erklärung könnte ich für das unausgewogene Verhältnis zwischen Auszugs- und Einzugszeit liefern: Ich bin während des ersten Vorgangs permanent herumgerannt und habe überlegt, ob ich nicht noch irgendetwas vergessen habe und so den weiteren Fortschritt verhindert. So geht es bestimmt allen Umziehenden.

Schrank aufbauen, zurück in die alte Bude (zwischendurch das Ungetüm wieder vollgetankt abliefern. “vollgetankt”, haha. das wäre ‘ne Story für sich wert) und die Überreste des alten Kleiderschranks meinem Dad zum Verfeuern mitgeben. So sah die vorerst letzte Aktion um 19:30 Uhr aus, bevor ich meinem Bruder zum Dank den Kinoeintritt für “Die Simpsons” spendierte. Netter und lustiger Ausklang jedenfalls, ich konnte mich sogar auf den Film konzentrieren.

Aber jetzt, jetzt konzentriere ich mich auf gar nichts mehr.

Der Traum der ersten Nacht in der neuen Bleibe soll doch angeblich irgendetwas zu bedeuten haben. Oder in Erfüllung gehen. Oder aber auch am nächsten Morgen wieder vergessen worden sein. Wir werden sehen.

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3 Kommentare bis jetzt
  1. little james Juli 31, 2007 20:59

    wo hast du den ozeandampfer denn geliehen?
    und hast du umzugskisten übrig?

    ich packe ja demnächst auch wieder mal mein hab und gut zusammen.

  2. Rouven August 1, 2007 8:24

    Den Ozeandampfer hatte ich bei Tim’s (was soll eigentlich dieses englische Apostroph hier?) geliehen.

    Und Kartons habe ich bestimmt einige übrig, bevor die den Kellerraum einnehmen, kannste die gerne haben. Ich muss aber erstmal alles auspacken, dann kannste Dich gerne bei mir melden.

    P.S.: Wart Ihr das mit der Einladung da?

  3. little james August 1, 2007 11:05

    gerne. ist jetzt ja auch noch nicht soooo eilig. juhuuu.

    waren wir. die ganz große sause. hoffentlich krieg ich die alle in meine wohnung :)


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