Woran man erkennt, dass man schon sehr lange Zeit mit seinem Partner zusammen ist
Posted on Juli 19, 2007
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Eine kleine Checkliste (praktisch auch für diejenigen, die inzwischen vergessen haben, dass sie überhaupt einen Lebensgefährten besitzen)
I. Noch harmlos
Ihr seid schon sehr lange zusammen,…
- wenn die Freundin bei der Pizzabestellung am Telefon sagt: „Für mich einmal die Marghuerita, und dann hätte ich gerne noch die Quattro Staggioni mit extra Tomaten, Größe XL“. Ohne dich überhaupt gefragt zu haben.
Ihr seid auch schon sehr lange zusammen,…
- wenn sie dich darüber hinaus gar nicht mehr fragt, was man abends kochen soll, weil sie angeblich ein Gespür dafür entwickelt hat, was dir an diesem speziellen Tag schmecken könnte.
Ihr seid schon sehr lange zusammen,…
- Wenn du samstagabends auf „Stirb langsam“ verzichtest und sie auf so einen Film, in dem die Leute nur reden, ihr euch stattdessen auf „Wetten, dass…“ einigt, weil da ist ja schließlich für jeden was dabei. Anschließend tippt ihr dann auch noch für denselben Wettkönig, weil der hat ja mit seinem Gedächtnis „menschlich“ viel mehr geleistet als die anderen.
Ihr seid schon sehr lange zusammen,…
- wenn ihr morgens am Frühstückstisch sitzt das und einzige, was man neben dem Gemmmmpfe und Geschlllllfe hört, ist, wenn der eine den anderen auf einen Artikel hinweist, dabei „Guck mal“ sagt und dir damit die Mahlzeit intellektuell veredelt, da sich der Leitartikel in Spiegelschrift direkt auf dem Käse verewigt. Ist es nicht schön, wenn man mal nur zusammen schweigen kann?
II. Fortgeschrittenes Stadium
Wir schämen uns mit,…
- wenn du von einem Freund gefragt wirst, wie es dir im Moment geht, und bevor du überhaupt irgendetwas sagen kannst, deine Freundin für dich antwortet: „Heute morgen hatte er noch Durchfall, aber jetzt geht’s.“
Ihr seid schon sehr lange zusammen,…
- wenn du in der Öffentlichkeit einen Witz machst und ihr beiden euch darüber totlacht, alle anderen im Umkreis von 50 Kilometern euch aber anstarren, als wärt ihr atomar verseuchtes Gemüse.
Ihr seid schon sehr lange zusammen,…
- wenn ihr euch bei der Buchung eures alljährlichen Urlaubs in Dänemark um eine Woche verspätet und der ewige Vermieter eures Ferienhauses besorgt anruft und fragt, was denn mit euch los sei,
- und auch, wenn ihr danach eure Freunde beim Präsentieren der Urlaubsfotos mit eurem Partner vor irgendwelchen dänischen Denkmälern darauf auf das Datum hinweisen müsst, weil diese nachfragen, ob die Fotos nicht aus den Jahren davor seien.
Es geht an die Schmerzgrenze,…
- wenn die Mütter bei Besuchen nicht mehr nur wie früher ihren Bauch interessiert betrachten, sondern inzwischen dazu übergegangen sind, ihn gleich zu betasten und dabei fragen: „Na? Da is wohl was am Kommen, nech?“
III. Hart am Limit
Ihr seid schon sehr lange zusammen,…
- wenn ihr mittlerweile damit beginnt, im Trekking-Katalog die gleichfarbigen Gore-Tex-Klamotten zu bestellen.
- und wenn sich aus genau diesem Grund die Masse in der Fußgängerzone vor euch teilt wie der panisch aufgeschreckte Dschungel bei der Ankunft von T-Rex, dann seid ihr erst recht schon sehr lange zusammen.
Ihr seid kaum noch zu retten,…
- wenn man Gemeinsamkeiten in euren Gesichtszügen ausmachen kann und sogar Nachbarn und Freunde dazu übergegangen sind, euch die Polizei in’s Haus zu schicken, da eine solche Ähnlichkeit nach deren Meinung nur mit direkter Verwandtschaft erklärt werden kann.
Ihr seid schon sehr lange zusammen,…
- wenn befreundete Singles in eurer Gegenwart so tun, als wären sie ebenfalls ein Pärchen, nur damit ihr endlich einmal über etwas anderes redet als darüber, wie gut die beiden (oder die beiden oder die beiden) doch zusammenpassen würden.
Es ist beinahe zu spät,…
- wenn dir früher die vielen Härchen im Bad als belästigend oder ekelerregend vorkamen, du aber mittlerweile dazu übergegangen bist, sie zu sammeln, weil du vielleicht irgendwann einmal, in eventuellen Zeiten der Knappheit, der Kälte und es Krieges, einen warmen Pulli daraus stricken kannst. Oder, wenn nicht für euch selbst, dann für ein armes Kind in Äthiopien.
Man muss schon seeeeeehr lange zusammen sein,…
- wenn man im Laufe der Zeit seinen Musikgeschmack zu sehr vernachlässigt hat (siehe Punkt „Kleidung“) und nicht mehr weiß, wie diese ganzen neuen Bands heißen, die da im Radio laufen und über die die Leute immer berichten, die seien ja „so cool“ und dann ausgerechnet auf die Idee kommt, Micha-El Goehre um ein bisschen neue Musik zu bitten.
Ihr seid unrettbar verloren,…
- wenn eure Sparmaßnahmen inzwischen darüber hinaus gehen, dass ihr ein und denselben Rasierer benutzt, und folgender Satz mittlerweile gar nicht mehr ungewöhnlich in euren Ohren klingt:
Und wenn man sich in diesen Dingen wiedererkennt und demnach schon sehr lange mit seinem Partner oder seiner Partnerin zusammen ist, dann muss das kein schlechtes Zeichen sein. Dann bedeutet das vielleicht ganz einfach, dass man sich schlicht und ergreifend liebt.
Lebendig fühlen
Posted on Juli 19, 2007
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Ich interessiere mich sehr für Sport. Also, nicht so Sport wie „Wann gibt’s das Spiel heute Abend?“, sondern für so richtig selber Sport machen. Ihr denkt jetzt bestimmt, das sieht man mir gar nicht an, aber man muss ja auch nicht gleich aussehen wie einer dieser blondgebrannten Surfer, um fit zu sein. Schlacksig ist das neue Stark. Pommesärmchen regieren.Letzten Sommer war ich zum Rafting im Grand Canyon, dabei hatte ich mir das erste Mal das Schlüsselbein gebrochen. Das war vielleicht grenzwertig, Mann. So hart am Limit, da weiß man erst so richtig das Leben zu schätzen. Der Medizinmann, den wir da getroffen hatten, hatte gesagt, solche Erfahrungen braucht man manchmal. Schlauer Mann, hab ich begriffen, glaub’ ich. Nicht, dass ich ihn verstanden hätte, also, mit Sprachen hab ich’s ja nicht so. Aber mein Freund Rolf war dabei, der weiß beinahe alles, glaub’ ich manchmal. Müsst Ihr unbedingt mal kennenlernen.Nach dieser Erfahrung bin ich öfter solche Sachen machen gegangen. Freeclimbing, Bungeejumping, Fallschirmspringing, alles das eben. Das macht den Kopf richtig frei für die wahren Dinge des Lebens. Rolf sagt zwar immer, ich soll bloß nicht noch mehr von meinem Kopf frei machen, aber das meint der bestimmt ironisch, oder so.
Doch irgendwann waren mir diese durchorganisierten Sportarten einfach zu doof geworden, habe mich auf meine Kreativität verlassen und mir Sachen selbst ausgedacht.
Schon bald habe ich, auf der Suche nach einem neuen Kick, das Lawinensurfing erfunden. Das war vielleicht eine heiße Sache: Ich wurde der treueste Begleiter dieser Leute, die mit Sprengungen künstliche Lawinen auslösten. Sobald sie eine Zündung ansetzten, holte ich mein Surfbrett von der Schulter und los ging’s. Links und rechts von mir spritzte die weiße Scheiße hervor, während ich auf ihr herumritt.Rolf ist zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr überall mit hingekommen. Er wartete lieber auf mich in der Aprés-Ski-Hütte, wo er seinen Spaß damit hatte, an Mädchen herumzulecken. Unterdessen wurde ich in meinem weißen Grab von Spürhunden wieder zur Besinnung geschlabbert. Um nichts in der Welt wollte Rolf mit mir tauschen, meinte er. Ich verstand das nie, während ich mich meistens im Hospital regenerierte und spürte, wie das Leben langsam in meinen Körper zurückkehrte.
Jackie Chan hat mal in einem Interview behauptet, er hätte sich im Laufe seiner Filmkarriere bereits jeden Knochen einmal gebrochen. „Einmal“, pah. Lusche. Der hat doch noch nie gelebt.
Ich kam dann irgendwann auf Motorsport, aber nicht bei so Rennen, ich wollte schließlich nur meine eigenen Grenzen kennenlernen. Also rief ich bei Smart an und fragte, ob die noch einen Dummy gebrauchen könnten.„Davon haben wir hier aber jede Menge,“ meinten die dann.Darauf ich: „Ja, aber keinen menschlichen.“Da war aber erstmal Sendepause in der Leitung.
Der Aufprall auf die Mauer war dann auch phantastisch, hatte mir sämtliche Hirnzellen aufgeschüttelt. Es war, als wäre mir Buddha…ach was, als wäre ich Buddha erschienen!!! Ich befand mich danach noch zirka fünf Wochen im Nirwana, dann waren meine 37 Frakturen zumindest wieder halbwegs zusammengewachsen.
Doch ich fühlte, da musst noch mehr sein. Da musste es noch Erfahrungen geben, die meinen Nerven und Knochen einiges mehr abverlangen konnten. Höher, schneller, weiter. Ich ließ mich von einem Bericht in der Tagesschau inspirieren und wartete auf die nächste Gelegenheit.Dann, als der Moment gekommen war, zog ich mich schwarz an, bedeckte meinen Kopf und ging hinaus zu den Demonstranten von ATTAC. Ich mischte mich unter sie, und beim Anblick der ersten grünen Minna schrie ich „Viva la muerte!“ (das hatte Rolf mal irgendwo gelesen, das fand ich schon immer voll super) und bewarf sie dann aber mit weichen Schwämmen. Und wie mir darauf der erste Schlagstock die Kniescheibe zertrümmerte, da ging mir fast einer ab.
Beinahe wollte ich einen Satz aus diesem Film „Der Club der toten Dichter“ zitieren: „Ich wollte das Mark des Lebens in mich aufsaugen“. Aber… ich merke soeben, dass das hier nicht so ganz passt, schließlich spritzte mir nach jeder Aktion das Knochenmark nur so aus allen Poren heraus.
Nach diesem letzten Polit-Sportevent besuchte mich Rolf. Mein ganzer Körper war in so einem nervtötenden weißen Zeug eingeleimt. Er fragte mich: „Na? Was macht das Leben?“Doch selbst meine Lippen waren eingegipst, spröde und standen kurz vor ihrem völligen Zerbersten. Herrlich, jede Faser meines Körpers machte sich bemerkbar. Selten hatte ich mich so lebendig gefühlt.
Ich konnte Rolf schlecht mit einem Rollen meiner Augen antworten - Was hätte das auch ausgesagt? – und versuchte, meinen eingegipsten Daumen zu heben. Dank enormster Willenskraft gelang es mir auch. Es knackte unter dem Gips [schnalz], aber zumindest wusste mein Freund nun, dass ich nicht klagen konnte.
Und wenn ich wieder beisammen bin, habe ich schon die nächste Idee: Geschichten schreiben, bis mir die Fingerknöchel splittern. Und ich höre nicht auf damit, sie zu erzählen, bis mir das Skelett platzt. Das ist wahrer Extremsport, liebe Adrenalinjunkies. Das ist Hardcore-Slam.
Runde 1 ist eröffnet
Posted on Juli 19, 2007
Filed Under Allgemein | 1 Comment
„Meine Damen und Herren, ich darf sie willkommen heißen beim Kampf der Giganten unserer Sandkasten-Hemisphäre. Es geht heute um alles: Der Titel „Master of the Blockspielplatz“ sucht einen neuen Inhaber auf unbestimmte Zeit. Und hier haben wir ihn, den Herausforderer, in der rechten Ecke des Sandkastens: Der zweijährige, von seinem Vater durch- und durchtrainierte Kevin, bereit, die Krone der Gewichtsklasse „Nochnichtnennenswert“ zu übernehmen.Ihm gegenüber, in der anderen Ecke, die anderthalbjährige, von ihrer Mutter in letzter Zeit völlig vernachlässigte Lisa. Phlegmatisch sitzt sie in ihrer Ecke und es sieht so aus, als wird Kevin heute leichtes Spiel haben. Ohne zu erahnen, was sie in Händen hält, kaut sie auf der Trophäe herum, dem begehrten roten Feuerwehrauto.“
— Schnitt —
Die sich unseren Augen offenbarende Situation lieferte Aussicht auf einen richtig schönen, unfairen Wettkampf. Wir konnten uns auf ein blutiges Spektakel gefasst machen und Rolf, der neben mir auf der Spielplatzbank saß, kommentierte das Geschehen voller Enthusiasmus in seine offene Beck’s-Flasche hinein.
„Runde 1 ist eröffnet. Kevin schwankt zielstrebig aus seiner Ecke heraus. Er scheint ziemlich unsicher auf den Beinen zu sein. Mensch, Kevin: Reiß dich zusammen, das hier ist keine Wanderdüne, sondern der Ring! Hier geht es um alles.Ihm gegenüber harrt immer noch bewegungslos die kleine Lisa und wirkt völlig abwesend. Kevin kommt auf sie zu, täuscht einen linken Haken vor. Warum täuschst du nur, Kevin? Die blickt doch sowieso nix. Der weise Mann des Kampfquadrats, der dreijährige Ringrichter Marius, ist im Moment abgelenkt und damit beschäftigt, händeweise Sand zu essen.DAA! Der Haken gelingt, Kevin mopst Lisa brutal und überraschend das rote Ding vor den Augen weg. Triumph, Triumph!Tja, da guckt die kleine Lisa aber blöd und verdutzt an ihrem Widersacher herauf. Heul doch! Heul doch! Na? Wo ist jetzt deine Mama? Na? Eeeeeben: Nicht da isse.Der Ringrichter erklärt den Kampf…ach nee, der erklärt gar nix, der ist mit dem Sand beschäftigt.“
Rolf setzte die Beck’s-Flasche ab, sprang auf die Bank und versuchte sich ganz alleine an einer Welle für seinen siegreichen Sohn. Die anderen anwesenden Väter schüttelten mit den Köpfen.Ausnahmsweise, weil die Mütter und unsere Lebensgefährtinnen heute den seit Monaten geplanten Bahnausflug in die Tat umsetzten, wurden wir mit der Aufsicht der Kinder betraut bzw. gezwungen. Die anderen Männer wirkten zeitweise missvergnügt und auch Rolf hatte gesagt, er würde lieber seinem Sohn bei der heutigen Bundesligaübertragung die Abseitsregel beibringen, damit er der jüngste Mann (so drückte er sich aus) sei, der sie beherrschte.
„Wenn ich sehe, wie meine Liebste unseren Sohn jedes Mal mit diesem Gutschigu und Haitaitai verhätschelt, wird mir regelmäßig schlecht. ENT-WÜR-DI-GEND!!! Immer dieses „Kinder sind ja so süß und unschuldig“ und so weiter. Guck mal genauer hin: Da vorne herrscht Krieg zwischen diesen kleinen Killer-Bestien. Das merken unsere Frauen natürlich in der Regel nicht, die sitzen hier ja nur dauernd rum und rauchen Zigaretten.Aber die Evolution macht auch nicht vor dem Schnuller halt, das hier ist ein „Survival of the fittest Förmchen“!!!“
Ich wies Rolf darauf hin, dass Kevins Evolution gerade einen entscheidenden Sprung getan zu haben schien, denn der Kleine hatte sich vor der staunenden Lisa die Hose heruntergezogen und pullerte vor ihren Augen in den Sand.
„Phantastisch, nicht wahr? Ich hab ihm neulich beigebracht, im Stehen zu pinkeln,“ meinte Rolf voller Stolz. „Weißt du, das erleichtert einem schon ganz ungemein den Tag, wenn man nicht ständig irgendwo einen abhalten muss.“
Rolf sprang wieder vor Freude über seinen Sohn auf und stakste zum Sandkasten vor, stolperte dabei beinahe über die Begrenzung und schlingerte auf den Sandkuchen essenden Marius zu. Er konnte sich aber noch rechtzeitig fangen und ergriff seinen Sohn, der – freudestrahlend – nicht wusste, wie ihm geschah.Plötzlich befand sich Kevin mit seinem blanken Gesäß in luftiger Höhe, denn sein Vater warf ihn in seinem Überschwang mehrfach empor. Kevin legte in der Höhe sein Gesicht in angstzerknitterte Furchen, doch er schien bereits zu erahnen, dass seinen Vater ein Aufschrei seinerseits kränken könnte und blieb lieber still.
Stattdessen knackte es – für alle auf dem Platz Anwesenden gut hörbar – und Rolf sackte in sich zusammen, landete mit seinem Gesicht im durchnässten Sand. Kevin fiel auf den Rücken seines Vaters, genau auf die Stelle, von wo das knackende Geräusch zu vernehmen gewesen war, schien aber sofort wieder wohl auf und bohrte die Feuerwehr in den Rücken seines Vaters. Dorthin, wo es brannte. Rolf gab schmerzverzerrte Laute von sich, die der kleine Ringrichter Marius fälschlicherweise als Hunger interpretierte, und der schaufelte ihm salzig-sauren Sand in den Mund.
Kevin, erstaunt darüber, dass sein Vater so früh am Tag Lust verspürte, sich hinzulegen – noch dazu im Sandkasten - , rang nach Worten, Tönen, Ausdrucksmitteln. Bald entglitt ihm die Frage: „Papa K.O.?“
Später, auf dem Weg in die Notaufnahme, tat ich mich schwer damit, Rolf quer über zwei MaxyCosy-Kinderwagen zu balancieren. Bei jedem frechen Pflasterstein stöhnte er erneut gequält auf. Die Kinder hatten wir bei den anderen zurückgelassen, wo man inzwischen über die Einrichtung eines Wettbüros nachdachte.
„Weißt du was, Rolf?“ fragte ich. „Ich glaube, dein Sohn ist schon ziemlich fit und wird dich mit Sicherheit überleben. Bald schon. Übrigens, du hattest doch gerade etwas über Würde erzählt. Ich meine, wo ich dich hier gerade so liegen sehe, das musste mir noch mal erklären…“
Highlander
Posted on Juli 18, 2007
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Heute Abend ab 20:30 Uhr treten die vom Publikum favorisierten Slammer der letzten Saison im Turniermodus gegeneinander an, als da wären:
- Andy Strauß
- Lampe
- Lars Reineke
- Marc O. Schuster
- Micha-El Goehre
- Mischa S. Vérollet
- Sulaiman
- Volker Surmann
- und meine Wenigkeit
Und Donnerwetter! Wie ich mir die Liste da oben so anschaue, realisiere ich erst jetzt, wie utopisch an ein Weiterkommen aus der Vorrunde zu denken ist, zumal ich Mischas Text bereits kenne (absolut unschlagbar, die Helga), Sülles Gedächtnisaussetzer mittlerweile einen vorauseilenden Ruf besitzen und, naja, die Qualität der anderen Beiträge wird gewohntermaßen nicht zu unterschätzen sein, ob Micha nun schreit, Andy sich spaltet oder Schuster Katze zu kratzen beginnt.
Ich bin gespannt, geht es doch nicht nur um den “Stadtmeister”, sondern auch darum, wer für Bielefeld nach Berlin zum Nationalwettbewerb geschickt wird. Und da fünf der oben genannten Personen bereits für andere Städte daran teilnehmen, könnte das doch noch interessant werden.
Spaßig wird es aber mit Sicherheit so oder so. Auch im Anschluss daran im Movie.
Wir sehen uns heute Abend im Bunker Ulmenwall ab 20:30 Uhr
(bissel früher dort sein wegen der Plätze ist neuerdings immer ratsam)
Zimmer frei
Posted on Juli 11, 2007
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Und wenn ich schon oft hier Wohnungen und Zimmer vermittelt habe, kann ich das auch mal für mich selbst tun, und zwar für das Zimmer, das ich demnächst verlassen werde. Hier der Wisch, den ich heute in der Uni und sonstwo aushängen werde:
Zimmer frei in 3er-WG zum 01.08.07
190 Euro warm (alles inkl.)
August-Bebel-Str. 79
(Kaution: 250,– Euro)
15-16 m², zentralste Lage (Nähe Kesselbrink, zehn Minuten Fußweg in die Altstadt bzw. zur Stadtbahn Jahnplatz), mehrere gute Einkaufsmöglichkeiten (Jibi, Real, Aldi) in der Nähe, Parkplätze hinter dem Haus, morgens sonniger WG-Balkon. Im Wiesenbad ist man ebenfalls sehr schnell. Studenten der Geisteswissenschaften genießen den Anblick der Arbeitsagentur.
Was noch?
Zwei nette Mitbewohnerinnen (25 und 24J, die aber auch im Herbst und Ende des Jahres die WG verlassen werden, d.h. ab dann kannst Du bei der Mitbewohnersuche bestimmen). Und wir warten derzeit noch auf DSL. Sollte das bei uns ankommen, kann sicherlich eine Vertragsübernahme ausgehandelt werden (Alice-DSL ist schließlich monatlich kündbar, also wird das schon klappen).
Tel.: 0176-21052885
Juni-Slam bei Radio Hertz
Posted on Juli 9, 2007
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Übrigens kann man sich heute Abend ab 18 Uhr den letzten Bunkerslam auf Radio Hertz anhören. Es ist ja immer etwas verwirrend, wenn man gesagt bekommt, man könne ihn direkt am darauffolgenden Samstagmittag noch einmal verfolgen, und dann eine Lesung über die Biographie von Hunter S. Thompson erhält. Ich glaube, es ist mir nur einmal passiert, dass ich die Aufnahme des mittwöchlichen Slams tatsächlich am Wochenende vernehmen durfte.
Aber dank der schicken neuen Hertz-Internetseite kann man sich nun zumindest darüber informieren.
Am Samstag ab 12 Uhr soll die Ausstrahlung dann noch einmal wiederholt werden. Schade, dass ich das Radio natürlich zu beiden Zeiten überhaupt gar nicht einschalten kann und anderswo bin.
Notaufnahme
Posted on Juli 8, 2007
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Da will man nach der langen Nacht im Forum etwas frühstücken gehen und landet unterhofft in der Notaufnahme Bielefelds bester Klinik (lt. BILD). Als Begleitung. Und wir warten seit einer Stunde auf einen Arzt…
EDIT: Aus der einen Stunde wurden dann auch zwei. Aber mit den entsprechenden Medikamenten ausgestattet und diesen phantastisch spannungs- und actiongeladenen Rosamunde Pilcher-Filmen in der Glotze lässt es sich doch wieder behaglich an
Aus dem Internet-Café
Posted on Juli 7, 2007
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Zwei offensichtlich noch sehr junge Herren sitzen neben mir an einem Rechner und versurfen ihr Taschengeld in Chatrooms:
Blag 1: “Ey , geh doch mal da rein.”
Blag 2: “Alter, spinnst du? Da sind doch voll die Ommas drin. Hier guck mal, die sind doch alle schon über 16…”
Helmut Schmidt außer Dienst
Posted on Juli 5, 2007
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(gestern Abend bei der ARD)
Die Worte des alten Helmut Schmidt in Ehren: Wie kann ein Land wie die U.S.A., das seit der Zeit der Unabhängigkeitserklärung selbst so lange hin zur Demokratie gebraucht hatte, erwarten, dass andere Länder sie spontan annehmen und durchführen? Tätig ist der alte Kanzler, jettet zwischen New York und Deutschland und China hin und her, hat für jeden ein offenes Ohr und Kritik und Zigaretten parat, kommt nicht zur Ruhe. Spricht dabei ein wahrscheinlich besseres Englisch als seine Nachfolger. Beeindruckend, die gestrige Doku der ARD.
Und zu berührend, wie Henry Kissinger bei seinem Besuch im Hause Schmidt gleichzeitig mit dem Gastgeber aus dem Sessel aufstehen möchte: Zwei alte Männer, die sich in die Lehnen stemmen und ächzend in die Höhe strecken. Nicht nur beinahe putzig.
Spurten
Posted on Juli 4, 2007
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So, heute werde ich vorläufig (!!!) das letzte Mal dieses Irrwitz veranstalten, jeden Tag erst zum einen, dann zum anderen Job zu latschen, und mich dafür zehn Stunden lang verrückt machen lassen. Ab morgen ist nur noch der eine von beiden für’s erste relevant, auch, wenn ich gerne andere Dinge täte. Immerhin ist dann etwas mehr Zeit übrig.
Trotz Zeitmangel habe ich neulich am Wochenende - in einer Nacht - das Grundgerüst für drei Slamtexte geschrieben, schließlich ist schon in zwei Wochen der Highlander, ich hatte zufällig einen wahren Ideenoverkill und konnte nicht schlafen. Außerdem bin ich mittlerweile etwas angefixt, da es aufgrund der im Bunker antretenden Konstellation an Slammern (und denen davon bereits qualifizierten) plötzlich gar nicht so unmöglich erscheint, die Stadt Bielefeld beim National Slam in Berlin vertreten zu können. Na, das wäre ja ein Ding…
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