Im US-Bundesstaat Nebraska hat der Abgeordnete Chambers die Theodizee-Frage für sich beantwortet: Gott ist für den ganzen Mist auf Erden verantwortlich und gehört daher vor Gericht, die Strafanzeige hat er bereits gestellt.

Womit er uns - sollte das Verfahren beginnen (und wer weiß das schon so genau bei den verrückten Prozessen dort?) - eine fabelhaftes Beispiel für den Stand der dortigen Säkularisierung gibt. Sollte sie jemals in den USA weit vorangeschritten sein…

[via Fudge]

Toll am Wochenende sind die vielen Möglichkeiten, sich alte Schinken anzugucken. Und dabei die großen Diven mit ihrem Familiennamen und bestimmten Artikel zu benennen: “die Dietrich”, “die Gabor” (in Orson Welles “Im Zeichen des Bösen” z.B.), “die Monroe” (in John Hustons “Misfits“) oder “die Davis” und “die Crawford” (in Aldrichs “Was geschah wirklich mit Baby Jane?“).

Einen wahren Superklassiker haben wir uns dann neulich auch noch gegeben: Hitchcocks “Über den Dächern von Nizza” mit einem beinahe bis zur Kohlrabenschwärze gebrannten Cary Grant und der blassen “Kelly”. Will man sich nach Urlaub zurücksehnen, braucht es nur diesen (damals bestimmt von der Touristikbranche schwarz finanzierten) Film.

Wie schön auch die Vorstellung ist, wenn eine gutbetuchte Frau im Hotelzimmer feststellt, dass ihr der Schmuck entwendet wurde, und statt zum Telefonhörer zu greifen einfach das Fenster öffnet und beginnt loszuschreien: “Hilfe!!! Polizei!!! Ich wurde bestohlen!!!” Drama, Drama…

Herrlich, diese grauen Tage.

In Burma (a.k.a. Birma, a.k.a. Myanmar) werden jetzt also von Seiten der Junta die Internetverbindungen gekappt.
Wegen der vielen Leute, die in’s Ausland berichten, die das staatliche Netzangebot nicht nutzen (der Verstoß gegen dieses Verbot kann alleine schon 15 Jahre Knast dort bedeuten).

Klingt wie das Paradies für Schäuble. Oder bietet zumindest eine interessante Gegendystopie…

Später mal genauer darüber nachdenken. Erstmal notieren.

EDIT 30.09.: Andernorts sieht man da ebenfalls einige Bezugspunkte

Den Google Feed Reader hatte ich ja schon länger getestet, aber erst seit ungefähr drei Wochen richtig in Benutzung. Und zwar habe ich ihn deshalb angeworfen, weil ich langsam aber sicher das Gefühl hatte, den Überblick mit den Mozilla-Lesezeichen zu verlieren. Nachdem ich dann aber einmal konsequent sämtliche Abos in die Obhut des Google-Readers gegeben hatte, ließen sich die Beiträge auch schön chronologisch verfolgen. Nix mehr verpassen und übersehen, ich will doch schließlich jede subjektive Ansicht über unseren lustigen Innenminister-Clown mitbekommen und erfahren, ob ich auf dem Rückflug abgeschossen wurde: Superkuhl.

Doch das Ganze hat natürlich auch seine Schattenseite: Hast du nämlich so Sachen wie Spreeblick oder BILDBlog abonniert, wo wirklich täglich Beiträge rausgehauen werden, und bist du dann mal eine Woche vom Netz absent, kommst du später nicht mehr hinterher, das Verpasste nachzuholen. Und Verpassen will ich schließlich auch nichts, nicht wahr?

Die Zeiten, in denen man von Max Goldt sprach und von seinem Gegenüber ein lautes “WER?” erntete, werden demächst wahrscheinlich vollends vorüber sein, denn offensichtlich wird Herr Goldt jetzt Pop. Und wenn schon nicht Pop, dann zumindest im Gespräch beim Boulevard.

Geschickterweise hat nämlich sein Verlag eine Sonderedition des neuen Hörbuchs “QQ” in der aktuellen Ausgabe der Vanity Fair unterbringen können. Das nenne ich doch mal Publicity!
Andererseits ist diese Sonderedition bereits derart umfangreich (6 Beiträge à im Schnitt 13 Minuten), dass man sich schon überlegen muss, ob man sich das dazugehörige Hörbuch überhaupt noch kaufen möchte (157 Minuten Laufzeit für 19,95 €)…

Also, ich bräuchte es jetzt nicht mehr…

Langsam reicht’s aber auch mal mit dem vielen Kreta-Kram an dieser Stelle, zumal ich auch nur einen kleinen Ausschnitt der auf zwei Speicherkarten gesammelten Fotos liefern kann. Aber ich denke, der Eindruck genügt völlig zu der Einsicht, dass es sich bei der Insel um einen phantastischen Urlaubsort handelt. Wir haben in der Kürze der Zeit zwar längst nicht alles sehen können, was wir gerne gesehen hätten, aber hey: Wir haben uns bemüht.


Odeion in Gortys


Titus-Basilika in Gortys

in Gortys

Vori ist ein kleines, aber sehr nettes Dörfchen, dessen Gebäude wir desöfteren auf der Durchfahrt von Phaistos, Knossos und Gortys bemerkt hatten. Ohne Wenn und Aber: So stellt man sich Griechenland einfach vor. Daher entschlossen wir uns für einen kurzen Aufenthalt dort (wo es überdies ein von der EU prämiertes Museum für kretische Ethnologie gibt).







Der unbestrittene Star des Urlaubs und unser Aufmerksamkeitsmagnet war der kleine Kater Mavros (”der Schwarze”), den die Inhaberin einer Taverne (wo wir dann Stammgäste wurden) erst vor kurzer Zeit aufgenommen hatte. Mavros war nicht nur unglaublich verspielt, sondern ist, da er wohl der Mutter zu früh entrissen wurde, seinen Saugreflex noch nicht gänzlich losgeworden. Die Folge war, dass so mancher Gast das Lokal später mit einem nassen Hemd verlassen musste. Aber versuch das mal einem zu erklären…

Extrem süß, der Kleine.

Mavros in Aktion (mit dem Handy aufgenommen):