Journaillekanaille

Geschrieben am 16 Oktober 2007

Den Anspruch, hier im Blog journalistische Glanzleistungen zu vollbringen, hab ich ja bei Weitem nicht. Aber die Skepsis, die Herrn Knüwer bei einer Podiumsdiskussion gegenüber Blogs entgegenschlug, empfinde ich dann doch wieder überraschend. Erstaunlich daran ist, dass die Ablehnung ausgerechnet von den Journalistik-Studenten kam. Freie Meinungsäußerung, Ungebundenheit usw. hin oder her: “Immer wieder warf der Nachwuchs ein, dass es in Blogs nur “Friseurgespräche” gebe oder Teenager-Tagebücher.” So’n Quatsch.

Wo man freie Bahn hat, trifft man natürlich auch auf alles. Man muss nur gut genug filtern können. Offensichtlich mangelt es eben diesen Leuten an einem für ihren Beruf essentiellen Skill: Medienkompetenz.

Oder aber (und das vermute ich einmal vorurteilsbehaftet aus der Ferne heraus, ohne dabei gewesen zu sein) es handelte sich um die neue, konservativ eingestellte Riege von Studenten, die lieber festangestellt mit regelmäßigem Gehalt und VL für den Bausparvertrag schreiben möchten. Wahrscheinlich sitzen sie künftig risikoscheu und griesgrämig in der Redaktion, wenn das BILDBlog ihnen wieder einmal in die Suppe gespuckt hat. Ach, irgendwie sind sie ja auch wieder zu bemitleiden nicht wahr?

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Name (notwendig)

Email (notwendig, wird aber nicht weitergegeben)

Website/URL

Kommentare

2 Kommentare bis jetzt
  1. Fudge Oktober 17, 2007 16:03

    Wurde nicht genau dieses Thema schon einmal auf Indiskretion besprochen? Ich meine mich zumindest daran zu erinnern…. Anyway, ich habe mich gerade köstlich über deinen kleinen Eintrag amüsiert!

  2. Rouven Oktober 18, 2007 14:04

    Jepp, das hab’ ich ja auch da oben verlinkt :wink_wp:


Konsum



Tags