Frei haben
Geschrieben am 20 Oktober 2007
Himmel sei dank, es ist Wochenende: Ich „darf“ morgen mal nicht arbeiten. Welche Wohltat. Zu schade, dass das ungewohnte Übermaß an Zeit derart überwältigend daherkommt, dass man die vielen Dinge, die man tun könnte, allesamt gleichwertig sind und man nicht weiß, womit man anfangen könnte.
So gestaltete sich der gestrige Abend bei Herrn Brohm als so inspirierend, dass ich am liebsten gleich loslegen würde, etwas zu schreiben. Andererseits liegt neben mir ein Buch und klagt mich an, in ihm weiterzulesen. Und so weiter und so fort. Ach, das nimmt ja alles gar keine Ende, diese Last der ungetanen Dinge und Aufgaben. Ich sehe bereits jetzt, wie es am Wochenendshorizont, dem Sonntagabend, aussehen wird: Nur das wichtigste wird erledigt sein, die Wäsche gewaschen, ein bisschen eingekauft, das war es dann auch schon.
Eines Tages werde ich bestimmt nicht mehr aufstehen können, weil der Ballast unerledigter Aufgaben auf mir liegt, als hätte mich - im Schlaf unbemerkt - eine Lawine überrollt. Bloß, dass die Lawine aus lauter klagenden Büchern besteht.
So in etwa stelle ich mir einen für Studenten typischen Albtraum vor. Wenn ich mich an meine Träume erinnern würde, könnte ich das mit Sicherheit bestätigen.


Du hast es wirklich schwer! Ich beneide dich nicht!