Heil Hamlet
Geschrieben am 16 Dezember 2007
Herrlich, soeben lief auf EinsFestival Ernst Lubitschs “Sein oder Nichtsein” aus dem Jahr 1942, den ich somit zum zweiten Mal sehen durfte und nicht langweilig geworden ist: Kurz nach der Besetzung Polens durch die Nazis versucht eine Theatergruppe, den Verräter einer Untergrundbewegung - Professor Siletzky - in Warschau zur Strecke zu bringen.
Glanzvoll sind die Versuche, mit denen die Schauspieler dies bewerkstelligen wollen: Sie schlüpfen dabei in Nazi-Rollen und in die Rolle des Verräters selbst, es kommt dadurch plötzlich zu komischen Verwechslungen und Überzeichnungen des Führerkults at it’s best. Ebenfalls hervorzuheben ist die Szene, in der die Schauspieltruppe den entkommenden Professor im Theater selbst versucht wiederzuerlangen: Die Scheinwerferkegel suchen zwischen den Sitzreihen, die Truppe schwärmt aus und lärmt. Die Flucht im Theater selbst, die Welt auf der Bühne. Phantastisch.
Für wenig Geld hier bestellbar: Sein oder Nichtsein - FOCUS-Edition

