Hotel Very Welcome

Geschrieben am 16 Dezember 2007

Gestern im Kino gesehen: “Hotel Very Welcome”, ein schöner Film über fünf Europäer, die teils in Indien, teils in Thailand, auf unterschiedliche Weise ihr Glück suchen. Zwei befreundete Briten wollen einfach nur ein bisschen im Urlaub feiern (geraten sich dann aber beinahe an die Wolle), eine Deutsche sitzt im Hotelzimmer und versucht, einen Anschlussflug nach Shanghai telefonisch zu bestellen (mit großen, interkulturellen und sprachlichen Problemen bis hin zum Telefonflirt). Ein Ire flüchtet vor Verantwortung in der Heimat und lenkt sich in Indien ab, eine weitere Deutsche wird dabei beobachtet, wie sie auf der “Suche nach sich selbst” bei einer Art Sekte scheitert.

Kein wichtiger, aber ein schöner Film darüber, dass man es sich nicht so einfach denken sollte, die räumlichen Distanzen seien auch kulturell leicht zu überbrücken. Flüchtest Du auch vor Deinen Problemen in die entlegendste Fremde, sie werden Dich auch dort einholen. Ich fühlte mich an zwei Freundinnen erinnert, die - gelinde ausgedrückt - etwas blauäugig für einen Monat durch Indien trampen wollten aufgrund irgendeiner hippiesken Illusion, dann aber völlig enttäuscht nach anderthalb Wochen wieder zuhause waren.



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