Was wollen wir lieber haben? Eine “Read-Only”-Kultur, in der Texte, Musik, Film usw. lediglich konsumiert werden können, oder doch eine “Read-Write”-Kultur, in der ein kreativer Umgang mit eben diesen Medien und Produkten ermöglicht ist? Wollen wir es wirklich kriminalisieren, wenn Kids neue Technologien nutzen zur Herstellung von Remixen, nur weil die Mehrheit es gewohnt ist, lediglich zu hören und zu gucken statt selbst Musik und Fernsehen herzustellen? Was kann schlecht daran sein, wenn jemand mit einer Interpretation (der Begriff sollte in dem Zusammenhang viel öfter fallen) ein großartiges Ergebnis abliefert und damit seine Kreativität und Phantasie unter Beweis stellt?
Und, einmal auf die Spitze getrieben: Hätte irgendein Major die Urheberrechte an den alten Mythen, dürfte heute kein einziger Film und kein einziger Roman geschrieben werden, ohne dass man mit gigantomanischen Abmahnungs- und Unterlassungs- und Was-weiß-ich-nicht-Klagen rechnen müsste.
Creative Commons wird dieser Tage fünf Jahre alt und Larry Lessig referiert eindrucksvoll über Sinn und Zweck dieser Idee (20 Minuten lang!!!):
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[...] aber zu eingeschränkten Zugang zu Ideen oder sogar zur Hemmung von Kreativität führt, muss der Creative Commons-Gedanke weiterentwickelt, -verbreitet [...]
[...] Gestern stieß ich bei Sixtus auf eine neue Version von Lawrence Lessigs TED-Vortrag. Wir erinnern uns: Er sah im Internet eine neue “Read/Write”-Kultur, in der der Öffentlichkeit mittels Remixens die Möglichkeit gegeben wird, als Kulturschaffende teilzuhaben. Mittlerweile ist der verlinkte Vortrag zweieinhalb Jahre alt. [...]
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