Auf Kriegsfuß

Geschrieben am 10 Januar 2008

Selbst für einen gestandenen Mann nahe des mittleren Alters hält der Alltag noch Herausforderungen bereit. So dachte ich kürzlich noch, dass ich die Mischbatterie unserer Dusche endlich verstanden habe. Dreht man den Hebel ganz nach links, hört man, wie sich das Gas im benachbarten Boiler endlich regt und das Wasser erhitzt. Sodann muss man den Druck erhöhen, also möglichst viel Wasser auf einmal herauslaufen lassen. Erst dann lässt sich die Temperatur einigermaßen annehmbar regulieren.

Seit Kurzem ist diese Vorgehensweise aber anscheinend nicht mehr ganz up-to-date. Die Temperatur, einmal auf das bevorzugte Maß geregelt, sinkt langsam wieder in den Keller, angekündigt durch die leiser werdende Gaszufuhr nebenan. Perfide ist es, wenn man sich in dem Moment gerade unter dem Wasserstrahl befindet und die einzige Maßnahme, die einem einfällt, ist, den Hebel wieder ganz auf heiß zu drehen. Ein Unterfangen, dass beinahe Verbrühungen und hin und wieder einen durch den Schreck zugezogenen blauen Fleck nach sich zieht. Ich werde daraus nicht schlau.

Es bieten sich zwei Möglichkeiten: Entweder, ich werde demnächst meine Umgebung mit einem kaum erträglichen Odeur quälen, oder aber ich dusche kalt. Doch für letzteres bin ich noch nicht ab-/verbrüht genug. Noch gebe ich mich nicht geschlagen. Der Kampf hat gerade erst begonnen.

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