Tatwort Januar 08

Geschrieben am 15 Januar 2008

Sechseinhalb Stunden unterwegs gewesen, um zirka 6 Minuten auf der Bühne zu stehen. Wir mÃüssen doch total verrückt sein, um es mal ganz frei nach Freise zu sagen. Der gestrige Slam in Münster war mal ein ganz anderer, als man ihn aus Bielefeld kennt. Wieder sage und schreibe vierzehn Vortragende probierten sich größtenteils in Lyrischem, HipHophaftem und Selbstbefindlichkeitsprosa, vermischt mit sogar politisch-essayistischen Texten und gespickt mit humoresken Bonmots.

Diese wurden vom gestrigen, münsteraner Publikum auch honoriert, weshalb es den lediglich lustig-komischen Geschichten richtig schwer fiel, überhaupt wahrgenommen zu werden. Gut, der Teamtext von Sulaiman und Tobi Kunze kam weiter, stattdessen konnte sich gar ein Andy Strauß in seiner Stammlokalität nicht durchsetzen.

Hier zogen neben Kunze/Sulaiman noch Markus Freise mit seinem Liebesgedicht, Micha-El Goehre mit seinem fünfjährigen Slamrückblick und Tobias Heyel dank seiner Betrachtungen über den Umgang mit Homosexuellen (letzterer wird am Mittwoch auch im Bunker zu sehen und zu hören sein) in das Vierer-Finale ein, welches Heyel dann für sich entschied. Die emotionellen Beiträge der Bielefelder konnten zuletzt im Bunker Ulmenwall nicht punkten, hier wurden sie dafür entschädigt.

Auch, wenn es für mich daher nicht ganz so gut verlief: Während der Rückfahrt auf der Autobahn gab es atemberaubende Eindrücke von Kraftwerken bei Nacht.

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