Ich wär auch so gern im Wordcamp

Posted on Januar 26, 2008
Filed Under Allgemein | Leave a Comment

Die Bloggeria ist heute verdächtig ruhig. Ich erkläre mir das damit, dass zum Beispiel so Leute wie Sven, jog, Thomas u.v.a., die in der Regel für reichlich Output sorgen, zur WordCamp 2008 gefahren sind, dort an kuhlen Sessions teilnehmen und andere Blogger zu Gesicht bekommen (u.a. natürlich wieder Leute aus Bielefeld).

Ich habe mich neulich schon, als es um die DLD ging, dabei ertappt, dass ich großes Interesse für derlei Konferenzen entwickle und bin langsam so weit zu sagen: “Nächstes Mal bin ich dabei.”

Früher, ja früher, da konnte man mich noch für Rockfestivals begeistern. Sind diese neuen Interessen etwa ein Zeichen für irgendeinen Reifeprozess? Na, ich glaube nicht. Ist wahrscheinlich nur eine Verlagerung *g*.

Bücher, die blöd machen

Posted on Januar 26, 2008
Filed Under Allgemein | Leave a Comment

Mit Sicherheit können sich noch viele an die Szene des Films “Der Club der toten Dichter” ( imdb / wiki) erinnern, in der Robin Williams als Mr. Keating seiner Klasse Ansichten über einen Aufsatz in deren Lehrbuch mitteilt. “Exkrement!” bezeichnet er - auf den Punkt gebracht - die Arbeit eines gewissen J. Evans Pritchard, dass den Gedichtband einleitet, und lässt die Seiten von seinen Schülern komplett aus dem Buch herausreißen.

Darin steht nämlich Folgendes:

To fully understand poetry, we must first be fluent with its meter, rhyme and figures of speech, then ask two questions: 1) How artfully has the objective of the poem been rendered and 2) How important is that objective? Question 1 rates the poem’s perfection; question 2 rates its importance. And once these questions have been answered, determining the poem’s greatness becomes a relatively simple matter.

If the poem’s score for perfection is plotted on the horizontal of a graph and its importance is plotted on the vertical, then calculating the total area of the poem yields the measure of its greatness.

[via]

Der “Wert” eines Gedichtes bemisst sich hiernach also aus der Flächengröße eines Graphen. Je größer der Grad der Perfektion oder Elaboriertheit auf der x-Achse und je wichtiger das behandelte Thema auf der y-Achse, desto bedeutender ist das lyrische Gebilde nach Pritchard.
Ab in den Papierkorb damit. Eine Kunsttheorie, die derart auf das Werk selbst fixiert ist, die Wirkung außer Acht lässt, den Rezipienten und dessen subjektive Interpretation völlig ignoriert, ist mindestens drei Mal Steinzeit und gehört mit Recht in den Abort. Vor allen Dingen ist die Ansicht, ein Kunstwerk besäße einen feststehenden Wert, heutzutage mit Argwohn zu betrachten.

Nichtsdestotrotz ist der Mensch ein Visualisierungstier. Dort wurde ebenfalls mit einer Veranschaulichung, einem Graphen, gearbeitet und es gibt durchaus noch merkwürdigere Versuche, komplizerte Sachverhalte optisch darzustellen. Jüngst gab es noch einen weiteres Unterfangen, den Wert oder sogar Nutzen von Büchern zu visualisieren.
Dazu bediente man sich der Daten von Facebook (dem U.S.-Pendant zu StudiVZ) und ermittelte die zehn beliebtesten Bücher pro College. Demgegenüber stellte man den durchschnittlichen SAT-Wert (amerikanischer Intelligenztest der Colleges) der Studenten.
Das Ergebnis kann man sich bei booksthatmakeyoudumb (”Bücher, die dich blöd machen“) ansehen und soll in etwa darstellen,welche Bücher diejenigen Leute lesen, die bei den Tests nicht so gut abgeschnitten haben.

Es gäbe dazu zwar mit Sicherheit noch ein, zwei Aspekte zu erwähnen, z.B. dass die vertikale Achse in diesem Beispiel nichts zu sagen hat. Oder dass noch lange nicht gesagt ist, das Lesen gewisser Bücher würde auch dümmer machen, nur weil Menschen mit geringeren SAT-Werten diese bevorzugen. Man liefe Gefahr, Koinzidenz mit Korrelation gleichzusetzen.

Aber booksthatmakeyoudumb hat - denke ich - auch nicht den Anspruch, mit verbissenem Ernst betrachtet zu werden ;-)

[via]

Slow Burn

Posted on Januar 25, 2008
Filed Under Allgemein | Leave a Comment

Das Feuerwerk in der eigenen Hand, meist unbeachtet, da die Zeit einem in der Regel keine Gelegenheit dazu gibt. Hier eine Slow Motion-Aufnahme von der Entzündung eines Feuerzeugs, die verdeutlicht, welch ästhetisches Potential in einem an sich banalen Vorgang steckt. Langsamkeit entdecken!

[direkt, via]

Sandmännchen Jim Denevan

Posted on Januar 25, 2008
Filed Under Allgemein | 1 Comment

Wegen Sachen wie dieser oder auch dieser hier möchte man dann doch seinen Flugschein machen, nur, um die Sandmalereien von Jim Denevan aus luftiger Höhe betrachten zu können. Freihändig sind seine Objekte über viele Stunden hinweg in den Strand gezogen und haben wegen der Flut nur für wenige Momente Bestand. Das ist praktizierter Zen-Buddhismus. Vanitas vanitatum.

[via]

Caput

Posted on Januar 25, 2008
Filed Under Allgemein | 4 Comments

Das hat man nun davon, wen man ein Wordpress-Upgrade vornehmen will. Trotz Beachtung aller notwendigen Schritte und Backups usw. war das Blog kurzfristig völlig vermurkst, was wohl an einigen Fehlern innerhalb der Datenbank lag. Da musste dann schonmal ein professioneller Programmator wie Dr. Van Heising zu Hilfe eilen.

Nun steht es zumindest wieder rudimentär. Aber an so mancher Stelle muss ich noch etwas herumschrauben, damit es wieder voll funktionstüchtig ist. Naja. Man sollte die Finger davon lassen.

Danke, Romano

Posted on Januar 24, 2008
Filed Under All das andere | Leave a Comment

Dass so ein selbstverliebter Medienmogulsdespot wie Berlusconi plötzlich wieder an die Macht in Italien gelangen könnte, halte ich mal mindestens für eine Katastrophe für eine Demokratie. Schuld daran ist merkwürdigerweise die dortige Demokratie selbst, die es zulässt, dass alle Kleinstparteien (ohne 5%-Hürde, wie hierzulande) in’s Parlament gelangen und bei der Regierungsbildung ein Mitreden haben. Und steigt eine davon aus, dann ist es um die Regierung und den Ministerpräsidenten geschehen.

So jetzt auch um Romano Prodi, der die Vertrauensfrage im Senat gestellt hatte, zwar ohne Aussicht auf Erfolg, aber mit der Absicht, dass das Volk mitbekomme, was sich dort abspielt. Eine weise Entscheidung, wie ich meine. Die paar Ausschnitte im heute-journal soeben waren vergleichbar unterhaltsam mit der Übertragung eines Wrestling-Kampfs. Was wurde dort gekeift und geschrien, Senatoren fielen in Ohnmacht, andere wurden handgreiflich und mussten hinausbegleitet werden. Dazwischen saßen eitle Fatzken im Nadelstreifenanzug. Beschalt und besonnenbrillt saßen sie dort wie Cosa Nostra-Bosse, als könnte sie kein Wässerchen trüben. Hätten sie noch Zigarre dabei geraucht, mich hätte es nicht gewundert.

Und dieses Szenario bot sich unseren Augen aus einem europäischen Parlament, nicht aus irgendeiner Insel-Bananenrepublik. Offensichtlich machen sich nicht nur die deutschen Politiker gerne zum Affen, weltweit drehen sie durch. Ich schmunzel noch bis in den Schlaf. Danke für diesen Einblick, Romano.

It works!

Posted on Januar 24, 2008
Filed Under All das andere | 2 Comments

Zwei Wochen der Qual sind an mir und meinem Leib vorüber gegangen. Zwei Wochen, in denen der Hebel der Dusch-Mischbatterie mich verspottete und mir lediglich eine Möglichkeit von Regulierung der Wassertemperatur vorgaukelte (siehe hier und hier). Zwei Wochen, in denen ich nur die Wahl zwischen “Extrem heiß” oder “Nahe dem Gefrierpunkt” hatte und mich nur entscheiden konnte, ob ich nun als verbrühter Indianer oder als Eiszapfen das Bad verlasse.

Doch diese Zeiten sind nun vorbei, endgültig gefrühstückt. Und es war nicht einmal ein Fachmann vonnöten. Der Vermieter erklärte mir, der Gasboiler könne auch auf den Wasserdruck so eigenartig reagieren und ich solle doch einmal alle Siebe entkalken, sicherheitshalber in Essig einlegen. Gesagt, getan. Die Dinger abgeschraubt (Himmel, sahen die aus. Kein Wunder, dass dort nur wenig Druck herrschte) und über Nacht in einen Topf mit Essig gepackt.

Heute wieder vom Kalk befreit und glänzend angeschraubt, Druck überprüft, top. Temperatur geregelt und gestaunt: Es funktioniert wieder. Herrjehmineh. Meine Hände riechen nun zwar komplett nach Essig, aber hey: Ich werde gleich einmal eine lange Duschorgie abhalten. Zu der Temperatur, die mir passt.

Nightmare On Plüsch Street

Posted on Januar 24, 2008
Filed Under All das andere | Leave a Comment

Teddy war gestern. Wer heute noch ein Vieh neben dem Bett oder einfach nur zur Zierde benötigt, sei es zum Knuddeln oder weil man eine Katze nicht halten darf, legt sich ein etwas ausgefalleneres “Stofftier” zu. Erst jüngst schloss ich Bekanntschaft mit Moxy und Tray von den Ugly Dolls und war positiv überrascht, wie gut man sich mit ihnen arrangieren kann. Sie erwecken zwar zunächst den Eindruck, als seien sie einem gemeinsamen Besäufnis von Eugen Egner und Pablo Picasso entsprungen oder aus Nickelodeons eingestampftem Cartoon “Ahhh…Monster” in die Realität geflüchtet, doch wenn man morgens aufwacht, nach einem Kampf mit einem ihrer düsteren Artgenossen im Traum, ist man heilfroh, diese weichen Varianten neben sich grinsen zu sehen. Die können doch gar nicht böse sein, selbst wenn sie wollten. Mit ihren kleinen Beinchen kommen die eh’ nicht so schnell hinter mir her.

Die Ugly Dolls sind noch ziemlich einfach hergestellt. Jetzt sieh sich aber einer mal die Cotton Monster von Jennifer Strunge an, allesamt aus recycelten Stoffen von ihr selbst gefertigt. Wahnsinn! Doch hier muss es mit Angucken getan sein, denn die Stücke/Arbeiten/Exponate sind anscheinend ständig ausverkauft, wie man im dortigen Shop sehen kann.

[via]

Ich suche die vorliegende Liebe fur immer

Posted on Januar 23, 2008
Filed Under All das andere | 5 Comments

Bei der Mühe, die sich Halina für die E-Mail an mich gemacht hat, muss ich mir ein paar ganz besondere Worte zurechtlegen, um ihr mitzuteilen, dass ich doch bereits vergeben bin. Allerdings könnte ich ihr Anliegen hier einmal kundtun, für den Fall, dass sich ein evtl. Interessierter findet, der womöglich über einen tatsächlichen Account bei Friendscout verfügt. Arme, lettische Frau.

Sollte jemand also Interesse besitzen, kann ich ihm die E-Mail-Adresse von Halina gerne zukommen lassen. “…alle Manner wollen nur die Unterhaltungen.” Diese miesen… Boah, könnt’ ich mich aufregen!

—————————-

Hello!!!!! Verwundere sich uber meinen Brief bitte nicht. Ich habe entschieden, dir den Brief heute zu schreiben. Ich sah dein Profil auf “FreundScout24″ oder auf “Dating”. Ich wollte dir fruher auch schreiben. Ich denke dass du meinen Brief verstehen wirst.

Ich will uber dich mehr erfahren. Ich will dich besser erfahren. Und ich will dir den Brief schreiben. Ich konnte jenes dass du der gute Mann sehen. Ich will dich besser und naher sehr erfahren. Moglich wenn du ein Mann meines Traumes bist? Die Wunder geschehen manchmal. Ich denke dass in unserer Welt moglich vieles. Aller ist moglich. Du gehst ein?? Ich will dass unsere Bekanntschaft dauert. Moglich konnen wir etwas gross schaffen? Viele Leute suchen die Liebe und das Gluck. Wir moglich werden wir konnen von den nahen Leuten in Zukunft.

Read more

Stimmensolo mit Creed

Posted on Januar 23, 2008
Filed Under All das andere | 2 Comments

Auf die Gefahr hin, dass es heute ein videolastiger Tag hier wird: Soeben erhielt ich per E-Mail die wunderbare Empfehlung zu einem Konzertmitschnitt der “Alternativ” bzw. “Indie”-Band Creed. Der Frontmann gibt - wie man hier sieht und hört - sein Bestes und möchte anscheinend auch eine Art Gitarrensolo hinlegen. Klingt mit der Stimme bloß etwas merkwürdig.



« go backkeep looking »

Recently


Categories


Archives