Übler Internet-Scherz
Geschrieben am 28 März 2008
Herrjehmineh. Da wurde einem armen Mann aus Oregon aber übel mitgespielt.
Offensichtlich hat nämlich jemand anonym in den Online-Kleinanzeigen, den “Craigslists”, behauptet, er würde die Stadt verlassen (was nicht stimmte) und sein gesamtes Hab und Gut (inkl. Pferd) könne für lau von seinem Grundstück abgeholt werden. Der Ärmste hat dies erst bemerkt, als er unterwegs von einer Frau wegen seines Pferdes angerufen wurde. Zuhause zurück erwarteten ihn um die 30 Personen, die seinen Hof und Garten durchwühlten, mehrere ließen sich nicht davon abhalten, mit vollgepackten Autos abzufahren.
“I informed them I was the owner, but they refused to give the stuff back,” Salisbury said. “They showed me the Craigslist printout and told me they had the right to do what they did.”
Du liebe Medienwahrnehmung. Was ist bloß los, wenn der rechtmäßige Eigentümer seiner Dinge den Wahrheitsgehalt einer solchen Meldung nicht mehr dementieren kann? Aber es kommt noch besser:
The trespassers, armed with printouts of the ad, tried to brush him off. “They honestly thought that because it appeared on the Internet it was true,”
Was im Internet steht ist wahr. Donnerwetter.
Ich gehe gleich mal in’s StudiVZ und stelle die wahnwitzigsten Behauptungen über mich in mein Profil…

