Der Rest für heute.

Neverland:

Böse Zungen würden behaupten, dass der (ehemalige?) Eigentümer der Neverland-Ranch wahrscheinlich bereits verfallener ist als sein privater Freizeitpark. Doch wie der Park des einst erfolgreichsten Popbarden der Welt aussieht, wenn ihn seit Längerem niemand pflegt, kann man hier betrachten. Das Glück lässt sich augenscheinlich nicht auf Dauer bewahren.

Link [via]

Tschernobyl:

Zu guter Letzt. Ohne Worte. Fotos aus den Jahren 2003, 2007 und 2008. [via]


Erst gestern gab es bei cold-heat.de diesen phantastischen Beitrag über Sergio Leones “Spiel mir das Lied vom Tod” und nach diesem Sog (a.k.a. völliges Vergessen der tatsächlichen Umgebung) in den wilden Westen des 19. Jhd.s, den der Artikel gefühlt erzeugt, dachte ich noch kurz daran, wie das alles dort heute aussehen mag. Hab’ ich aber schonmal gesehen, und zwar im Internet. Dank Sachas Hinweis auf die Ghost Town-Links:

Mehr davon hier [via Brohm]

Mitten in New Yorks East River liegt die Insel North Brothers Island, die offenbar, laut westwhim.com (und dabei “The Architect’s Newspaper” zitierend) vollkommen aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden zu sein scheint. In den 1880er Jahren wurde dort eine Quarantäne-Klinik errichtet, nach dem WWII Veteranen dort untergebracht, später beherbergten die dortigen Räumlichkeiten ein Entzugsprogramm für jugendliche Drogenabhängige.

Seit 1964 lebt dort kein Mensch mehr und die Insel ist anscheinend der Öffentlichkeit nicht zugänglich, was zur Folge hatte, dass die Gebäude keinerlei Pflege und Wartung erfuhren. Ein perfekter Schauplatz für so manchen Horrorfilm, wie ich finde.

Morbide Information am Rande: 1904 war North Brother Island Schauplatz der General Slocum-Katastrophe. Bei dem Unglück kamen 1.021 Personen ums Leben, hauptsächlich Frauen und ihre Kinder. Es war bis heute die größte zivile Schiffskatastrophe in den USA. [via Wiki]

Link

Der technische Teil des Verfalls. Was gestern noch als up-to-date galt, ist morgen nur noch Schrott. Und findet sich nicht einmal ein Liebhaber mehr dafür, müssen die Dinge auf das ungeliebte Abstellgleis. Ein Schicksal, das vielleicht auch mal, eines fernen Tages dem iPhone oder dem MacBook Air droht.

Von den Meeren:

Alte Tanker und Kreuzer auf einem eisigen Schiffsfriedhof in Kamtschatka, Russland. Link [via]

Aus der Luft:

Alte Linienflugzeuge und anderes auf Abstellplätzen in Arizona und Kalifornien. Flickr-Set [via]


Beim Überblick über die Themen der Blogosphäre - oder besser gesagt: über die von mir abonnierten Blogs - fiel mir auf, dass verlassene Gebäude und Verfall im Moment ein großes Thema zu sein scheinen. Nicht, wie mancher jetzt meinen mag, um Dinge wie “Werteverfall” dort hineinzuinterpretieren oder gar die eigens empfundene Einsamkeit, sondern schlicht und ergreifend, um anhand von Bildmaterial die Schönheit der Objekte während ihres Verfalls zu zeigen.

Man mag das als eine etwas morbide auffassen, doch auch dies gehört zum menschlichen Emotionshaushalt dazu. Ein Schuss Melancholie beim Übergang von Gewesenem zu Neuem muss sein und macht uns den Zeitstrang und die eigene Sterblichkeit erst bewusst.

Verfallende Hotels:

Nicht nur dieses, in den 1920er Jahren in Kambodscha erbaute Hotel (mit Casino) steht völlig leer und verlassen in der Landschaft herum, sondern u.a. auch das Sinai Peninsula in Ägypten, während dessen Baus die Investoren absprangen. Diese beiden und viele andere Beispiele findet man bei otbeach.com [via].

Verfallende UFOs:

Weshalb man diese, an UFO-Darstellungen erinnernde Wohnraumarchitektur in Taiwan, Sanjhih, nicht angenommen und verlassen hat, bleibt ungeklärt. Doch wir besitzen nun einen eindrucksvollen Flickr-Fotoset davon. [via]

Verlassene See-Verteidigungs-Forts:

Ein weiteres, beeindruckendes Flickr-Set wird uns hier von diesen verlassenen, im Zweiten Weltkrieg errichteten Anlagen auf See geliefert. Ursprünglich waren sie zur Verteidigung Londons gedacht und an der Mündung der Themse erbaut, in den 1950ern dann aufgegeben. Danach wurden sie kurz von einem Pirat Radio-Sender eingenommen. Eine Plattform dient übrigens noch heute der Unterbringung von “Sealand“. [via]


Donnerwetter, am Freitag treffen sich ja bereits die Bielefelder Blogger wieder in der Tangente. War der letzte Termin nicht erst vor zwei Wochen?

Sacha Brohm a.k.a. Werner Gummersbach lädt also wieder ein und gibt die Gesprächsthemen vor: “Heilfasten, die Brille als Prestigeobjekt in der suburbanen Welt der New Raver, Phallussymbole, Models, Denkmalpflege…”

Wir sehen uns.

Homepage
Ausstellung in der ADN Gallerie in Brüssel
[via]

Die schwedische Künstlerin Erika Janunger schwebt scheinbar schwerelos in ihrer Examensarbeit “Weightless”. Nicht nur das, sie produzierte sogar die Musik zu dem Video:

Link [via]

Männer im Internet

Immerhin habe ich noch meine Profilfotos gründlich mit Photoshop überarbeitet (bisschen schmaler, Bart weg und mehr Haare auf’m Kopf verpasst)

mehr davon gibt’s hier

(ist zwar ein Fake, aber ein guter ;-))