Ghost in the Shell wird verfilmt

Geschrieben am 15 April 2008

Mit Mangas und Animé-Filmen kann ich in der Regel überhaupt nichts anfangen. O.K., Captain Future war für die Reihenhaussozialisation unerlässlich und auch gut, aber oft scheinen mir die Gesichtsproportionen (insbesondere die Augen) zu überstilisiert und die Bewegungsabläufe, die besonders bei schnellen Szenen in einer Art künstlicher Slow-Motion gezeichnet werden, wirken auf mich sogar bisweilen verstörend. Und überhaupt: Gezeichnet!

Die soeben angesprochenen Bewegungsabläufe waren zumindest interessant, wenn man sie in “realen” Filmen wie Matrix ausprobierte. Dort wirkte das schon wieder ungewöhnlich.

Einen Manga kann ich mir aber durchaus angucken, und zwar “Ghost in the Shell” ( wiki / imdb ). Für diejenigen, die nicht wissen, was darin geschieht: An der Oberfläche geht es darum, dass ein Hacker von diversen Regierungsinstitutionen gejagt wird, der sogen. Puppet Master. Zeitlich bewegt sich der Film in nicht allzu ferner Zukunft, in der - so die Vision - Menschen bereits in der Lage sind, sich mittels künstlicher Implantate aufzupäppeln, bis sie sogar ganz zu Cyborgs und damit nahe der Unsterblichkeit sein können. Lediglich ihr Innerstes, ihr Wesen (meinetwegen: Seele), hier “Ghost” genannt, bleibt dann bestehen, ist nicht austauschbar.

Das macht den Puppet Master so gefährlich, denn genau dieser Ghost ist es, den er hacken kann, daher konzentrieren sich die Behörden verschärft auf ihn. Motoko Kusanagi ist ein weiblicher Major, der auf die Jagd angesetzt wird, und für sie wird diese sehr persönlich, da sie bereits jetzt nichts eigenes als ihren Ghost mehr aufweisen kann. Körperlich ist sie dank der Implantate eine perfekte Kampfmaschine.

Auf eine philosophische Ebene wird das Geschehen aber nicht erst getragen, als das Netzwerk von Hacks des Puppet Masters ein Eigenleben bzw. einen Ghost entwickelt. Aufgrund dieses permanenten Gegensatzes schwebt die Frage, was denn nun den Menschen ausmacht, permanent mit.

Angucken. Oder hier kaufen.

Doch ich bin noch nicht fertig: “Ghost in the shell” soll nämlich, 13 Jahre nach dem Mangafilm, in “Real-Live-Action” von Steven Spielberg verfilmt werden. Längst überfällig und ich stelle es mir bereits jetzt wie eine Mixtur aus Matrix und I Robot vor. Das wird bestimmt in Spielberg-Manier äußerst bildgewaltig.

Würde mich nur noch interessieren, wer denn die Kusanagi spielen soll?

EDIT:

“Steven Spielberg is NOT attached to direct. The director was only instrumental in helping Dreamworks acquire the rights to produce the 3D live action movie. ” (link) (Info vom Doktor und Plockhead)

Link [via]

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4 Kommentare bis jetzt
  1. Chris April 15, 2008 22:34

    …meine Rede. Man muß nicht Manga/Anime-Nerd sein, (bin ich nicht!)um DEN Film zu mögen.

    “13 Jahre nach dem Mangafilm”

    *denktAngestrengt*
    *wühltImNetz*

    Right,…der Manga kam 89, das Movie 95….
    *hüpftRüber-Korrigiert* Thx! ;)

  2. Rouven April 15, 2008 22:48

    Pleasure.

  3. Lampe April 16, 2008 13:34

    Mhhh… ich freu mich drauf. Aber ob der Spielberg wirklich der richtige für den Job ist? Schließlich hat der A.I. ein wenig verhunzt, wenn man mich fragt (tut wahrscheinlich keiner). Schade das Stanley Kubrick schon von uns gegangen ist, der wäre vielleicht der geeignetste dafür. Aber mal schauen…

  4. [...] An anderer Stelle hatte ich schon einmal erwähnt, dass mich der Anime-Stil nicht all zu sehr anspricht. Gelegentlich gibt es aber auch dort Bemerkenswertes zu entdecken. Florian hatte mich mit folgendem Bild auf die digitalen Arbeiten des deviantART-Nutzers omeN2501 aufmerksam gemacht: [...]


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