TV im Test

Geschrieben am 22 Mai 2008

Es ist Feiertag in NRW (und anderen, katholisch dominierten Bundesländern), und darum läuft, da er eben bundeseinheitlich nicht konsequent begangen wird, der übliche Mist im TV und nicht die dringend benötigten Trashmovies. Wem in solchen Momenten Zweifel über den Sinn und Zweck dieses Mediums aufkommen, dem springt helfend Max Winde von Spreeblick mit seiner grandiosen Review des Fernsehens aus der Sicht eines Netzbürgers zur Seite. Ein Ausschnitt:

Die Macher von TV – die putzige Abkürzung steht für „Television“, der Dienst wird von vielen Usern auch liebevoll „Fernsehen“ genannt – orientierten sich bei der Entwicklung offensichtlich an Erfolgsmodellen wie Twitter, Jaiku oder Flickr: Nicht zu viel darf der Dienst bieten, Einfachheit ist Trumpf, und gerade die Beschränkung soll die User anregen.

Selbst auf eigentlich simpel erscheinende Bedienkonzepte wie den Usernamen haben die Macher konsequent verzichtet, die Bedienung von TV erfolgt über eine kleine Spezialtastatur, die ausschließlich über Zifferntasten verfügt. Was auf den ersten Blick geradezu genial erscheint, könnte sich bei genauerer Betrachtung als Pferdefuß des Dienstes erweisen. So ist eine Bewertung der Inhalte oder eine Kommentarmöglichkeiten generell nicht vorgesehen. Auch das Einstellen von eigenen Inhalten ist im Augenblick noch nicht möglich, einen zum Hochladen von Inhalten notwendigen Pro-Account gibt es bisher nur per Invitation, und eine solche zu ergattern ist sehr schwer: Nur ein paar Dutzend Pro-User gibt es in Deutschland, weltweit sind es vermutlich gerade mal ein paar Hundert. Betrachten lassen sich die Inhalte jedoch von jedermann: kein Account ist nötig, keinen AGBs muss man zustimmen, kein Passwort gilt es sich zu merken.

Die wenigen Pro-User besitzen jedoch offensichtlich eine technisch sehr anspruchsvolle Aufzeichnungstechnik. Die Bildqualität der gestreamten Inhalte ist generell sehr hoch, die Tonqualität hervorragend. Diese hohe Qualität gilt eingeschränkt auch für viele Inhalte: Über TV sind einige Inhalte wie Filme oder Serien verfügbar, die sonst nur über (teils kostenpflichtige) Dienste wie iTunes oder BitTorrent zu genießen sind. Leider schlägt auch hier eine unschöne Einschränkung des Dienstes erbarmungslos zu, denn grundsätzlich hat man keinen Einfluß darauf, welche Inhalte gestreamt werden.

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