Life goes on in Teheran

Geschrieben am 13 Juni 2008

Erst vorgestern konnte ich mit einigen Ressentiments gegenüber dem Iran aufräumen. Die vorherrschenden Stereotype sind stets die gleichen: Von Zivilisation keine Spur, steinzeitliches Frauenbild und absolut abgeschottet soll das Land gegenüber dem Rest der Welt sein. Glücklicherweise wohnte ich aber kurz mit einer Iranerin zusammen, die mir von ihren Reisen dorthin erzählt hatte und ihre Eindrücke anhand von Fotomaterial belegen konnte. Dabei blieb mir besonders ein Bild, das sie in Teherans Innenstadt geschossen hatte, vor dem geistigen Auge haften: Darauf waren außerordentlich viele (NICHT vermummte) Frauen mit Verbänden im Gesicht zu sehen. Meine damalige Mitbewohnerin erklärte mir, dass es sich hier um Indizien für die dort beliebte Nasenbegradigung handelte, weshalb der Iran zu einem der Länder mit den meisten plastisch-chirurgischen Eingriffen avancieren sollte.

Nun bin ich auf das phantastische Fotoblog “Life goes on in Tehran” gestoßen, in dem der vormals in Los Angeles lebende Autor mit kommentierten Bildstrecken das Leben in Irans Hauptstadt dokumentiert. Ich empfehle als Einstieg den Eintrag vom Mai 2008.


When I was leaving Los Angeles, many of my friends were worried for me. They thought I was jumping into a war zone. Soon after moving to Iran I shared a few photos with them and assured them that all is safe and normal. But I soon realized how little they knew about Iran. Their fears and lack of knowledge about Iran is justified and a result of negative portrayal of this country in the Western media — as well as sound bites from a certain controversial President. So I decided to start a site to remind them (and the rest of the world) that life goes on in Tehran and elsewhere in Iran.

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