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Prokrastinierende Känguruhs

Durch den Beitrag von Stefan bin ich auf die Rolle von Zwergkänguruhs in Niklas Luhmanns Seminaren gestoßen:

Sie [die Känguruhs] waren das Paradigma, an dem sich schulen musste, wer von der modernen Gesellschaft etwas verstehen wollte. Katrin Volger schrieb gerade ihre Dissertation über diese Tiere und berichtete Eigentümliches aus deren Sozialverhalten. Sie hielt diese Tiere für exzeptionell dumm und erzählte gerne, wie es unter den still vor sich hin grasenden Tieren ab und an und ohne erkennbaren Anlass zu großen Aufregungen und Prügeleien kam, die sich gefährlich steigerten, bis sich plötzlich wie auf Kommando alle Tiere in eine Reihe setzten und für eine Weile in dieselbe Richtung schauten. Daraufhin beruhigten sich die Tiere und grasten wieder still vor sich hin.

Luhmann fand das grandios. Er erklärte, offensichtlich würden sich die Tiere durch eine Synchronisation ihrer Umweltwahrnehmung unter Ausschluss von Sozialwahrnehmung beruhigen. Alle sehen dasselbe, ein Stück Wiese, ein paar Büsche. Und da alle nebeneinander sitzen, sehen sie nicht sich selbst. Sie schauen sich nicht an und haben deswegen auch keinen Grund mehr, sich aufzuregen.

(siehe taz-Artikel)

Welch beeindruckende Strategie, um jeglichem Stress aus dem Weg zu gehen. Jetzt glaube ich wirklich, dass das neue Buch der Blogger und Twitterer Kathrin Passig und Sascha Lobo ein voller Erfolg werden wird:


[via]

Dinge geregelt kriegen,…” bestellen

Ein Trackback/Pingback

  1. Wichtig | killefit.net on Mittwoch, 7. Januar 2009 um 11:11

    […] Cover für das Buch “Die Dinge geregelt kriegen ohne einen Funken Selbstdisziplin” (siehe hier) abgeben können […]

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