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Parkeuphorie

Die Werbebranche zieht ihre Daseinsberechtigung unter anderem daraus, Bedürfnisse zu wecken, wo vorher keine vorhanden waren. Zu sehen ist die Wirkung zum Beispiel dann, wenn man eine Frau dabei beobachtet, wie sie bei dem Versuch scheitert, erfolgreich an einem Schuhladen vorbeizugehen. Soweit die Bedienung von Stereotypen.

Erfinderisch wird die Werbung auch dann, wenn sie den Angeboten Eigenschaften andichten, die sie nicht besitzen. Niemand wird behaupten, sein Auto würde ihm im Innenstadtverkehr ein besonders hohes “Fahrvergnügen” vermitteln. Und außerhalb von geschlossenen Ortschaften ist das “Fahrvergnügen” auch nur eine Rechtfertigung für die Zerstörung von Wäldern. Egal, wegen des Spaßes wird das SUV schließlich verkauft.

Den folgenden Versuch eines Parkhausbetreibers halte ich aber entweder für Ironie oder für sehr dämlich:

parkvergn

Mit seinem Auto in einem Parkhaus einzuparken kann nur dann als Vergnügen empfunden werden, wenn es im Wettbewerb oder als Imponiergehabe geschieht: Sieh mal, wie gut ich die Karre in diese sauengen Boxen stellen kann!

Anders kann ich mir das nicht erklären.

3 Kommentare

  1. Volker schrieb:

    Nun, wenn ich seit Stunden einen Parkplatz suche, kann, wenn ich dann endlich einen gefunden habe, das durchaus ein Vergnügen sein.

    Außerdem habe ich den ContiPark Internationa nicht vor Augen. Sind das Parkplätze, die mit einer zirka 40 Zentimeter hohen, akurat geschnitten Hecke eingegrenzt sind, auf denen ein Holzkohlegrill fest installiert wurde und genügend Platz für das Vorzelt vorhanden ist?

    Sonntag, 28. Juni 2009 um 7:12 | Permalink
  2. Rouven schrieb:

    “Sind das Parkplätze, die mit einer zirka 40 Zentimeter hohen, akurat geschnitten Hecke eingegrenzt sind, auf denen ein Holzkohlegrill fest installiert wurde und genügend Platz für das Vorzelt vorhanden ist?”

    Mitnichten ;-)

    Sonntag, 28. Juni 2009 um 22:09 | Permalink
  3. Volker schrieb:

    Dann würde ich hier von Vortäuschung falscher Tatsachen sprechen und mir weitere rechtliche Schritte vorbehalten (unbedingt und einfach nur so – schon wegen des An-Gefühls der Macht).

    Mittwoch, 1. Juli 2009 um 5:17 | Permalink

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