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Von der Stirne heiß rinnen muss der Schweiß

Ich habe gelesen, es soll deutschlandweit Unwetter gegeben haben. Von Überflutungen und Flughafensperrungen war da die Rede. Ostwestfalen scheint davon komplett verschont zu bleiben. Wir haben die Tropen zu Besuch und Sagrotan erfreut sich größter Beliebtheit. Kleine, grüne Flugechsen nerven den ansonsten eher gelassenen Einwohner. Wir wissen nicht, ob es sich um TseTse-Fliegen handelt oder etwas anderes, womöglich gegenteilige Effekte bewirkendes Stechvieh. Aus Angst vor der Wachkrankheit schlagen wir in der Hitze wild um uns.

Am Freitag sollte es regnen. Anderswo in NRW hat man das kühle Nass anscheinend abbekommen, wir mussten uns hingegen mit ein paar Tropfen und etwas grauem Himmel begnügen. Die Schwüle blieb, die bloße Androhung von Wassermassen aber verhalf dem Lieblingsplatz “Siggi” merkwürdigerweise zu einem ungewohnt trostlosem Bild.

Es half nix: Abkühlung war am Teutoburger Wald kaum zu verspüren. Fast wird man neidisch auf überflutete Keller. Keller, voll mit Wasser, welch himmlische Vorstellung. Wenn mein Vermieter dies liest (und das tut er), wird er dafür Sorge tragen, dass ich keinen Schlauch aus dem ersten OG hinunterlegen kann. Wie er das verhindern will, weiß ich nicht, aber er wird es.

So kam es, dass ich unter meiner mittlerweile zirka 18(!)-jährigen Abstinenz vom Schwimmen im Freibad einen Schlussstrich setzte und das Wiesenbad besuchte. Ja, Ihr habt richtig gelesen: 18 Jahre. Mit Betonung auf “Freibad”. Das liegt zum einen daran, dass ich inzwischen nunmal ein paar Jährchen mehr zähle und zum anderen daran, dass es nicht jedermanns Geschmack ist, sich von kreischenden Teenies nassspritzen zu lassen. Und mit Badeseen ist es rund um diese Stadt her Essig. Also doch ins Freibad, der Abkühlung wegen.
Aus der Erfahrung am Samstag kann ich nun immerhin die wochenendlichen Vormittage empfehlen. Dann sind die Partypeople vom Vortag anscheinend noch am Dämmern und im Bett.

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Doch nun herrscht wieder die Arbeitswoche und der moderne Mensch brütet im Büro. Die Hoffnung auf einen kleinen Wolkenbruch bleibt. In Peter Glasers Blog bei der Stuttgarter Zeitung bin ich auf ein schönes Unwetter gestoßen. Dieses hat der Vimeonutzer Regis Hervagault zufällig mit der Kamera eingefangen, als er in der kleinen französischen Stadt Laval filmte. Derartige Überschwemmungen wünsche ich uns nicht. Nur ein kleines bisschen davon:

direktwolkenbruch [via]

So. Und jetzt flute ich den Keller.

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