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Beim Betrachten von “Inglorious Basterds” zu beachten

Es dürfte nicht schwerfallen, sich mit ein paar hingeschriebenen Sätzen über Quentin Tarantinos neuen Film “Inglorious Basterds” in’s Abseits zu schießen. Einem Film, der Nazi-Jägern bei ihrer äußerst brutalen Vorgehensweise über die Schulter sieht. Und bei einem Film, bei dem von so etwas wie “jüdischer Rache” an den Nazis die Rede ist, winkt gleich nicht nur ein Zentralrat mit der Keule. Egal, wie Du ihn auch finden wirst: Bei irgendwem bist Du raus, wenn Du was dazu sagst.
Darum schweige ich auch dazu. Am Ende bekäme ich eh wieder Schelte für’s spoilern. Ein paar Statements seien mir dennoch erlaubt:

1.) Ich habe mich gut unterhalten gefühlt.

2.) Ich zähle mich nicht zu den großen Verfechtern des “Original-mit-Untertitel”-Kinos (“Das ist doch viel authentischer!”). Die totale Synchronisation mit den Lippenbewegungen muss nicht bei jedem Film sein. Bei den “Inglorious Basterds” ergibt eine “OmU”-Vorstellung aber sehr viel Sinn, zumal viele Pointen erst durch das europäisch-sprachliche Durcheinander möglich werden. Daher die (ausnahmsweise und) unbedingte Empfehlung: Bitte in OmU ansehen.

3.) Brad Pitt ist zu vernachlässigen, Christoph Waltz hingegen rulez!

4.) Beim Kinobesuch sollte man sich nicht unbedingt vor eine Horde sechzehnjähriger Mädchen setzen, die als einzige im Kino an den unpassendsten Stellen in wildes Gekichere ausarten, und die im Anschluss an das gemeinsame Gelächter darüber diskutieren, warum sie das jetzt eigentlich getan haben. Es mag für ein junges Früchtchen spannend sein, auf Entdeckungsfahrt durch seinen eigenen Humor zu gehen und seiner Außenwelt die Ergebnisse mitzuteilen, wie man es mit sexuellen Erkundungen täte. Doch die reiferen Äpfel in der Obstschale kennen ihre dunklen Stellen bereits.

5.) Etwas zu Essen mitzubringen ist ratsam. Der Film dauert knapp über 150 Minuten. Werbung vorab nicht miteingerechnet.

Website “Ingloriuos Basterds” – deutsch

Ein Trackback/Pingback

  1. Oscars ohne mich | killefit.net on Montag, 8. März 2010 um 20:29

    [...] merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit” und in “Inglorious Basterds” war einfach [...]

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