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Mit dem Sträter vorgelesen

Toller Abend, tolles Publikum. Und mit Torsten Sträter hatten wir bei unserer gestrigen Lesebühne einen tollen Gast, der nicht nur NRW Slamsieger ist und jeden “Marlon Brando in jungen Jahren“-lookalike-Contest gewinnen würde, sondern uns auch haufenweise Zynismen vom feinsten präsentierte (eine Kostprobe gibt es in Form eines kurzen Videos hier). Schon bei seinem ersten Text fragte ich mich: Muss ich nochmal zehn Jahre älter werden, um solche Anekdoten sammeln zu können? Omas Hund wurde nämlich zu Lebzeiten von niemandem außer der Großmutter gemocht. Als er das Zeitliche segnete, stellte die Familie fest, dass das angedachte Erdloch für den Köter zu klein war. Was macht der Bruder? Bricht den Kadaver in der Mitte durch. Passt.

Und auf diese Weise ging der Abend dann auch weiter, ob unser Gast darüber schwadronierte, weshalb er nicht mehr in Bücherein lesen wollte oder wie er sich auf Kokain um den Vorsitz der Klassenpflegschaft bewarb (ein paar weitere Beispiele seines Schaffens finden sich übrigens bei Youtube). Wir taten hoffentlich mit unseren Beiträgen ebenfalls etwas zum Gelingen des Abends bei. Wir bekamen auch quer durch die Bank Zuspruch.

Bis auf eine Ausnahme.

Nachdem wir glücklich geendet hatten und zusammen vor der Tür standen, kam eine dem Gesicht nach bekannte, ältere Dame in Begleitung einer jüngeren Frau heraus. Sie war bereits beim letzten Termin zugegen und hatte uns damals noch ihre Symphatie zum Ausdruck gebracht (und sogar gefragt, ob ihre Enkelin nicht auch bei den “Konsonauten” mitmachen könne. Die würde auch schreiben). Doch dieses Mal war sie erbost: So könne man nicht mit der Großmutter umgehen und wir würden nie Enkel bekommen. Sagte es und ging.

Zunächst hatten wir gedacht, sie zielte auf Andres Beitrag, der gestern Abend – gleich zu Beginn – einen (selbstverständlich erfundenen und nicht ernst gemeinten) Text über die Vergesslichkeit seiner Oma gebracht hatte. Dann fiel uns aber noch Torstens Vortrag über die schmähliche Behandlung von Omas Hund ein. Du liebe Güte, muss die Dame gelitten haben. Naja, sie ist ja trotzdem bis zum Schluss geblieben.

War trotzdem schön gestern. Nächstes Mal dann im Mai.

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