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Eins weniger

Vorgestern habe ich einen Web 2.0-verschlichternden Schritt gewagt und meinen StudiSchülerMeinVZ-Account gelöscht. Einfach so. Radikal. Wenn ich ab nun ein Social Network im klassischen Sinne (damit meine ich – in Abgrenzung zu Twitter und Co. – vernetzte Profile innerhalb einer Plattform) nutze, dann genügt mir Facebook mehr als reichlich. Die VZ-Gruppe war im Laufe der Zeit zu undynamisch und unflexibel geworden. So musste man sich zum Beispiel nach jeder Benachrichtigungs-Email dort einloggen, um überhaupt zu erfahren, was denn jetzt auf einmal Tango ist.

Facebook hat zwar auch den einen oder anderen Aspekt, der mich dieses Netzwerk eher skeptisch betrachten lässt. Man denke nur an die vielen Anwendungen, die “Freunde” nutzen und auf der Startseite empfohlen werden. Und richtig sozial ist es auch nicht, wie Stefan Schulz hier richtig bemerkt. Dafür ist das gesamte Netz zu individuell, denn: “Das Internet hilft im Alltag ungemein, aber kaum bei der Herstellung von Gesprächsgrundlagen“. Aber dennoch bildet Facebook für mich die beste Möglichkeit der dynamischen Archivierung von Kontakten.

Einen interessanten Nebenaspekt der Löschung meines StudiVZ-Accounts habe ich übrigens bereits feststellen dürfen: Ich freue mich im “Real Life” wesentlich mehr auf ein Wiedersehen der zwei, drei Kontakte, die mir dadurch verloren gegangen sind.

Darum berichtige ich meine obige Ansicht über Social Networks im allgemeinen: Sie archivieren nicht die Kontakte dynamisch, sondern die reine Kontaktmöglichkeit. Ob diese dann wahrgenommen wird, steht auf einem anderen Blatt. Es ist bloß beruhigend, sie zu besitzen. Dafür nehmen wir doch gerne die ganzen Farmville- und Mafia Wars-Meldungen in Kauf.

4 Kommentare

  1. Mischa schrieb:

    …die man ja auch ausblenden kann ;)

    Mittwoch, 17. Februar 2010 um 10:53 | Permalink
  2. Rouven schrieb:

    Es entstehen wieder neue. Das hört nie auf.

    Mittwoch, 17. Februar 2010 um 13:31 | Permalink
  3. ben_ schrieb:

    Rouven … ich hab nur den ersten Satz des Artikels gelesen. Aber das reichte schon. Die Vorstellung, dass Du einen StudiVZ-Account hast und nutzt, hätte sich in meinem Kopf nicht unangemessener anfühlen können, wenn Du geschrieben hättest, dass Du deine Pokemon-Karten verkauft hast.

    Mittwoch, 17. Februar 2010 um 14:10 | Permalink
  4. Rouven schrieb:

    Harrharr. In der Tat, der Vergleich ist nicht schlecht ;-)

    Mal gucken, was ich hier noch so herumfliegen hab.

    Mittwoch, 17. Februar 2010 um 14:22 | Permalink

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