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Mein erster Twitter-Fehler

Gestern ist mir, glaube ich, erstmals etwas ganz Dummes im Internet unterlaufen, und zwar via Twitter. Ich befand mich auf einer Demo, die die Bielefelder Subkultur wegen drohender Raumknappheit (insbesondere das Kulturkombinat Kamp e.V., deren aktuelle Situation der Auslöser für die Initiative war) unterstützen sollte, mit mehreren Live-Bands und einem Umzug “um den Block” (siehe Blogeintrag bei der NW).

Während der Demo roch es in der Luft eher nach Salzstangen statt nach Knüppeln und die paar abgestellten Polizisten hätten sich wahrscheinlich am liebsten selbst zu uns gesellt, anstatt Autos wegdirigieren zu müssen. Das war kein Gorleben, das war eine Präsentation von Kreativität, die sich aufbäumt.

Tja, und in all dieser Friedseligkeit ist mir dann das Folgende passiert:

Mit dem Handy online gegangen, um eben über diese Friedseligkeit kurz etwas zu twittern. Im Vorüberlesen der Timeline bemerkt, dass es bei der Duisburger Loveparade offenbar ein paar Tote gab.

Mein Tweet darauf: “Bei der Kulturkombinats-Demo. Keine Toten bisher.

Jetzt bekomme ich erstmals Hassmails und Missgunstbekundungen wie ein Lobo. Vielleicht hätte ich noch ein hashtag “#friedlich” oder so etwas hinzufügen sollen. Egal.

Halten wir fest: Ich lese gerade eben erst, welche Ausmaße diese Massenpanik in Duisburg gehabt haben soll und bin darüber mit den Nerven am Ende.

Der Tag war bisher so toll. Und dann sowas. Mein Beileid allen Angehörigen.