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Kranker als man selbst es ist

Es passiert nicht allzu viel an dieser Stelle – zugegeben. Sehr zu meinem Bedauern, übrigens.

Die private Blogabstinenz hat mehrere Gründe. Darunter sind aber eher nebensächlich so Dinge zu nennen wie die seit mittlerweile längerer Zeit bestehende Beziehung zu einer werten Dame, die gleich zwei Töchter mit bringt (was übrigens viel Spaß bereitet; neulich war Einschulung). Plus Katze (inzwischen †). Plus Welpen.

Ebenso die beinah hauptamtliche Arbeit für das Bielefelder Stadtteilportal nw-news.de/westen der Neuen Westfälischen. Auch das lässt sich inzwischen – nach anfänglichem Vollwahnsinn mit 70 bis 80 Stunden pro Woche – gut ins Privatleben integrieren.

Störend war aber das Getrolle und Gemobbe. Irgendwann war ich so weit, den persönlichen Einsatz und die Angriffe genau gegen dieses Projekt auf z.B. Facebook gelassen zu nehmen. Die gelinde, Bloggern naturgemäß befallende Paranoia, wenn sie mitten ins Leben fallen, hatte ich zwar voraus gesehen. Allerdings konnte ich nicht erahnen, wie weit so manche Leute gehen würden.

Reden wir nicht länger um den heißen Brei herum: Vor zirka zwei Jahren ist mir erstmals aufgefallen, dass in den Kommentaren in eben jenem nw-Portal mein privates Surfen angedeutet und frei geschaltet wurde (Beleidigungen etc. werden zensiert, seltsame Mitteilungen wie „Hallo Rouven, hast du gerade deinen Spaß an…?“ nicht).

Da wird man natürlich stutzig, wenn das in etwa mit einem der unzähligen Tabs übereinstimmt, in denen man sich gerade bewegt. Und wie die Powersurfer unter den Lesern bestimmt verstehen können: Geschockt. Man muss sich das mal genau vorstellen: Jemand weiß, wie du privat surfst und was du alles übers Internet machst: Onlinebanking, Reisen und Veranstaltungen buchen, Recherchieren (bestimmt für Mitbewerber nicht uninteressant) und weiß der Geier, wo man als Vielnutzer überall so landet – gewollt und manchmal auch ungewollt. Wenn dann jemand NSA auf eigene Rechnung spielt, kann einem schon ganz blümerant werden.

Der Verfasser eben jener Kommentare bewegt sich nach wie vor geschickt, die IT-Abteilung hat versucht, ihn (oder sie) zurück zu verfolgen. Ohne Erfolg. „Das ist ja extrem kriminell“, sagte der Vize-Chef des Blatts zu mir, als ich ihm davon erzählte. Und so sieht’s aus.

Sie und du und auch du aber nicht der oder die dürfen sich gerne an meinem privaten Glück erfreuen. Ein wenig Gelassenheit gehört mittlerweile dazu.

Den Wechsel von o2 zur Telekom hast Du ja ebenfalls mitbekommen, nech?

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