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Raus damit! Vol. 2

Nachtrag: Es gibt bei OWLs Tageszeitung Nr. 1 tatsächlich ein paar Kollegen, die ich sehr schätze. Damit meine ich nicht nur diejenigen, mit denen es sich in Pausen prima im Hof zusammen rauchen ließ.

Denn ausgerechnet ein bis drei Typen, mit denen ich stets heftigst in der Wolle lag, genau diese lese ich nach wie vor am Liebsten.

Darum eine kleine Rangliste der NW-Autoren, bei deren Kürzel in der Zeitung mein Herz aufgeht:

Platz 1: “ako”
“ako” ist ein Mensch, den man nicht zum Kollegen haben möchte. Gerne und (vermutlich ohne es zu merken) unterhält er ganze Redaktionsetagen mit Vermutungen über die “Latifundien” der Lokalpolitiker. Daher fallen die internen Türen oft ins Schloss, wenn ako sich auf der anderen Seite aufhält. Ich selbst habe unfassbar lange, nicht unbedingt wohlwollende Kritiken über Kleinstartikel über mich ergehen lassen müssen. Praktikanten, die neu dazu stoßen und etwas schreiben wollen, werden spätestens in der Konfrontation mit ako von dem Medien-Job abgeschreckt (zu ihrem Glück). Nur hartgesottene Gemüter setzen sich nach intensivem Zoff tatsächlich auf Weihnachtsfeiern direkt neben ihn (“Alter! Respekt!” (kurt) ).

Bislang hat ako es bei mir nicht geschafft, mich zum Heulen zu bringen, aber für andere hat er eindeutig das Potenzial. Der Mann kriegt alles raus. Wetten? Und darum vertraue ich auch den Artikeln von ako. Das hat garantiert Hand und Fuß, was dort zu lesen ist. Mit Sicherheit.

Platz 2: “uth”
“uth” ist der Liegenschaftsexperte der NW. Vielleicht weiß er nicht genau, wann eine neue Einkaufspassage in der Innenstadt entstehen soll. Aber uth bekommt in wenigen Stunden heraus, wo und wie das dann aussehen soll. uth ist der Wahnsinn an Vorlagen für spektaktuläre Grafiken für die Umgestaltung der Innenstadt und verinnerlicht jede Ausschuss-Sitzung stante pede.

Im Gegensatz zu “ako” ist “uth” ein sehr ruhiger Zeitgenosse, dafür aber jemand, der die Dinge erst einmal aus der Distanz betrachtet und auf sich wirken lässt. Das Urteil fällt dann um so schärfer aus.

Platz 3: “los”

In Zeiten knapper Kassen muss auch der Chef des Lokalen öfter mal in die Tasten greifen. Dem Blatt schadet es nicht, im Gegenteil. Wenn es um den Haushalt der Bielefelder Stadt geht, sind seine Analysen und Kommentare an Prägnanz nicht zu überbieten und stets auf den Punkt gebracht.

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Wenn auch nur einer dieser drei genannten Personen der NW verlustig gingen, wäre das eine immense Qualitätseinbuße für die Zeitung. Denn es geht ja nicht nur darum, dass sie schreiben können. In erster Linie liegt ihre Kompetenz nämlich darin, dass sie seit Ewigkeiten vor Ort sind und alle und jeden kennen. Will sagen: Fragt jemand, warum ist das so, haben sie zur Nachfrage die entsprechende Telefonnummer zur Hand und bekommen auch eine Antwort. Das ist nicht selbstverständlich.

Es gibt genügend Gelegenheiten, den Oberbürgermeister in der Öffentlichkeit zu nerven. Er würde aber nicht jedem dahergelaufenen Menschen Rede und Antwort stehen. Die drei da oben, die kriegen das trotzdem hin.

nw-lokal-außen

Der Unterschied: 27 Köpfe, von denen tatsächlich nur elf in der Lokalredaktion sitzen und dort als Redakteure schreiben. Sie dürfen raten: Wer ist stattdessen im Sekretariat oder als Fotograf tätig? Und wer kümmert sich um das Feuilleton?

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